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Oliver Rohrbeck - Die Dr3i

Oliver RohrbeckOliver Rohrbeck ist immer hörenswert. Egal ob als deutsche Stimme von Schauspielern wie Ben Stiller oder Superhirn Justus Jonas in der legendären Hörspielserie Die Drei ??? (bzw. Jupiter Jones in Die Dr3i), Rohrbeck hat immer etwas zu sagen. Allen bisherigen Erfolgen zum Trotz ruht sich der Berliner Schauspieler und Dialogregisseur aber nicht auf seinen Lohrbehren aus. Mit seinem eigenen Hörspielprojekt, der Lauscherlounge, startet Rohrbeck jetzt nach zahlreichen erfolgreichen Live Events eine neue Ära der Hörspielproduktion. Im Zwiegespräch auf der Leipziger Buchmesse 2007 konnten wir uns mit dem sympathischen Stimmakrobaten über die Juniordetektive aus Rocky Beach, die Evolution der Hörspielbranche und viele andere Themen unterhalten.

Peter Clausen:
Welche Bedeutung haben Hörspiele heutzutage deiner Meinung nach im Vergleich zu den Siebzigern oder Achtzigern?

Oliver Rohrbeck:
Das Hörspiel gibt es ja schon viel länger. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben ja auch schon immer Hörspiele für Erwachsene gemacht. Ich kann nur schwer einschätzen, wie groß damals in den Fünfzigern und Sechzigern, auch bei Erwachsenen Hörern, der Stellenwert war. Wahrscheinlich sogar noch etwas höher als heutzutage, wo die Abwechslung doch wesentlich größer ist. In den Siebzigern und Achtzigern hatte es dann natürlich einen riesigen Stellenwert bei den Kindern. Erstaunlich ist, dass bei den Kindern von damals, die inzwischen erwachsen geworden sind, die gleichen Produkte immer noch einen so hohen Stellenwert haben. Ich frage mich immer, ob man diese erwachsen gewordenen Hörer auch ans Erwachsenenhörspiel heranführen kann. Oder bleiben sie, ihren Alter zum Trotz, weiterhin bei den Kinderproduktionen? Das ist eine fast schon philosophische Frage, über die ich jetzt eine halbe Stunde lang reden könnte.

Die Öffentlich-Rechtlichen machen ja auch nach wie vor tolle Erwachsenenhörspiele, aber ich frage mich doch, wie viele Leute diese doch sehr kostenintensiven, Produktionen eigentlich hören? Wer hört sich so etwas tatsächlich um 23:00 Uhr im WDR oder Deutschlandfunk an? Wie viele Erwachsene, die sich für Hörspiele interessieren, schalten tatsächlich ein? Und ist die Gruppe derer, die sich weiterhin die Serien aus ihrer Kindheit anhören, sich aber eben darauf festgelegt haben, größer?

Peter Clausen: Wie genau sieht es da auf dem deutschen Markt eigentlich aus? Ich habe insgesamt einen besseren Überblick über die britische Hörspielbranche, und dort werden ja auch BBC-Produktionen sehr erfolgreich auf CD verkauft.

Oliver Rohrbeck:
Erfolgreich? Also auch in hohen Stückzahlen?

Peter Clausen: Die Stückzahlen kenne ich nicht, aber zumindest gibt es zahlreiche Produktionen, die schon seit Jahren immer wieder neu aufgelegt werden.

Oliver Rohrbeck: Und werden die dann auch richtig mit Promotion verkauft, oder sind sie nur frei im Buchhandel erhältlich?

Peter Clausen:
Ich habe auf den Radiosendern der BBC schon gelegentliche Hinweise auf die CD-Fassungen gehört. Ob sie jetzt aber weitflächige Promotion haben? Da bin ich überfragt.

Oliver Rohrbeck: Also, die deutschen Radiohörspiele werden dann von deutschen Verlagen wie dem Audio Verlag übernommen und in Buchhandlungen vertrieben. Ich weiß aber nicht, wie gut sie sich verkaufen. Das würde mich auch mal interessieren. Sagen sie jetzt 2000 Stück reichen, damit es sich rechnet? Das ist ja das Phänomen mit den Drei Fragezeichen/Die Drei. Wir haben eine Startauflage von 40.000 Stück, andere Hörspiele starten eher mit 3000-4000 Stück. Aber wie kann man bei den Erwachsenen genug Interesse wecken, um auch von anderen Hörspielen so hohe Stückzahlen zu verkaufen? Wenn man sowieso schon jahrelang Hörspiele hört, warum nicht auch mal was anderes?

