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von Thomas Nickel Reviews: Nun gut, auch in dieser Woche hat sich Guybrush Threepwood wieder nicht auf die europäischen Wiis verirrt, aber zumindest kommen Virtual Console-Fans wieder zu ihrem Recht. Mit Super Star Wars für das SNES und der Arcade-Fassung von Golden Axe freuen sich besonders Actionfans über zwei Grundsolide Titel.
Super Star Wars System: SNES USA (1992), Director, Designer: Kalani Streicher, Programmer: Peter Ward, Art Production Supervisor: Harrison Fong, Animation Production Supervisor: Jon Knoles, Music and Sound Effects: Paul Webb Entwickler: Sculptured Software Preis: 800 Wii-Punkte (entspricht 8,-€) Ach, wie schön war das damals bei Star Wars... als Luke Skywalker in einer halsbrecherischen Aktion R2D2 aus dem Sandcrawler der Jawas befreite, mit seinem Sandspeeder durch die Wüßte von Tatooine donnerte, und es nur mit seinem Blaster bewaffnet mit dem grausamen Sarlacc aufnahm... Hey, momentan mal, so war das doch alles garnicht. Zumindest nicht auf der großen Leinwand. Auf dem kleinen SNES-Modul dagegen schon, nahmen sich die Entwickler bei Sculptured Software doch ein paar recht kreative Plot-Freiheiten bei der 16-Bit-Umsetzung des ersten Star Wars-Films heraus. Und wer will sich daran schon stören, wenn dabei so ein schickes und flottes Actionspiel herauskommt? Ja, Super Star Wars war damals schon ein Fest für Augen und Ohren. Beeindruckende Standbild-Zwischensequenzen und toll adaptierte John Williams-Musik ließen die Augen der SNES-Fans Anfang der 90er Jahre leuchten. Da tat dem Spaß auch der hohe Schwierigkeitsgrad und das nicht ganz faire Waffen-Upgrade-System, das beim Ableben sämtliche Power Ups einzog und den Schwierigkeitsgrad so in schwindelerregende Höhen schaukelte keinen Abbruch. Besonders beeindruckend waren die Mode7-Sequenzen - der Flug über den Todesstern und durch den berühmt-berüchtigten Graben waren damals echte Hingucker.
Und auch heute kann sich das Actionspiel noch sehen lassen - Freunde klassischer Pixelgrafik werden anhand der stimmungsvollen Hintergründe, der flotten Spielbarkeit und der ansprechenden Action auch heute gerne noch die ein- oder andere Runde mit Super Star Wars verbringen. Auch wenn sie ob des wirklich hohen Schwierigkeitsgrades sich das ein- oder andere Mal den Controller mit einem wahren Machtschub in die Ecke befördern werden. In den nächsten Wochen werden dann auch die beiden Nachfolger erscheinen. Die sind dann sogar noch ein Stückchen schwerer, gleichzeitig aber auch noch etwas durchdachter und besser spielbar. Aber der Komplettist muss natürlich alle Episoden besitzen.  Golden Axe System: Arcade Japan (1989) Entwickler: Sega Preis: 900 Wii-Punkte (entspricht 9,-€) Warum sollte man sich Golden Axe noch einmal für die Virtual Console holen? Immerhin steht die Mega Drive-Fassung doch schon seit Monaten, nein, eher seit Jahren im VC-Shop zum Download bereit! Und die ist ein angenehmes Stück länger als das jetzt frisch erschienene Arcade-Original. Aber das hat natürlich auch ein paar gute Argumente auf seiner Seite. Zum Beispiel ist es ein ganzes Stück hübscher als die Mega Drive-Konvertierung. Auch akustisch bietet es mehr: Die Musik klingt einfach flotter und dynamischer und es gibt weitaus mehr Soundeffekte. Und für europäische Spieler gibt es noch einen guten Grund, die Automatenversion der Umsetzung vorzuziehen: Der Automat läuft in vollen 60HZ, die PAL-Bremse der Mega Drive-Fassung bleibt dem hiesigen Spieler hier erspart. Dafür zahlt man dann halt auch wieder einmal 100 WiiPunkte mehr... nun ja.
Habt ihr natürlich bereits die Mega Drive-Fassung heruntergeladen oder besitzt Golden Axe im Rahmen einer der vielen, vielen Sega-Collections könnt ihr euch die Automatenfassung hier sparen, außer ihr seid wirklich ganz, ganz ausgesprochene Fans von Ax Battler, Tyris Flare und Gillius Thunderhead. Wer keine Fassung des Spiel besitzt und gerne mal reinschauen würde macht hier zum Glück nichts verkehrt: Golden Axe spielt sich flott und dynamisch, besticht mit ein paar tollen und kreativen Szenarien und macht vor allem im Zweispielermodus eine ganze Menge Laune. Aber jetzt wäre es natürlich schön, wenn sich der grafisch weit opulentere, niemals auf Konsole umgesetzte Automatennachfolger auch einmal auf der Virtual Console blicken lassen würde... 
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