Advertisement

Gorilla des Monats

bernie 
Home arrow Archiv arrow Archiv arrow Games arrow Games 
ALL  |0-9  | A  | B  | C  | D  | E  | F  | G  | H  | I  | J  | K  | L  | M  | N  | O  | P  | Q  | R  | S  | T  | U  | V  | W  | X  | Y  | Z

Archiv arrow Games arrow Games

Sam & Max 2.02: Moai Better Blues

samnmax 202 von Peter Clausen

Review: Während andere Tiere sich zur kalten Jahreszeit inmitten ihres Winterschlafs befinden, werden ein gewisser Hund und sein soziopathischer Karnickelkumpel im Winter erst richtig aktiv. Dieses Mal verschlägt es die Freelance Police in die Südsee...

samnmax 202Sam & Max Season 2, Episode 2: Moai Better Blues

System:
Windows PC
USA (2008), Produzent: Dan Connors, Konzept: Steve Purcell, Musik: Jared Emerson-Johnson, Designer: Dave Grossman, Brendan Q. Ferguson

Während andere Tiere sich zur kalten Jahreszeit inmitten ihres Winterschlafs befinden, werden ein gewisser Hund und sein soziopathischer Karnickelkumpel im Winter erst richtig aktiv. Aber selbst die Jungs von der Freelance Police brauchen hin und wieder mal etwas Urlaub vom harten Ermittleralltag und so ist kein Wunder, dass Sam und Max sich in der neuesten Episode ihrer fortlaufenden Adventure-Saga für ein paar Tage in das romantische Urlaubsparadies zurückziehen, dass der Volksmund auch als Bermuda-Dreieck bezeichnet.

Aber anstatt kitschige Drinks mit Miniatursonnenschirmchen zu schlürfen, müssen die emsigen Freiberufler auch diesmal wieder einen knackigen Fall lösen. Schon kurz nachdem die Jungs mithilfe eines mysteriösen Dimensionsportals auf den Osterinseln eintreffen, sehen sie sich nämlich mit einer Quelle der ewigen Jugend, naseweisen Baby-Inkarnationen angestaubter US-Prominenter wie Jimmy Hoffa, Amelia Earhart und Glen Miller, einem untoten Goldfisch mit Weltherrschaftsambitionen sowie einem Trio selbstmitleidiger Moai-Köpfe konfrontiert. Selbst die mächtige Vic Viper würde hier an ihre Grenzen stoßen, aber mit ihrer wohlbekannten Mischung aus Erfindungsgeist und Hinterhältigkeit nehmen Sam und Max auch diesen Auftrag ohne mit der Wimper zu zucken in die Pfoten.

sam

Soviel zum gewohnt originellen Setup. Die Frage ist bloß, was Episode 2.02 Moai Better Blues spielerisch auszeichnet. Im Vergleich zu den vorherigen Folgen relativ wenig, denn letzten Endes ist das neueste Abenteuer von Sam und Max genau das, was man an diesem Zeitpunkt erwarten sollte: Ein weiteres witziges, spaßiges Kurzabenteuer mit Steve Purcells dynamischem Duo. Inzwischen werden die Episoden bei Telltale dermaßen routiniert inszeniert, dass der Spieler genau weiß, was er kriegt. Und daran ist nicht das geringste auszusetzen, denn Sam und Max bieten einfach ein komfortables Spielerlebnis mit liebgewonnen Charakteren und Gameplaymechanismen die inzwischen nahtlos ins Spielkonzept integriert sind. Was die individuellen Folgen hervorhebt, ist die Qualität des Drehbuchs und der Rätsel. Und genau hier kommen wir in den subjektiven Bereich. Die Rätsel sind diesmal, für meinen persönlichen Geschmack, genau richtig. Zugegeben, besonders viele Orte gibt es in Moai Better Blues nicht, aber dafür sind alle Puzzles so clever (und manchmal gemein) miteinander verbunden, dass es nur eine Freude ist. Oft haben Entscheidungen die man an Ort A trifft einen signifikanten Einfluss auf Ort B und wer die Kausalität zwischen den verschiedenen Schauplätzen nicht im Auge behält wird sich sehr schnell die Haare raufen oder auf die nach wie vor extrem komfortable Hintfunktion zurückgreifen.

In Sachen Humor hingegen? Nun, Moai Better Blues ist zweifelsohne witziger als 99% des typischen Videospiele-Outputs, aber im Vergleich zu den anderen Abenteuern die Sam und Max seit ihrem Comeback erlebt haben, war der Unterhaltungswert für mich diesmal doch etwas geringer. Aber das ist in Ordnung - ich kann herzlich wenig mit einem infantilen Glen Miller anfangen, muss jedoch zugeben, dass derlei Konzepte für zahlreiche andere Spieler regelrechte Schenkelklopfer sein werden. Und obwohl die neueste Folge mich nicht ganz so in ihren Bann ziehen konnte, wie ich es bei Sam und Max gewohnt bin, gab es selbst für mich alten Zyniker gelegentlich grandioses Entertainment.

sam

Objektiv gesehen ist Episode 2.02 grundsolide und kein Bisschen schlechter als die anderen. Aus einer subjektiven Perspektive hingegen hat mir diesmal ein wenig vom gewohnten Pepp gefehlt. Macht nichts - in wenigen Wochen beginnt schon das nächste Abenteuer und wie ich Sam & Max kenne, bin ich mir sicher, dass sie abermals eine komplett andere Richtung einschlagen. Denn für Überraschungen sind die beiden, auch an ihren schwächeren Tagen, immer zu haben.

Verwandte Artikel:

Review: Sam & Max: Season 1  
Interview mit Steve Purcell und Dave Grossman

Text Copyright Peter Clausen 2008
Bilder Copyright Telltale Games

 
© 2013 www.g-wie-gorilla.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.