Peter Clausen:
Und wie sieht deiner Meinung nach die Zukunft des Mediums aus?

Oliver Rohrbeck: Ich glaube, dass man da noch eine Menge ausbauen kann. Der Hörbuchmarkt wächst ja auch. Ich glaube, dass jetzt Generationen heranwachsen, die viel filmischeres Hören gewohnt sind als beispielsweise die Menschen in den Sechzigern. Das heißt, dass wir auch Hörbücher viel filmischer aufbereiten können. Anstatt jemanden nur vorlesen zu lassen, wird es in Zukunft auch immer mehr filmmusikalische Untermalung, Soundeffekte etc. geben, um Stoffe noch interessanter und lebendiger zu machen. Und ich glaube auch, dass das Hörspiel für Erwachsene es noch weiter bringen kann. Man muss nur versuchen, den Hörer zu erreichen.

Peter Clausen:
Die Sache mit dem "filmischen Hören" fand ich jetzt sehr interessant. Kennst du eigentlich die britischen Big Finish Productions? Das ist eine Hörspielschmiede, die von Gary Russell mitgegründet wurde, dem Schauspieler, der in der alten Fernsehserie von den Fünf Freunden den Dick gespielt hat.

Oliver Rohrbeck: Das ist ja ein Zufall!

Peter Clausen: Big Finish produziert hauptsächlich Hörspiele, die auf alten Kultfavoriten, Fernsehserien, Comics usw., basieren. Die erfolgreichste Serie in ihrem Katalog ist Doctor Who, ein Sci-Fi-Klassiker, der auf der Insel jahrzehntelang lief, und kürzlich auch im Fernsehen erfolgreich wiedererweckt wurde.

Oliver Rohrbeck: Lief die auch im deutschen Fernsehen?

Peter Clausen: Ein paar Folgen gab es mal im Nacht- und Vormittagsprogramm. Wirklich aufgefallen ist die Sendung bei uns aber nie. Big Finish hat auf jeden Fall vor gut sechs Jahren angefangen, diese Hörspiele zu machen.

Oliver Rohrbeck:
Das ist ja hochinteressant.

Peter Clausen: Auf jeden Fall sind diese Hörspiele extrem gut inszeniert. Big Finish arbeitet extrem kinematisch. Es gibt keinen Erzähler, Szenenwechsel werden wie in Filmen vollzogen. Und es funktioniert, überraschenderweise, wirklich hervorragend.

Oliver Rohrbeck:
Das ist interessant. Wir fragen uns auch immer, ob man auf den Erzähler verzichten kann. Bei uns wurde das auch schon gelegentlich versucht, und man kann wirklich andere Trenner finden.

Peter Clausen: Big Finish hatte da eine sehr interessante Evolution. Am Anfang war alles noch ein wenig holprig, mit sehr offensichtlicher Exposition, aber inzwischen haben sie es geschafft ,so gezielt mit Soundeffekten zu arbeiten, dass es gar nicht mehr auffällt.

Oliver Rohrbeck:
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man für Hörbücher eine ähnliche Mischform finden könnte.

Peter Clausen: Wie ihr es ja auch schon bei den "Drei Geschichten" gemacht habt...

Drei GeschichtenDracula

Oliver Rohrbeck: Genau! Für die Drei Märchen machen wir es jetzt wieder ähnlich. Man muss halt für die Geschichten auch immer die richtige akustische Untermalung finden. Bei den Drei Märchen wird es dann eher in die Richtung "inszenierte Lesung" gehen. Mit Märchen ist es ja doch eine andere Sache. Aber wenn man eine wirklich lebendige Geschichte hat, bin ich fest überzeugt, dass man sie noch filmischer darstellen kann. Mir persönlich sind manche Hörbucher auch zu trocken, um sie beispielsweise lange im Auto anzuhören. Aber wenn man die Welt mit den entsprechenden Hilfsmitteln noch ein wenig öffnet, werden die Stoffe schon wieder wesentlich interessanter.

