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Seite 1 von 2 Großbritannien (1983)
Umfang: 6 Episoden, Buch: Garth Marenghi, Regie: Garth Marenghi, Produzent: Dean Learner, Musik: Stig Baasvik (basierend auf Melodien von Garth Marenghi), Darsteller: Garth Marenghi, Todd Rivers, Dean Learner, Liz Asher "Something was pouring from his mouth... He examined his sleeve... Blood? Blood... Crimson copper smelling blood; his blood... blood... blood... blood... and bits of sick." (Garth Marenghi, Slicer) Dieser Mann bedarf keiner Vorstellung: Schriftstellerlegende Garth Marenghi ist Dirigent des Grauens, Maestro des Makabren und Traumweber des Terrors zugleich. Durch unsterbliche Meisterwerke wie Slicer, Tomb Boy und Afterbirth ist das exzentrische Genie aus den unheilvollen Tiefen der Gruselmetropole Romford zu einer festen literarischen Institution geworden, an der auch Trittbrettfahrer wie Stephen King nicht rütteln können. Garth Marenghi und Horror – diese Begriffe existieren in einer schauderlichen Symbiose unseres kollektiven Unterbewusstseins!
Was jedoch kaum jemand weiß, ist dass sich der „Kanon Marenghi“ weit über die existentialistischen Slasher-Meilensteine aus dem Bücherregal erstreckt. Bereits in den Achtzigern produzierte der Guru des Grusels nämlich in Kooperation mit seinem Verleger, dem Medienmogul und internationalem Jetset-Playboy Dean Learner , eine der radikalsten, progressivsten und innovativsten Fernsehserien aller Zeiten. Garth Marenghi’s Darkplace war mehr als eine TV-Serie, und hätte das Medium Fernsehen mit seiner kompromisslosen Mixtur aus gnadenlosem Horror, beinharter Action, großen Gefühlen, und visionärer Philosophie auf einen Schlag neu definiert, wären da nicht die verhassten Schlipsträger gewesen. Den phantasielosen BWLern mit ihren Rechenschiebern und Khaki-Hosen war die explosive Genremixtur, selbstredend, zu heiß. Und so wurde Darkplace noch vor Ausstrahlung der ersten Episode erst ab- und dann durch eine Wiederholung von Wer ist hier der Boss ersetzt. Nach jahrelangem Hin- und Her hat Marenghis Kampf nun aber ein wohlverdientes Happy End gefunden. Seit kurzem sind alle 6 überlebenden Episoden von Garth Marenghi’s Darkplace endlich auf einer bewusstseinsverändernden DVD erhältlich, um einem breitem Publikum zu beweisen, wie weit der radikale Romfordianer seiner Zeit voraus war. Seht selbst wie Marenghi, der neben Drehbuch und Regie auch die Bürde des Hauptdarstellers auf sich nahm, in der Rolle des rebellischen Mediziners Dr. Rick Dagless die in- und externen Dämonen des verwunschenen Hospitals Darkplace bekämpft, und gleichzeitig das Weltbild der Zuschauer nachhaltig verändert. Zusammen mit seinem besten Freund, Dr. Lucien „Sanch“ Sanchez (Todd Rivers), der unbedarften Frau Liz Asher (Madeline Wool) und Thornton Reed (Dean Learner), dem scharfen Hund aus der Verwaltung, stellt sich Dagless jeder Gefahr.
  Ein echter Tausendsassa: Garth Marenghi war nicht nur der Drehbuchautor, sondern auch Regisseur und Hauptdarsteller von Darkplace.
Keine Frage – Garth Marenghi’s Darkplace war damals wie heute ein Meilenstein. Was der oberflächliche Zuschauer lediglich als grandios inszenierten Edelhorror konsumiert, bietet auf den zweiten Blick nämlich wesentlich mehr: Scheinbar aufwandslos gelingt es dem Kultautor seinen philosophischen Subtext ins Gesamtgeflecht einzuweben. Selbst wenn man oberflächliche Attribute wie die oscarreifen Leistungen des Ensembles, den atmosphärischen Soundtrack von Stig Baasvik und die kinoreifen Spezialeffekte außer acht lässt, ist Garth Marenghi’s Darkplace ein Epos der Sonderklasse. Die anspruchvollste Serie aller Zeiten? Wir sagen ganz pauschal: Ja!
So könnte man glauben... (weiter auf Seite 2)
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