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Gorilla des Monats

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Die nackte Wahrheit

wahrheitvon Alexander Lachwitz

USA (2009)

Regie: Robert Luketic, Drehbuch: Nicole Eastman, Karen McCullah Lutz, Kirsten Smith, Musik: Aaron Zigman, Darsteller: John Sloman, Bree Turner, Eric Winter, Noah Matthews, John Michael Higgins, Gerard Butler, Bonnie Somerville, Jesse D. Goins, Nick Searcy, Katherine Heigl

Verleih: Sony Pictures

Normalerweise gehe ich recht selten ins Kino. Dementsprechend stehen auf der Eintrittskarte fast immer nur Filme von denen ich schon im Vorfeld vermuten darf, dass sie mich gut unterhalten werden. Bei einer spontanten Kinorunde mit Freunden kann man auf dieses hochsensible System natürlich nur wenig Rücksicht erwarten. Aber sieht man auch mal Filme die man sich sonst wohl kaum gegönnt hätte und die man aufgrund von Vorurteilen schnell unterschätzt.

So geschehen vor ein paar Tagen mit Die nackte Wahrheit. Alle Trailer ließen eine vollkommen Klischeebeladene und vorhersagbare Story erwarten. Eigentlich etwas bei dem ich schon seit geraumer Zeit einen Sättigungspunkt erreicht habe. Dennoch hat der Film zu unterhalten gewußt, wohl auch gerade weil er absolut Klischeebeladen und vorhersagbar war. Die Handlung ist eine typische „Ordnungstyp und Chaostyp treffen aufnander, hassen sich zuerst und lieben sich am Ende dann doch“-Geschichte. Es wird nichtmal der Versuch unternommen diesem langbewährten Schema ein neues Element oder eine überraschende Wendung beizumengen.

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Abby (Katherine Heigl) ist eine engagierte und vollkommen zugeknüpfte TV-Produzentin bei der im Beziehungsleben schon lange tote Hose ist. Alle Versuche irgendeinen Partner zu finden der ihrer Erwartungsliste entspricht, scheitern spätestens wenn es darum geht mit der Zielperson eine normale Unterhaltung zu führen. Mike (Gerard Butler) ist als machohafter Showmoderator das genaue gegenteil. Unverkrampft spricht er aus was er denkt und versucht den Frauen dieser Welt die Illusion zu nehmen Männer würden jemals mit ihrem Kopf denken. Ab dem Moment in dem Mike ein Platz in der von Abby produzierten Show erhält, natürlich gegen ihren Willen, kann man sich als Zuschauer entspannt zurücklehnen und sich an den Schlagabtäuschen der beiden erfreuen.


Man darf hier natürlich nicht viel erwarten. Im Gegensatz zu Filmen wie Hangover oder Beim ersten Mal werden hier eher kleine Brötchen gebacken. Aber man muss dem Film zugutehalten dass er seine Berechenbarkeit und schlichte Story selbst nie ganz ernst nimmt. Immer wieder spürt man irgendwo ein Augenzwinkern das einem sagen will „Kommt schon, gönnt uns doch den Spaß“. Besonders Butler merkt man an dass er sich bei den Dreharbeiten Puddelwohl gefühlt hat. Enthemmt und freudig wie ein kleines Kind macht er jeden Gag im Drehbuch mit und spielt so ungeniert dass selbst etwas angestaubte Gags noch zünden.

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Katherine Heigl hatte es da mit ihrer Rolle ein wenig schwerer, spielt sie doch die zugeknüpfte und kontrollbesessene. Gemäß ihrer Rolle konnte sie sich nicht ganz so gehen lassen wie Butler, darum ist es auch Butler der die gemeinsamen Scenen virtuos beherrscht. Heigl bleiben da leider nur die eher stillen Scenen für sich die dem Plot gemäß in diesem Film natürlich keine sehr große Rolle spielen.

Für einen geselligen DVD-Abend bei dem die Männer den Frauen Zugeständnisse bei der Filmauswahl machen müssen, ist Die nackte Wahrheit genau richtig. Hier haben beide Seiten genug zu lachen ohne dass es langweilig wird. Seid nur so fair wie der Film es auch ist, und erwartet nichts weiter als schlichte und gutmütige Unterhaltung.

Text Copyright Alexander Lachwitz 2009

Bilder Copyright  Sony Pictures
 
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