Peter Clausen:
Und was hältst du von der Idee, alte Stoffe aus dem Film- und Fernsehbereich im Hörspielsektor neu aufleben zu lassen?

Oliver Rohrbeck: Ehrlich gesagt denke ich darüber sehr viel nach. Im nächsten Herbst bringen wir die alten Richard Diamond-Hörspiele neu raus. Die Serie war im Amerika der Vierziger Jahre sehr beliebt, und ich mag sie vom Inhalt her wirklich sehr. Und wir sitzen auch gerade daran, auch andere alte Kultstoffe fürs Hörspiel neu aufzuarbeiten. Die rechtliche Lage ist natürlich immer sehr kompliziert und muss erst mal entwirrt werden. Die Hauptrechte liegen hier, die Nebenrechte liegen dort. Das nimmt mehr Zeit und Mühe in Anspruch als man sich vorstellen kann.

Peter Clausen:
Und wenn so ein Hörspiel auf einer bekannten Marke basiert, spielt man natürlich immer mit der Gefahr, dass es sich nur an die vorhandene Fanbasis verkauft.

Oliver Rohrbeck: Stimmt, und gerade wenn man etwas in Deutschland noch gar nicht kennt, müsste man es erst einmal mit einem Riesenaufwand etablieren. Aber wir haben noch ein paar andere Ideen für Stoffe, die man von früher kennt, und die sich einfach irre gut hörbar machen würden. Stoffe, die ich eigentlich gar nicht sehen, sondern viel lieber hören möchte... Die Frage ist natürlich auch, in welche Richtung wir uns da mit der Lauscherlounge bewegen wollen. Wir werden bestimmt nicht versuchen, die zehnte Gruselserie mit Splattereffekten auf den Markt zu bringen. Warum auch? Es gibt genug Kollegen, die in dem Sektor tolle Arbeit leisten. Wir wollen eine andere Nische finden. Wir kommen halt erstens aus dem Krimibereich, und zweitens aus dem Filmbereich. Ich habe jahrelange Dialogaufnahmen für Synchron gemacht, ich habe mit Film zu tun, und in genau die Richtung wird es dann letztendlich auch wandern.

Peter Clausen:
Und wie sieht es mit neuen Vertriebswegen, Downloads, Podcasts, etc., aus?

Oliver Rohrbeck:
Also, ich glaube an diese neuen Vertriebswege. Ich bin allerdings kein Vertriebsmensch. Zum Glück haben wir einen Platten- und Buchhandelsvertrieb. Der Download wird ja mit ziemlicher Sicherheit in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Wir sind bereits bei Audible, wir kommen wahrscheinlich zu Musicload. Aber bei den geringen Stückzahlen die wir im Moment haben, schon komplett auf digitalen Vertrieb umzustellen, wäre einfach zu aufwändig. Wir wollen jetzt erst einmal am Programm arbeiten.

Aber ich glaube daran, dass der Download immer wichtiger werden wird. Inzwischen wachsen alle mit dem Computer auf, und in zehn Jahren wird man vielleicht sagen "Ich brauche keine CDs mehr, ich habe es lieber alles auf meiner Festplatte".

Peter Clausen:
Wobei es für mich eine furchtbare Vorstellung ist, keine CDs mehr kaufen zu können.

Oliver Rohrbeck: Klar. Viele Kollegen aus dem Hörbuchbereich machen ja auch super Digipacks und schöne Booklets. Das ist alles sehr hochwertig, und meiner Meinung nach der Sache auch angemessen. Aber ich glaube, dass der Downloadbereich sich auf Dauer nicht aufhalten lassen wird. Dann sagt man sich eben "Ich kriege es im Netz für drei Euro weniger, dann lade ich es mir einfach runter. Und die Bilder kann ich mir auch auf der Internetseite ansehen".

Peter Clausen:
Warum glaubst du denn hat ausgerechnet Deutschland noch immer eine so dominanten Hörspielkultur?

