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Gorilla des Monats

bernie 
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Back to the Future: The Game Episode 5 - OUTATIME
bttfvon Alexander Lachwitz

USA (2011), Beratung, Handlung: Bob Gale, Musik: Alan Silvestri  

Entwickler: Telltale Games

Preis: ca. 20 Euro (komplette Staffel)

Obgleich man Telltale generell immer ein großes Lob aussprechen kann, so beantwortet sich die letzte Frage nicht ganz von selbst. Aber bevor wir unser Resumé über die fünf Episoden ziehen, schauen wir uns doch erst einmal die letzte in Ruhe an. Wie gehabt wieder mal eine Spoilerwarnung, wer die vorherigen Episoden nicht gespielt hat, sollte den nächsten Absatz besser überspringen.

Nachdem wir zurück im Jahr 1931 die verhängnisvolle Affäre des jungen Emmett Brown mit Edna Strickland verhindern konnten, sah alles nach einem guten Ende aus. Doch dem war natürlich nicht so. Bürgermeister Brown, eben jener Doc Brown aus der alternativen Zukunft den Marty gerettet hat, hat sich nach einem langen emotionalen Zwist gegen Marty und für Edna entschieden. Zusammen mit der jungen Edna Strickland düste Bürgermeister Brown am Ende der vierten Episode in den Abspann damit der Spieler in der letzten Episode nochmal einiges zu tun kriegt. Ohne zu viel zu verraten, aber eine wütende Edna Strickland die eine Zeitmaschine besitzt; da kommt selbst Doc Brown nicht mehr beim entstehenden Durcheinander der Zeitebenen hinterher.

Für ein Finale geht Telltale es vorerst ruhig an. Wir dürfen anfangs wieder eine neue Szenerie erkunden, dieses mal das innere der Schule mitsamt der angekündigten Wissenschaftsausstellung. Dabei treffen wir auf viele Bekannte aus den letzten Episoden und dürfen eine ganze Reihe von Rätseln lösen ehe es weitergeht. Schwer hat man es dabei wie gehabt nicht. Das Inventar wurde wie bei jeder Episode von Altlasten aus den vorherigen Abenteuern bereinigt und im schlimmsten Fall ist weiterhin das Hilfe-System parat.

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Wirklich ärgerlich sind nur ein paar sporadische Bugs die bei einigen Spielern auftreten, bisher aber angeblich nur am PC. Dank dem automatischen Speichersystem kann man aber meistens ohne großen Schaden vom letzten Punkt aus weiterspielen.

Hat man die Eingangsszene hinter sich geht es dann Schlag auf Schlag weiter und man hat keinen Zweifel mehr daran, dass dies das Finale ist. Tatsächlich ist selten in den bisherigen Episoden so viel auf einmal passiert, wie zwischen den einzelnen Locations dieser letzten Episode. Zwar hat man in den Übergangsszenen nicht so viel zu tun, aber die Handlung und ihre Dynamik hält den Spieler mühelos bei der Stange und kommt tatsächlich an das Niveau der Finalszenen aus den Filmen heran. Dazu kommt noch der Cameoauftritt von Michael J. Fox persönlich, und das sogar in einer Doppelrolle. Hier fühlt man sich als Fan der Filme wirklich aufs beste gebauchpinselt.

Auch werden nahezu alle offenen Handlungsstränge und diverse scheinbar unwichtige Ereignisse nun wieder aufgegriffen und zu einem sehr stimmigen Finale zusammengeführt. Dass man dabei eine unterhaltsame Handlung vor stringente Logik stellt sollte Kenner der Filme nicht überraschen.

Genaugenommen hat Telltale hier den großen Besen herausgeholt und alles was sich im Lauf der einzelnen Episoden angesammelt hat zusammengekehrt. Ob dies nun eine Bereinigung von kleinen Fehlern war, oder von vornherein so geplant war, darüber wollen wir gar nicht spekulieren. Fakt ist dass es gelungen ist auf diese Weise einige Durchhänger der vorherigen Episoden im Nachhinein zu verzeihen.

Obgleich man zwar nur von einem Ort zum nächsten hetzt und mal mehr mal weniger anspruchsvolle Rätsel löst, kann man diese als sehr gelungen und abwechslungsreich bezeichnen. Erfreulicherweise wurde hier nichts schon dagewesenes aufgewärmt, sondern durchweg etwas möglichst unterhaltsames und neues kredenzt. Dass man dann durch das hohe Handlungstempo diese letzte Episode gefühlt schneller beendet hat als die vorherigen, mag im ersten Moment betrüben. Doch rückblickend muss man sagen dass diese letzte Episode durch und durch eine Runde Sache war. Die Rätsel sind auf gewohnt bekömlichen Telltale-Niveau, die Handlung glänzt durch äußerst viele Wendungen und trifft auch deswegen die Essenz der Filme vortrefflichst.

Rückblickend kann man die fünf Episoden nun guten Gewissens als gelungene Hommage an die Filme betrachten. Auch wenn die zweite und vierte Episode etwas schwächelten, so konnte der Rest mehr als Überzeugen und in jeder Minute merkte man dass hier echte Fans am Werk waren. Und das kann man heute nur noch bei wenigen Filmumsetzungen behaupten.

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Lobenswert ist auch die Wahl des Handlungsschwerpunkts. Mit dem jungen Doc Brown hat man ein bisher ziemlich unbekanntes Kapitel aufgeschlagen, welches im Lauf der Episoden sehr viel über die Beziehung zwischen Marty und seinem alten Kumpel erzählte. Diesbezüglich steht die Handlung in ihrer erzählerischen Qualität und der Botschaft den Filmen kein Stück weit nach.

Wer die Filme nicht kennt (man hörte Gerüchte über solche Personen) wird zwar auch seinen Spaß haben, aber natürlich die meisten Anspielungen und einige Handlungswendungen wohl eher irritierend finden. Den besten Spielgenuß erfährt man nach dem Konsum der Filme (nur einen auf einmal, um Übersättigung zu vermeiden) mit einer maximalen Abklingzeit von 30-90 Minuten bei 18-20° Zimmertemperatur.

PS: Es lohnt sich Telltales Facebookseite im Auge zu behalten. Regelmäßig werden dort zeitweilige Preisreduzierungen oder gar Gratis-Episoden angeboten. Die fünf Episoden sollten in den nächsten Wochen auch auf DVD für PC erhältlich sein.

Text Copyright Alexander Lachwitz 2011

Bilder, Video Copyright Telltale Games

 
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