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von Thomas Nickel
Autor: Tim Jones, Mike Johnson, Zeichner: David Messina
Erschienen bei: Crosscult ISBN: 3941248073 Preis: 14,80€ (Softcover) Star Trek: Countdown bei Amazon.de 19,80€ (Hardcover) Star Trek: Countdown bei Amazon.de Star Trek hatte es in den letzten Jahren nicht leicht. Voyager hatte durchgehen so seine Probleme die auch mit drallen Blondinen und der Dauerpräsenz der stets beliebten Borg nicht aus der Welt geschafft werden konnten, der letzte Film war eine eher unspektakuläre Angelegenheit mit relativ dünnem Plot und die neuen Wege, die jüngste Serieninkarnation Enterprise einschlug kam beim Großteil der Fans so schlecht an, dass die Serie nach der vierten Staffel vorzeitig beendet wurde, sehr zum Missfallen der Gorilla-Crew - wir mochten Enterprise. Jetzt versucht sich J.J. Abrams, Erfinder erfolgreicher, moderner Serien wie Alias und Lost an der alt-ehrwürdigen Science Fiction-Reihe. Ein Reboot soll der neue Film sein, der die Jugend von Kirk, Spock und dem Rest der Truppe thematisiert. Wie er genau in den Star Trek-Kanon passt oder ob er eine eigene Kontinuität bildet, das wird demnächst der Kinobesuch zeigen, das Comic-Prequel beschehrt dem Film auf jeden Fall eine Enge Verbundenheit mit dem Next Generation-Universum. So erfahren wir, dass ca. acht Jahre nach Ende des letzten Films Captain Picard als Botschafter tätig ist, der wieder zusammgebaute Data mittlerweile im Kapitänssessel der Enterprise sitzt und der gute Geordi fleißig an exotischen Raumschiffen werkelt. Und vor allem erfahren wir, wie es mit dem Romulanern weitergeht und was passiert, dass der sympathische Nero so eine wichtige Rolle im kommenden Film zu spielen scheint. Und mehr wollen wir da eigentlich auch garnicht verraten. 
Bei den Zeichnungen hat Star Trek: Countdown mit den Problemen aller Comics zu kämpfen, die Charaktere abbilden, die der Leser vor allem aus Kino und TV kennt und deren Züge, Haltungen und Gestik auf diese Weise absolut vertraut sind. Wenn der Zeichner sich um eine naturalistische Abbildung bemüht, dann wirkt so manche Figur auf den Leser stets etwas fremd. Hatte Captain Picard in der Serie immer so strenge Züge? Sieht Data hier nicht etwas anders aus? Aber dramatisch ist das freilich nicht wirklich. Nach wenigen Panels hat man sich an David Messinas Interpretationen der alten Freunde von der Enterprise gewöhnt und kann sich ganz den optischen Qualitäten des Comics widmen. Und da gibt es einige. Detaillierte Szenarien, sehr gelungene Farbgebung und ein gutes Händchen für stimmige Actionszenen, auch wenn man so manche wichtigen Ereignisse vielleicht noch ein wenig spektakulärer in Szene hätte setzen können - bei manchen Szenen realisiert der Leser erst beim Nachdenken, was da gerade tatsächlich passiert ist. Überhaupt überrascht der Comic mit seinen teilweise radikalen Entwicklungen und nimmt dadurch eventuell ein paar der Überraschungen des kommenden Films bereits vorweg. Da wir ihn aber bisher noch nicht gesehen haben ist das natürlich reine Spekulation, wer aber an der Spoilerfront auf Nummer Sicher gehen will, der liest das Prequel natürlich erst nach dem Kinobesuch. Wir sind auf jeden Fall zufrieden - Veteranen fühlen sich in Star Trek: Countdown gleich heimisch, ein paar der unglücklicheren Entwicklungen des letzten Films werden relativiert und der neue Film wird ein wenig in den Kontext des Star Trek Universums gesetzt. Mal sehen, wie sich das Star Trek-Revival von Regisseur Abrams so generell auf die Trek-Welt auswirkt...als Vorgeschmack ist Countdown auf jeden Fall schonmal ein positives Signal für die Zukunft der Reihe. Text Copyright Thomas Nickel 2009 Bilder Copyright Crosscult |