Oliver Rohrbeck:
Sie wurde bei uns natürlich sehr gepflegt. Die Drei Fragezeichen , die Fünf Freunde und was sonst noch so Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger gemacht wurde, hatten einen sehr großen Einfluss.. Wenn die Kinder Abends gefragt haben, ob sie noch einen Film sehen durften, haben die Eltern geantwortet: "Nein, du darfst aber noch eine Kassette hören". Und heutzutage sind die Leute es dann immer noch gewohnt diese Hörspiele zum Einschlafen zu hören. Das ist ein großer Vorteil, den wir im Vergleich zu anderen Ländern haben. Ich habe mal ein Interview für das japanische Fernsehen gegeben, und dort wusste man gar nichts damit anzufangen, ebenso wie wir in Deutschland lange Zeit nichts über Mangas wussten. Die Japaner waren in einer unserer "Master of Chess"-Liveaufführungen, und waren völlig baff - da lesen sich Leute etwas vor, und das Publikum jubelt. Das ist ein Phänomen.

Peter Clausen:
Und was sind deiner Meinung nach die größten Stärken und Schwächen des Mediums Hörspiel?

Oliver Rohrbeck:
Die größte Stärke ist definitiv die Freiheit. Man hat alle Möglichkeiten, viel mehr sogar noch als im Film. Für Sachen, die wir mit drei Sounddateien darstellen können, benötigt der Film ein Riesenbudget. Im Hörspiel sagt man, "Komm, wir gehen da rüber und klauen das teuerste Motorboot der Welt", dann macht man ein schönes Motorengeräusch, und die Illusion ist perfekt. Das kann der Film nicht schaffen.

Peter Clausen:
Und man kann natürlich auch Geschichten erzählen, die im Film nicht möglich sind. Beispielsweise könnte man im Hörspiel eine Story bringen, die komplett im Dunkeln spielt. Im Film ist das auch nicht möglich.

Oliver Rohrbeck:
Ich sehe eigentlich nur Stärken. Man müsste eben bloß ein breiteres Forum schaffen, weil es noch nicht so verbreitet ist. Momentan wird gerade wieder versucht eine Hörbuchzeitschrift zu etablieren, und man kann wirklich nur hoffen, dass das Projekt Erfolg hat. Sowohl für den "seriösen" Hörbuchmarkt als auch für die Hörspielgemeinde. Wenn es wirklich mal ein Fachmagazin gäbe, könnten wir da auch mit unseren Veranstaltungen rein. Es ist irre schwer, die Leute direkt zu finden. Momentan bleibt einem nichts anderes übrig als in Literaturzeitschriften Werbung zu machen. Ich denke da nur an unsere Dracula-Veranstaltung im letzten Jahr. Da mussten wir auch drei Veranstaltungen absagen, weil wir einfach in bestimmten Gebieten die Leute nicht erreicht haben. Ich gehe aber davon aus, dass es auch in diesen Gegenden genug hörspielbegeisterte Menschen gibt, sie haben bloß einfach nicht erfahren, dass diese Veranstaltung stattgefunden hat. Aber wie kommen wir an die Leute ran, so dass wir gezielt sagen können: Hallo, hier gibt's uns, wir sind da. Hört doch mal bei uns rein? Da muss man einen Kanal finden, um die Leute direkt zu erreichen.

Peter Clausen: Ihr habt ja mit der Lauscherlounge auch schon mehrere Adaptionen literarischer Klassiker produziert. Ist das eine persönliche Vorliebe?

Oliver Rohrbeck: Jein. Einerseits ist mir natürlich eine persönliche Freude, etwas wie Dracula zu produzieren. Und die Geschichten, die wir bei den "Drei Geschichten" genommen haben, waren super. Andererseits lag es natürlich auch daran, dass diese Werke rechtefrei sind. Jeder Verlag hat beispielsweise Edgar Allen Poe im Programm. Weil es rechtefrei ist, kann man dann natürlich auch dementsprechend damit herumexperimentieren. Aber wir wollen in Zukunft auch verstärkt Stoffe selbst schreiben, oder die entsprechenden Rechte erwerben, um ein eigenständiges Programm zu haben. Das ist uns sehr wichtig. Wir haben mit der Lauscherlounge in den letzten vier Jahren jetzt jede Menge Aufbauarbeit geleistet. Angefangen haben wir mit Veranstaltungen, seit einem Jahr haben wir auch ein Plattenlabel, eigene Studios und machen inzwischen auch Auftragsarbeit für andere Verlage. Und diese Arbeit wird sehr gut angenommen, momentan sind wir ziemlich ausgebucht. Natürlich dürfen wir trotzdem unsere eigenen Hörspiele nicht vergessen.

