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Gorilla des Monats

bernie 
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Dragonball Evolution
dbevon Michael Steber

USA (2007), Regie: James Aong, Drehbuch: Ben Ramsey, Kamera: Robert McLachlan, Musik: Brian Tyler, Darsteller: Justin Chatwin, Chow Yun-Fat, Emmy Rossum, Jamie Chung, James Marsters, Randall Duk Kim

Verleih: 20th Century Fox

Als der Manga Dragonball 1997 erstmals in Deutschland erschien, steckte die gesamte Szene noch in den Kinderschuhen. Die meisten Leser dürften nichts über den großen Erfolg von Akira Toriyamas Serie fast fünfzehn Jahre zuvor in Japan gewusst haben und konnten somit nicht einmal ahnen, dass die Geschichte um den lose an die Hauptfigur des klassischen chinesischen Romans Die Reise nach Westen angelegten Son Goku auch in Deutschland ein wesentlicher Wegbereiter des Genres werden sollte. Und obwohl man der Serie in späteren Banden mit ihren ausufernden Kämpfen deutlich anmerkt, dass ihre Grenzen mehr als ausgereizt wurden, so kann Dragonball nichtsdestotrotz zum Manga-Kanon gezählt werden und wird den meisten Lesern zumindest in guter Erinnerung geblieben sein.

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Umso mehr gab man sich schockiert, als man erfuhr, dass sich Regisseur James Wong mit Dragonball Evolution einer Realverfilmung des Stoffes annehmen würde. Schnell gesellte sich der Gemeinplatz der Unverfilmbarkeit zu einer generellen Skepsis gegenüber amerikanischen Lizenzverfilmungen und der Streifen wurde schon im Vorfeld verurteilt. Auf den ersten Blick scheinen sich die Vorurteile zu bestätigen: Dragonball Evolution setzt seine Handlung scheinbar willkürlich irgendwo zwischen dem Anfang des Mangas und dem Kampf gegen Piccolo an, viele Figuren wurden stark verändert oder komplett ausgespart und auch wenn nicht unsere Erde als Setting dient, so fühlt man sich doch immer wieder an ein amerikanisches Highschool-Umfeld erinnert.

Entsprechend dieser Änderungen wird aus Son Goku ein handelsüblicher jugendlicher Außenseiter, der mit seinem Großvater auf dem Land lebt, Kampfkunst betreibt und über Außerirdische sinniert. Hier bleibt Dragonball Evolution zunächst bodenständig, erst mit der Ankunft Piccolos nehmen die fantastischen Elemente weiter zu. Was nun wie ein willkürlicher Reigen aus Versatzstücken des Mangas klingt, erweist sich als ein in sich stimmiger Film, der weder für Neulinge noch für Kenner Fragen aufwirft. So simpel die Handlung auch sein mag, immer wieder verfolgt man gespannt die solide Action und freut sich erwartungsvoll auf die neuen Adaptionen altbekannter Charaktere.

Allen voran steht dabei Hongkong-Superstar Chow Yun-Fat, der Son Gokus anzüglichen Meister Muten Roshi erfrischend interpretiert. Wenn er auch erst in der zweiten Hälfte ins Spiel kommt, so steht der Charakter von Chow Yun-Fat doch charakteristisch für den gesamten Film. Die wesentlichen Merkmale des Schildkrötenmeisters wurden beibehalten, sein schrilles Auftreten und seine lüsterne Ader wurden allerdings deutlich entschärft, auch hier bleibt die Realverfilmung am Boden und wird nicht zuletzt auch ihrer recht jungen Zielgruppe gerecht. Dieses Prinzip wurde bei sämtlichen Figuren und den Kämpfen angewandt, so dass hier etwas Neues entsteht, das in der Welt der realen Bilder zu Hause ist und doch eindeutig als Toriyamas Geschichte zu erkennen ist.

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Natürlich ist Dragonball Evolution letztendlich kein bahnbrechendes Werk, das Geschehnis auf der Leinwand bleibt stets berechenbar, so dass hier wohl niemand aus den Sitzen gerissen wird. Ebenso ist der Film aber auch weit vom vielfach befürchteten und beschwörten Totalausfall entfernt. Bei Dragonball Evolution handelt es sich ganz einfach um kurzweiliges Actionkino, das einerseits Einsteigern den Dragonball-Kosmos in kompakter Form eröffnet, andererseits aber selbst langjährige Fans beruhigt und zufrieden nickend zurücklassen wird.

Text Copyright Michael Steber 2009

Bilder Copyright 20th Century Fox

 
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