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Gorilla des Monats

bernie 
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Che ne sarà di noi - What will happen to us?

cheneseraItalien  (2004)

Regie: Giovanni Veronesi, Buch: Giovanni Veronesi, Silvio Muccino, Kamera: Fabio Zamarion, mit: Silvio Muccino, Violante Placido, Guiseppe Sanfelice, Elio Germano, Valeria Solarino, Enrico Silvestrin

Der Italiener Giovanni Veronesi hat für eine Menge Filme das Drehbuch geschrieben und bei einigen davon auch selbst Regie geführt. Leider habe ich keinen davon gesehen - aber ich kenne eine Menge Coming-of-Age-Filme. Um gleich mit dem Fazit zu beginnen: dieser hier ist nichts besonderes.

Drei Freunde kämpfen sich durch das italienische Abitur: Mattheo, der so sehr in eine Frau verliebt ist, dass er blind gegenüber allem ist, was sie ihm antut. Manuel, der einen Hang zu Anarchie hat und sehr darunter leidet, dass seine Eltern getrennt leben. Paolo, Berufssohn, dessen Lebensweg schon vor seiner Geburt festgeschrieben war. Aus irgendeinem Grund haben ausgerechnet die drei unterschiedlichen Typen sich zu einer Clique zusammengefunden und beschließen, jetzt wo die Prüfungen vorbei sind, erstmal die Reise ihres Lebens zu machen. Und zwar nach Griechenland, wohin Mattheos große Liebe Carmen abgehauen ist, ohne ihm auch nur einen Abschiedskuss zu geben. Hinter ihnen her ist Valentina, die ihrerseits unsterblich in Mattheo verliebt ist, und dann sind da noch zwei Freundinnen, die die Jungs bei der Überfahrt nach Griechenland kennen lernen - and we are set.

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Das klingt nach einer hervorragenden Ausgangslage für eine amerikanische Komödie à la American Pie, und so beginnt der Film auch locker-lustig und erfrischend europäisch. Da ist Sex, da sind Off-Camera-Kommentare der Beteiligten, die Jungs machen jeden Blödsinn mit, leben einfach in den Tag hinein, bis schließlich Veronesi beschließt, dass es jetzt der Zeitpunkt ist, an dem sie erwachsen werden sollten. Da an diesem Punkt über die Hälfte des Films bereits abgelaufen ist, muss es schnell gehen, es wird ausgiebig in der Klischeekiste gegraben, man rasiert sich die Haare ab oder nimmt zu viele Drogen. Es ist nicht nur von Anfang an klar, in welche Richtung die Charaktere sich entwickeln werden, sondern leider auch auf welche Weise. Alles verläuft wie geplant, die Überraschung am Ende bleibt aus.

Che ne sarà di noi ist einer dieser Filme, die man sich an einem verregneten Herbstnachmittag anschaut, um sich noch einmal am Sommer zu erfreuen. Handwerklich ist er gut gemacht, das Auge erfreut sich an den Strandaufnahmen und den Bildern des Touriortes Santorini. Auch wenn der Regisseur es nicht schafft, einen Mittelweg aus Komödie und Drama zu finden, bleibt die Geschichte unterhaltsam und die drei Jungs mit ihrem römischen Dialekt durchweg sympathisch. Man darf eben nur kein zweites La dolce vita erwarten.

 

Der Film hat leider noch keinen deutschen Starttermin, ist aber auf internationalen Festivals zu sehen.

Text Copyright Darina Goldin
Poster, Screenshots Copyright Filmauro

 
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