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(UK 2004) Regie: Edgar Wright Buch: Simon Pegg, Edgar Wright Kamera: David M. Dunlap Darsteller: Simon Pegg, Kate Ashfield, Nick Frost, Lucy Davis, Dylan Moran, Bill Nighy
Preis: ca. €9 Shaun Of The Dead bei Amazon.de Das passiert, wenn man zuviel Resident Evil spielt. Dieser Film ist sozusagen die Kinoversion der britischen Fernsehserie Spaced, zeitlich mindestens drei Jahre danach angesiedelt, und erzählt eine recht eigenartige Episode aus dem Leben von Shaun (aka Tim, Simon Pegg), der gerade in den letzten Zügen seiner Beziehung mit Liz (Kate Ashfield) lebt. Sie trennt sich aus dem fadenscheinigen Grund von ihm, ihre Beziehung wäre zu langweilig und sie wolle doch bitte mal ein bisschen mehr mit ihm erleben als Abend für Abend Bier in der kuscheligen Kneipe „Winchester“ zu trinken. Völlig grundlos also. Na gut, er hat auch noch vergessen, für den dritten Jahrestag einen Tisch beim Italiener zu bestellen, aber bitte, das kann doch mal passieren! Daraufhin rät ihm sein bester, quasi in Symbiose mit ihm lebender Freund Ed (aka Mike, Nick Frost), sich erstmal zünftig zu betrinken und dann schaumermal. Shauns ständig nörgelnder Mitbewohner Pete (Peter „Darth Maul“ Serafinowicz, der in Spaced Tims Erzfeind Duane gespielt hat – hier stimmt die Parallele also nicht wirklich) sieht es allerdings nicht wirklich ein, dass Shaun und Ed nach ihrer Sauftour ihren Kummer mit Elekromusik auf Rechtsanschlag zu ersticken versuchen. Mist. Die letzten Worte, die Shaun noch auf seiner Pinnwand niederschreiben kann, bevor er in die sanften Arme des Schlafes sinkt, lauten: „Mutter besuchen – Liz zurückgewinnen – Leben in den Griff kriegen.“ Große Pläne. Dementsprechend mit sich selbst beschäftigt, bemerkt Shaun auch nicht, dass einige Mitbürger plötzlich stumpf grunzend und heulend durch die Gegend schlurfen und plötzlich eine recht ungesunde Gesichtsfarbe aufweisen. Erst als er und Ed plötzlich im Garten von zwei Zombies angegriffen werden, beginnen sie zumindest ansatzweise, den Ernst der Lage zu begreifen. Als er dann auch noch erfährt, dass der neue, blöde neue Mann seiner Mutter, Phil (Bill Nighy), von einem der Untoten gebissen wurde und damit ebenfalls (un)todgeweiht ist, beschließen die beiden, zu handeln. Statt Mutter besuchen – Liz zurückgewinnen – Leben in den Griff kriegen heißt es jetzt Petes Auto entern - Mutter befreien und Phil aus dem Weg räumen – Liz mitnehmen – ins Winchester fahren, Bier trinken, und warten, bis alles vorbei ist. Die Zeit für echte Helden ist gekommen! 
Das gestaltet sich dann aber doch als schwerer als erwartet. Pete, inzwischen auch Zombie, ist zu langsam, als dass er sich gegen den Autoklau groß zur Wehr setzen könnte, Phil dagegen erfreut sich bis auf seine Bisswunde noch bester Gesundheit. Also muss er notgedrungen mitgenommen werden, dazu noch in seinem eigenen Auto, weil Ed das von Pete beim Einparken gegen einen Laternenpfahl gesetzt hat. Liz und ihre Mitbewohner David (Dylan Moran) und Dianne (Lucy Davis) sind auch nicht wirklich begeistert davon, die schützende Wohnung zu verlassen und Shaun, den Liz ja gerade bravourös vor die Tür gesetzt hat, ausgerechnet ins verhasste Winchester zu folgen und müssen erstmal überzeugt werden. Und dann scheidet auch noch Phil während der Fahrt dahin und ersteht als Zombie wieder auf! Werden unsere Helden es ungebissen ins Winchester schaffen? Wird genug Bier da sein, um die Wartezeit zu überstehen? Werden sie sich gegen die Horden der Untoten verteidigen können? Und wessen bescheuerte Idee war das ganze überhaupt? Die selbsternannte „romantische Komödie mit Zombies“ schließt wunderbar an die Abgedrehtheit von Spaced an. Der Fan der Serie hat wundervolle Aha-Momente, spätestens wenn Shauns alte Freundin Yvonne (aka Daisy, Jessica Stevenson) immer wieder auftaucht, alle anderen Zuschauer erleben schlicht eine herrliche Zombiekomödie, in der das Blut literweise spritzt, fast alle Hauptdarsteller entweder gefressen oder in Zombies verwandelt werden – und jeder von ihnen, aber wirklich JEDER hat vorher nochmal so einen berühmten sentimentalen Moment, in dem er sich für alles entschuldigt, dankt oder was auch immer. Oh, aber außer Pete natürlich. Der ist sogar als Zombie noch wütend. 
Die Besetzung ist auch schön schmerzfrei gewählt mit Leuten, die jeden Blödsinn mitmachen. Allen voran natürlich der gute alte Bill Nighy, der ja wirklich schon in den dämlichsten Rollen zu sehen, der sich selbst für Underworld nicht zu schade war und der selbst sagt, dass der Rest der Shaun of the Dead-Mannschaft eigentlich völlig durchgedreht ist. Berufszyniker Dylan Moran zaubert dem Black Books – Fan immer wieder ein Grinsen ins Gesicht, sein Charakter David ist eigentlich ein Bernhard Black mit Brille und sauberen Kleidern, und genau so wollen wir ihn doch in Erinnerung behalten. Insgesamt ist Shaun of the Dead ein äußerst abgedrehter Film mit sehr brachialem Humor, der deshalb schon so manchem hartgesottenen Zombiefilmfan die Laune verdorben hat. Komischerweise hat er bisher nur Leuten Spaß gemacht, die eigentlich keine klassischen Horrorfilme gucken, vielleicht liegt das an dem „romantische Komödie“-Teil. Aber probiert es am besten mal an Euch selbst aus! Verwandte Artikel: Review: Black Books Review: Spaced Text Copyright Anna-Selina Sander 2006 Poster, Screenshots Copyright Universal |