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bernie 
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Virtual Console Vol. 4

Nach etlichen Wochen des Harrens ist endlich ein zweites Nintendo 64-Spiel auf der Virtual Console aufgetaucht - und Nintendo hat sich ordentich Mühe gegeben, die Fans für die ehemals misslungene Pal-Version des Kart-Klassikers Mario Kart 64 zu entschädigen. Auch an der Shooter-Front ist Qualität Trumpf: Soldier Blade, der Nachfolger des klassischen Super Star Soldier, steht seit letzter Woche parat. Und dann werfen wir noch einen Blick auf den NES-Klassiker Solomon's Key.

Mario Kart 64

mk1Japan (1996), Producer: Shigeru Miyamoto, Director: Hideki Konno, Visual Director: Tadashi Sugiyama, Musik: Kenta Nagata
Entwickler: Nintendo
Preis:
1000 Wii-Punkte (entspricht 10,-€)

Um ganz ehrlich zu sein: Ich war mir nahezu sicher, von Mario Kart 64 abraten zu müssen. Die übermächtigen Extras lassen fahrerisches Können im Vergleich zum 16-Bit-Vorgänger in den Hintergrund rücken, grafisch ist es ein typisches N64-Spiel mit matschigen Texturen und viel Nebel, und zudem war die PAL-Version vor gut 10 Jahren eine ziemlich ernüchternde Angelegenheit - neue, langweiligere Stimmen für die Figuren (im japanischen Original fluchte Wario in feinstem Deutsch "So ein Mist"!) und der obligatorische Geschwindigkeitsverlust sowie die dicken Balken machten dem Kenner der Spaß zunichte.

Und was macht Nintendo da auf einmal? Die Virtual Console-Fassung des Spiels kann sich tatsächlich sehen lassen. Die Grafik wirkt auf Wii eine ganze Spur hübscher, die Balken sind verschwunden, und auch ein Geschwindigkeitsverlust ist kaum spürbar. Nach der ersten Multiplayer-Runde sind auch all die kleinen Kritikpunkte und spielerischen Defizite vergessen und die chaotische Raserei macht Spaß wie eh und je. Okay, 1000 Punkte respektive 10 Euro sind eine Stange Geld, aber dafür hat sich Nintendo auch mit der Anpassung weitaus mehr Mühe als zum Erstrelease gegeben. Wer regelmäßig die Wohnung voll mit willigen Mitspielern hat, greift zu.

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Solomons Key

sk1Japan (1986)
Originaltitel: Solomon no Kagi
Entwickler: Tecmo
Preis:
500 Wii-Punkte (entspricht 5,-€)

Tecmos Puzzleklassiker ist schon ein wenig länger auf der Virtual Console erhältlich, aber solche Detailfragen halten uns noch lange nicht davon ab, euch dieses Kleinod ans Herz zu legen. In der Gestalt eines spitzohrigen Magiers müsst ihr zahlreiche fiese Rätsel in feindseligen Katakomben überleben, aber wer mit seinem Zauberstab massive Blöcke entstehen und verschwinden lassen kann, wird doch problemlos den begehrten Ausgangsschlüssel zu ergattern, oder? Nicht unbedingt, denn der Schwierigkeitsgrad des 1989er NES-Spiels definiert selbst heute noch den Begriff „knackig“ neu. Aber zum Glück wird durch die Quicksave-Funktion der Virtual Console das mit Abstand größte Manko des alten Moduls eliminiert: Endlich muss man nicht mehr vor Wut über eine fehlende Passwortfunktion das Joypad gegen die Wand schmettern!

Stellt sich also nur noch die Frage, warum Tecmo uns nicht endlich mit einem Revival dieses Konzepts beehrt? Auf dem Nintendo DS wäre Solomon’s Key schließlich perfekt aufgehoben. Aber vielleicht ist das auch gut so, man mag sich kaum vorstellen, was ein Tomonobu Itagaki aus dieser Idee machen würde...

sk2 sk3

 

Soldier Blade

sb1Japan (1992)
Entwickler: Capcom
Preis:
600 Wii-Punkte (entspricht 6,-€)

Das ging aber schnell! Vor gerade mal einer Woche plädieren wir auf eine Veröffentlichung weiterer Hudson-Shooter, und wenige Tage später macht sich Soldier Blade, die Fortsetzung zum heißgeliebten Super Star Soldier, auf der Virtual Console breit. Diesmal zieht unser wackerer Raumschiffpilot mit einem feuerkräftigen Begleitschiff im besten R-Type-Stil in die Schlacht gegen eine erbarmungslose Alien-Armada. Ganz im Zeitgeist der frühen Neunziger setzt sich die feindliche Armee diesmal größtenteils aus den damals so beliebten Giant Robots zusammen. Shooterprofis freuen sich über den erbarmungslosen, aber fairen Schwierigkeitsgrad, während Highscorespieler mit Vorliebe einen kurzen Abstecher in die Challenge Stage wagen. 15 Jahre zu spät auf dem deutschen Markt, aber immer noch eine Empfehlung wert – Soldier Blade beweist, wie gut Hudson Soft einst war. 

Und gerade mal sechs Euro sind für diesen wunderbaren PC-Engine-Klassiker wirklich ein Schnäppchen, auch wenn die Emulation nicht ganz so perfekt ausfällt, wie man es wünschen könnte.

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Text Copyright 2007 Thomas Nickel, Peter Clausen
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