Peter Clausen:
Sollen diese Hörspiele dann eigentlich eher länger laufende Serien werden, oder werdet ihr eher auf Einzelproduktionen setzen?

Oliver Rohrbeck:
Sowohl als auch. Bei diesen Klassikergeschichten aus dem Filmbereich sind wir gerade auf der Suche nach Einzeltiteln, die sich inhaltlich ergänzen. Das wäre dann also eine Reihe, die sich quasi aus Einzeltiteln zusammensetzt. Wir werden aber auch richtige Serien wie z.B. den Richard Diamond herausbringen. Dann gibt es noch eine andere Serie namens "Story Wanted: Die Fälle des Sam Gibson", die wir wahrscheinlich im nächsten Frühjahr herausbringen werden. Das ist eine komplett neu entwickelte Geschichte, die wir im Moment schreiben. Nächste Woche werden wir zur Probe mit der Lauscherlounge eine Liveaufführung zu dieser Serie machen. Und so werden wir dann unsere Programmpalette erweitern.

Der grüne GeistDer seltsame Wecker

Peter Clausen: Inzwischen sind ja seit dem Relaunch der Drei Fragezeichen... oder der "Drei" einige Monate vergangen. Wie hat sich die Situation inzwischen für dich entwickelt? Sind die alten Zweifel aus dem Weg geräumt, oder vielleicht neue aufgetreten?

Oliver Rohrbeck:
Zweifel gibt es immer. Und die Trauer über die Situation besteht auch immer noch, zumindest von unsere Seite aus. Aber es ließ sich eben auch nicht umgehen. Die Titeländerung ist schade, aber an die Namensänderung von Justus zu Jupiter habe ich mich inzwischen gewöhnt.

Peter Clausen:
Ich hatte damit eigentlich auch keine besonders großen Schwierigkeiten.

Oliver Rohrbeck:
Viele sagen natürlich noch "Nein,das geht nicht". Aber andererseits bin ich mir auch nicht sicher, wie viele Hörer damit wirklich nicht zurechtkommen. Ich bin wirklich niemand, der sich nur nach Verkaufszahlen richtet, aber die Auflage ist genauso groß wie immer. Es wurde super angenommen, und die Leute hören es trotzdem gern weiter. Wir haben ja auch versucht, noch ein paar weitere Änderungen zu integrieren, die vorher nicht möglich waren. Wir haben vorher bereits eine ganze Zeit darauf gedrängt, die Musik zu verändern, und zum Relaunch war dann endlich der richtige Zeitpunkt gekommen. Das ist in meinen Augen ein sehr großer Vorteil. Und die Geschichten sind auch gut. Dass es einen Knall von der Produktionsseite aus gegeben hat, finde ich gar nicht so schlimm. Die Änderungen wären sonst wirklich schwerer gefallen. Niemand ändert gern ein gut laufendes Konzept. Jetzt musste aber etwas verändert werden. Die Titeländerung ist aber wirklich ärgerlich. "Die Drei" ist ein annehmbarer Titel, da standen noch ganz andere Vorschläge im Raum. Aber wir haben dann entschieden dass es "Die Drei" heißen muss, in Anlehnung an "The Three Investigators". Wir haben auch erwogen, den englischen Originaltitel für die Hörspiele zu verwenden, aber das lässt sich eben nicht so flüssig aussprechen, also musste etwas knackigeres, kürzeres her, dass sich trotzdem aufs Original bezieht.

Peter Clausen: Ich fand die Änderungen bei den ersten zwei oder drei Folgen noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen achte ich gar nicht mehr darauf.

Oliver Rohrbeck: Klar. "Hallo, hier Jupiter Jones vom Detektivbüro Die Drei". Der Spruch war am Anfang etwas seltsam, aber der Name Jupiter Jones an sich geht eigentlich ziemlich leicht von der Zunge.

Peter Clausen:
Er ist ja auch immer noch der gleiche Charakter. Aber wie geht man emotional mit der Situation um, wenn man sich beispielsweise die verbitterten Hetzereien im Internet durchliest?

