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von Thomas Nickel Review: Wir sind euch ein kleines "Sorry" schuldig - Gamescom-bedingt kommt dieser Virtual Console-Check ein wenig spät. Aber dafür haben wir auch dieses wieder eine richtig gute Veröffentlichung: Fatal Fury 3 ist ein grafisch feiner, spielerisch anspruchsvoller Prügler für das NeoGeo, kostete damals Unsummen und ist auch heute noch ein paar spaßige Runden wert. Fatal Fury 3: Road to Final Victory System: NeoGeo Japan (1995), Originaltitel: Garou Densetsu 3: Road to the Final Victory Entwickler: SNK Preis: 900 Wii-Punkte (entspricht 9,-€) Für eine echte dritte Street Fighter-Episode ließ sich Capcom damals in den 90er Jahren viel, viel Zeit. Erst nach diversen Umwegen über Super-, Alpha, Ex- und sogar eine digitalisierte The Movie-Episode war es soweit. SNK hatte da weniger Skrupel und führte Fatal Fury, die eigene Vorzeigeserie kurz nach Fatal Fury Special offiziell in die prestigeträchtige dritte Runde.
Und tatsächlich lösten sich die Entwickler hier stark von den zwei-einhalb Vorgängern und bauten Fatal Fury kräftig um. Das Kämpferfeld wurde stark verändert. Die Altstars Terry und Andy Bogart, Fiesling Geese Howard und sexy Ninja Mai Shiranui, hier im etwas entschärften Outfit, sind mit von der Partie, der Rest der Truppe ist neu. Die frischen Kämpfer wie Rastamann Bob Wilson, der bärtige Boxer Franco Bash oder Blue Mary, die ein wenig das weibliche Gegenstück zu Held Terry darstellen soll fügen sich gut in die Fatal Fury-Welt ein und bietet spielerisch ein paar interessante Ansätze. Auch erweitert wurde das Ebenen-System. Aus zwei Kampfebenen wurden drei, allerdings wird nur auf der Hauptebene richtig gekämpft, die anderen beiden dienen zum Ausweichen und für den schnellen Stellungswechsel.
Grafisch ist Fatal Fury 3 herrlich und zeigt richtig, was das NeoGeo drauf hat. Die detaillierten Hintergründe und die herrlich großen Figuren zeigen deutlich, dass das Spiel bereits eine Design- und Technik-Generation weiter ist als frühere Hits wie Samurai Shodown 2. SNK löst sich immer stärker von den klassischen Capcom-Regeln und beginnt, im Prügel-Genre zu experimentieren. Das führt natürlich auch dazu, dass nicht alle Elemente von Fatal Fury 3 perfekt aufeinander abgestimmt sind, spätere Episoden wie Real Bout Fatal Fury sind noch ein Stück besser. Trotzdem kann der interessierte Konsolen-Kämpfer hier absolut sorglos zugreifen. Mit seiner feinen Spielbarkeit, der liebevollen Aufmachung und den frischen Ideen hat sich Fatal Fury 3 gut gehalten, spielt sich immer noch exzellent und sieht dank der zeitlosen 2D-Grafik auch heute noch hervorragend aus. Nur schade, dass es wie alle NeoGeo-Veröffentlichungen hier nur in 50HZ läuft. Dem entgeht ihr übrigens, wenn ihr die mittlerweile sehr billig zu bekommende Spielesammlung Fatal Fury Battle Archive Vol. 1 für die PS2 spielt - da auf der sind alle bisher auf Virtual Console erhältlichen Fatal Fury-Episoden bis hin zum dritten Teil enthalten.  
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