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The Beats – A Graphic History
beatsvon Michael Steber

Editor: Paul Buhle, Autor: Harvey Pekar, Nancy Peters, Penelope Rosemont, Joyce Brabner, Trina Robbins, Zeichner:  Ed Piskor, Jay Kinney, Nick Thorkelson, Summer McClinton, Peter Kuper, Mary Fleener, Jerome Neukirch, Anne Timmons, Gary Dumm, Lance Tooks, Jeffrey Lewis

Erschienen bei: Simon & Schuster
ISBN: 0809094967
Preis: ca. 17 € The Beats - A Graphic History bei Amazon.de

Die Beat Generation bestand aus einer Reihe von amerikanischen Autoren in den 1950er-Jahren, die wie kaum jemand vor oder nach ihnen eine Ära aus- und die nächste einleiteten, als sie das prüde Amerika der Nachkriegszeit und der McCarthy-Ära mit neuen literarischen Ausdrucksformen und Inhalten schockierten und so den Weg für den Siegeszug der Popkultur ab den Sechzigern ebneten. The Beats – A Graphic History bietet eine rasante Gesamtdarstellung dieser Zeit und ihrer wichtigsten Akteure in Comicform von verschiedenen Autoren und Zeichnern.

Einer der Hauptverantwortlichen und der wohl der bekannteste Autor dieser graphischen Geschichtsstunde ist Harvey Pekar, der vor allem für seine Werke American Splendor und Our Cancer Year bekannt ist und auch hier unter anderem von seinem Stammzeichner Ed Piskor unterstützt wird. Nach einem kurzen Vorwort von Pekar beginnt The Beats mit der Darstellung des Lebens der drei wohl bekanntesten Autoren der Beat Generation. Wer sich schon einmal mit amerikanischer Literatur beschäftigt hat, dem dürften die Namen Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William S. Burroughs mit Sicherheit begegnet sein. Hier werden ihre Lebensläufe gerade für das Medium Comic überraschend detailliert dargestellt, bevor The Beats mit wechselnden Zeichnern und Autoren andere bekannte Schriftsteller der Beat Generation wie Gary Snyder oder Gregory Corso ebenso wie hierzulande eher unbekannte Vertreter und charakteristische Aspekte und Ereignisse der damaligen Zeit behandelt.

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Trotz der Vielzahl der dargestellten Personen und Ereignisse und der relativ großen Textmenge liest sich The Beats äußerst flüssig und hält selbst für Leser, die sich bereits näher mit der Beat Generation beschäftigt haben, neue Informationen und Einblicke bereit. Die wohl größte Leistung des Comics besteht aber letztendlich darin, dass sich am Ende trotz der verschiedensten Einzelgeschichten, die wiederum von unterschiedlichen Zeichnern und Autoren verfasst wurden, ein eindrucksvolles Gesamtbild ergibt. Egal ob die Geschichten nun von den Werken, Denkweisen oder Reisen einzelner Autoren, dem Einfluss des Jazz oder der Rolle der Beatnik Chicks als Frauen innerhalb der Bewegung handeln, es wird immer wieder klar, warum und wie bahnbrechend die Beat Generation im Amerika der Fünfziger Jahre gewirkt hat und welch frischen Wind sie in die Kultur des Landes gebracht hat. Dabei beschleunigt oder verlangsamt The Beats die dargestellte Zeit stets im richtigen Maß und umschifft auf diese Weise geschickt drohende Längen im Lesefluss.

beatsNatürlich ist ein grundsätzliches Interesse an der Beat Generation und der amerikanischen Literatur im Allgemeinen eine Voraussetzung für die Lektüre von The Beats, sind diese Vorraussetzungen allerdings erfüllt, wird sich die diese in jedem Fall als fruchtbar erweisen. Egal ob man als langjähriger Anhänger der Beat Generation glaubt, schon alles zu wissen oder ob man den Begriff vielleicht nur einmal kurz über die zahlreichen kulturellen Einflüsse der Beats aufgeschnappt hat, The Beats schafft den Spagat und bleibt sowohl für Veteranen als auch für Neulinge interessant. Und wer weiß, vielleicht schafft der bebilderte Rückblick es sogar, Interessierte zu wichtigen Werken der Beat-Literatur wie On the Road, Naked Lunch oder Howl und darüber hinaus zu führen. Auf diese Weise wäre das Anliegen der unterschiedlichen Autoren erfüllt und trotzdem hätte The Beats nicht ausgedient, sondern bliebe weiterhin eine ansehnliche Fundgrube an Informationen über diese so faszinierenden Schriftsteller und ihre Zeit.

 

Text Copyright Michael Steber
Bilder Copyright Simon & Schuster

 
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