Oliver Rohrbeck:
Um ehrlich zu sein, sehe ich mir das kaum noch an. Es war klar, dass die kommen würden. Das passiert ja auch bei allen möglichen Dingen, und nicht nur bei uns. Damit muss dann eben umzugehen lernen. Allen kann man es nie recht machen. Als ich damals die Justus Jonas-Seite ins Leben gerufen habe, gab es das auch. Damals wurde auch im Internet richtig gehetzt. Dann habe ich die entsprechenden Leute persönlich angeschrieben, und dann hieß es natürlich auch "Oh nein, so war es ja nicht gemeint. Das darfst du nicht falsch verstehen". Das konnte man aber nur so interpretieren wie es geschrieben war. Ich habe mich dann mit den Leuten persönlich auseinandergesetzt, und später ging die Hetze in anderen Foren wieder von Neuem los. Ich habe mich da sehr engagiert und viele Fans persönlich angeschrieben. Aber es gibt eben ein paar Großmäuler, und wenn das ihre Meinung ist, kann man sie auch nicht ändern. Wir können es nun mal nicht jedem recht machen, auch vom Inhalt der Folgen her.

Peter Clausen:
Ich habe diese ganze Diskussion damals wirklich mit morbider Faszination verfolgt. Ich kann dieses Internetphänomen sowieso nicht verstehen. Warum verbringen die Leute so viel Zeit damit, Dinge zu hassen, von denen sie doch eigentlich "Fans" sind?

Oliver Rohrbeck:
Genau. Erst gab es Statements von Kosmos, und Sony BMG war der Bösewicht, dann kam wieder ein anderes Statement, und plötzlich war Kosmos der Böse. Die Leute springen hin und her. Aber sind wirklich genug Leute auf diesen Zug aufgesprungen, um es richtungsweisend zu machen? Die Startauflage von "Die Drei" beträgt 40.000, aber im Forum treiben sich nicht annähernd so viele Leute rum. Maximal 50 Leute hetzen, und 300 lesen es. Würde ich zumindest behaupten. Da muss man einfach die Relation sehen, und sagen: "Diese Seiten mit den Foren haben viel Einfluss, aber man darf sich davon auch nicht verrückt machen lassen". Andere Leute, die die Hörspiele einfach nur hören möchten oder sie fürs Einschlafen kaufen, lassen sich davon auch nicht aus der Ruhe bringen.

Peter Clausen: Das Problem ist eben immer, dass die Leute glauben, die komplette Situation zu kennen. Aus den wenigen öffentlich zugänglichen Information heraus kann ich zumindest nicht ableiten, was wirklich vorgefallen ist.

Oliver Rohrbeck:
Ich weiß das auch nicht. Wir wurden auch nicht über alle Punkte aufgeklärt, weil es wirklich zu verwirrend ist, und die juristischen Hintergründe sich entsprechend kompliziert darstellen. Ich habe ein Fernsehinterview gegeben, in dem ich gefragt wurde, wie sich ein kleiner Verlag wie Kosmos gegen den Medienriesen Sony BMG wehren kann. Mit einem solchen Ansatzpunkt ist die Frage natürlich auch schon von vornherein beeinflusst. Und Kosmos ist auch ein großer Verlag, der zu einer großen Gruppe gehört. Und gleichzeitig ist Europa auch nur ein Splitterverlag von Sony BMG. Es stürzt sich ja nicht ganz Sony BMG auf Kosmos und sagt "Wir erdrücken dich mit 15 Anwälten". Europa setzt sich mit denen als kleine Abteilung auseinander, die nicht größer ist als Kosmos.

Von der Rechtslage her stellt es sich für mich so dar, dass es nun einmal Urheberrechte gibt, die Kosmos verletzt. Aber das sollen sie untereinander klären.

Peter Clausen:
Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß.

Oliver Rohrbeck:
Richtig. Ich war ehrlich gesagt sehr traurig über die Anschuldigungen von André Marx . Wir haben uns mit ihm auch noch etwa ein Vierteljahr davor getroffen, und dass er dann plötzlich im Internet so losgestänkert hat, fand ich ein wenig überzogen. Er ist eigentlich ein supernetter Kerl, und ich mag ihn sehr gerne. Aber das fand ich sehr übertrieben.

Peter Clausen:
Wie ist es denn eigentlich, wenn man eine Rolle wie den Justus/Jupiter so lange gespielt hat wie du? Entwickelt man im Lauf der Zeit einen gewissen Besitzanspruch? Gerade wo demnächst der Kinofilm anläuft, könnten solche Gefühle ja aufkommen.

