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Kentaro Hisai (Spectrobes)

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Eine Review zu Spectrobes befindet sich hier.

Auf der letzten Games Convention in Leipzig trafen wir Kentaro Hisai der uns stolz die ersten Gehversuche seiner Spektroben vorführte. Mittlerweile sind die Monster ausgewachsen und werden seit der letzten Woche auf die DS-Geräte weltweit losgelassen. Grund genug, nicht nur das Spiel unter die Lupe zu nehmen, sondern auch lesend den gedruckten Worten des Spektroben-Dompteurs zu lauschen.

Thomas Nickel: Können Sie uns kurz sagen, an welchen Spielen sie bisher gearbeitet haben?

Kentaro Hisai: Ich habe an verschiedenen Disney Sports-Spielen gearbeitet – auf Game Boy Advance und Gamecube. Da war ich der Art Director. Und wir haben bei Jupiter noch zahlreiche andere Handheld-Spiele gemacht – Pokémon Pinball, Kingdom Hearts – Chain of Memories oder die Game Boy Color-Versionen von Sakura Taisen.

Thomas Nickel: Was können Sie uns über das Design der Figuren und Monster in Spectrobes sagen?

Kentaro Hisai: Tatsächlich waren bei Spectrobes gerade beim Design der verschiedenen Monster einige namhafte Manga-Künstler involviert. Leider kann ich da aber keine Namen nennen. Ich habe viele dieser Künstler selbst um ihre Mitarbeit gebeten – selbst bei Jupiter sind nicht alle Namen bekannt.

Thomas Nickel: Das ist dann wohl wirklich ein großes Geheimnis.

Kentaro Hisai: Naja, wir planen auch einen Manga zu dem Spiel und da ist es nicht so leicht, einen entsprechenden Mangaka zu finden. Er muss nicht nur in einem Stil zeichnen, der zu dem Spiel passt, er muss vor allem auch dazu bereit sein, diese ganzen Monster tatsächlich zu zeichnen.

Thomas Nickel: Wie wichtig und präsent ist denn der Plot von Spectrobes?

Kentaro Hisai: Wieviel Handlung der Spieler mitnimmt kommt teilweise auch stark auf ihn selbst an – wie viel will er lesen, wie viel redet er mit anderen Figuren... Die Geschichte haben wir für eine Zielgruppe im Alter zwischen 8 und 14 Jahren geschrieben.

Thomas Nickel: Was hält den Spieler bei Spectrobes denn vor allem bei der Stange?

Kentaro Hisai: Da es bei Spectrobes ja in erster Linie um das Sammeln von Monstern geht, ist die wichtigste Belohnung natürlich, wenn man tatsächlich ein neues Monster bekommt. Das tolle dabei ist ja, dass man diese Monster auch einsetzt, wenn man mit anderen Leuten spielt. Und man kann natürlich auch Gegenstände und Monster hin- und hertauschen.

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Thomas Nickel: Spectrobes war ja für Jupiter eines der wenigen Spiele, die nicht auf eine bereits vorhandene Lizenz zurückgreifen. Hatten sie da mehr Freiheiten?

Kentaro Hisai: Wir hatten bei Spectrobes eine ganze Menge Freiheit – es ist eben ein komplett neues Spiel und gehört zu keiner bestehenden Serie. Wir haben sehr eng mit BVG Japan zusammengearbeitet, weil wir alle ein optimales Ergebnis erzielen wollten.

Thomas Nickel: Gestaltet sich die Arbeit an einem "kleinen" Handheld-Spiel anders als bei einer teuren Heimkonsolen-Produktion? Haben sie mehr oder weniger Einschränkungen?

Kentaro Hisai: Einschränkungen – technische oder andere - hat man im Grunde immer, egal auf welcher Plattform man arbeitet. Im Grunde muss man immer im Rahmen dieser Einschränkungen arbeiten und dabei versuchen, den maximalen Spaß für den Spieler zu erreichen. Innerhalb dieser Vorgaben versuchen wir schon, uns möglichst viele Freiheiten zu bewahren. Aber mit der Plattform hat das eigentlich nichts zu tun.

Thomas Nickel: Wie war denn die Arbeit mit dem Nintendo DS?

jeenaKentaro Hisai: Ich selbst habe früher vor allem auf großen Heimkonsolen gearbeitet. Daher ist die Handheld-Arbeit für mich etwas neues, ich habe da momentan großen Spaß daran. Und im Grunde ist es auch recht egal, auf welcher Plattform man arbeitet. Aber gerade die speziellen Eigenheiten des DS sind etwas, das ich momentan sehr interessant finde.

Thomas Nickel: Welche Features des DS finden Sie persönlich am interessantesten?

Kentaro Hisai: Das ist eine gute Frage... Da kann ich mich nur sehr schwer entscheiden. Der DS bietet sehr viele interessante Möglichkeiten – das Mikrofon, der Touchscreen – der DS hat eine Menge sehr interessante Möglichkeiten die wir bei Spectrobes ausführlich nutzen wollen.

Thomas Nickel: Und wie geht es jetzt mit den Spectrobes weiter? Bleiben Sie ihren Monstern treu oder haben Sie bereits Pläne für andere Projekte?

Kentaro Hisai: Da kann ich momentan leider noch nichts sagen. Aber vielleicht wird es demnächst noch die ein- oder andere Ankündigung geben.

Text Copyright Thomas Nickel 2007
Cover, Screenshots Copyright BVG, Jupiter

 
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