Oliver Rohrbeck: Also, ich kann da hervorragend loslassen. Ich habe mir schon immer gesagt, dass es irgendwann auch vorbei sein wird. Wir können es wirklich nicht unser Leben lang machen, und inzwischen sind wir ja auch alle schon über 40. Es ist ja nur gut, wenn es da eine Veränderung gibt. Und die jungen Schauspieler machen das wirklich super.

Andersrum war es so, dass wir von Anfang sicher waren, dass wir die Charaktere im Film nie sprechen würden. Wir hatten auch immer unsere eigenen Vorstellungen, und wir wollen die Hörspielwelt nicht mit der Filmwelt vermischen. Ich habe mich dann aber bereit erklärt, beim Film die Synchronregie zu übernehmen. Das war eine sehr interessante Aufgabe. Ich habe dann auch beim Casting mitgemacht, und die drei Jungs gefunden, die die Hauptrollen sprechen.

Peter Clausen:
Also ist eure Interpretation eine ganz eigenständige Sache?

Oliver Rohrbeck:
Auf jeden Fall. Unsere Interpretation - wann die Geschichten spielen, wie es aussieht - steht für sich. Es gibt so viele wunderschöne Möglichkeiten, die Hörspielwelt zu interpretieren, und die wollen wir nicht zerstören. Der Film ist eine von vielen dieser Möglichkeiten. Und er ist wirklich gut gelungen. Aber er hat natürlich auch seine Einschränkungen: Die Charaktere haben jetzt Gesichter, man musste sich auf eine Zeit festlegen, in der die Handlung spielt, und alles hat ein entsprechendes Aussehen. Das ist ja im Hörspiel bei jedem anders. Ist es in den Sechzigern angesiedelt? Ist es eine verklärte altmodische Welt, oder doch eher modern? Ich persönlich sehe Justus eigentlich fast schon mit Seitenscheitel und Pullunder. Aber ein Gesicht für ihn habe ich auch nicht wirklich vor Augen.

Ich glaube, wenn man weiterhin die Hörspiele hört, kann man auch weiterhin in seine eigene Drei Fragezeichen-Welt abtauchen, selbst wenn man den Film gesehen hat. Aber der Film ist wirklich nicht schlecht. Er ist modern und actiongeladener als unsere Folgen, schließlich will man ein noch breiteres Publikum erreichen als nur die Kassettengemeinde. Aber was heißt "nur"? Die Kassettengemeinde ist riesig, aber für einen Film ist sie natürlich trotzdem noch zu klein.

Pforte zum JenseitsSeeungeheuer

Peter Clausen: Glaubst du denn, es würde den Film geben, wenn es die Hörspiele nicht gegeben hätte?

Oliver Rohrbeck:
Ohne die Hörspiele wäre der Film nie gedreht worden. Wenn es die Kassetten nicht gegeben hätte, wären sie nie auf die Idee gekommen, diesen Stoff zu verfilmen. Dazu waren die Originalbücher von Robert Arthur zu schwammig. Heutzutage muss man Figuren und Stoffe ja viel akkurater, verzwickter und verwickelter entwerfen. Um drei Hauptfiguren zu entwerfen, muss man sie komplett entwickeln und ihnen ein richtiges Leben andichten. Das hat Robert Arthur damals nicht gemacht. Er hat sich drei Jungs ausgedacht und dann die Geschichten geschrieben. Deswegen waren die Figuren ja auch immer relativ oberflächlich charakterisiert. Andreas leidet ja immer darunter, dass er sagt "Zum Bob gibt es nichts zu sagen. Was macht er außer Recherchen, er hat keinen Charakter". Justus ist superklug, Peter der Ängstliche - das sind auch nur wenige Merkmale.

Peter Clausen: Andererseits haben die Charaktere ja im Lauf der Jahre auch Eigenschaften der Sprecher angenommen und sich verändert. Bob beispielsweise hat im Lauf der Zeit einen sehr angenehmen Sarkasmus entwickelt. Ich weiß jetzt nicht, ob das von Andreas stammt...

Oliver Rohrbeck: Doch, klar. Das hat sich dann verselbständigt.

Peter Clausen:
Haben die Charaktermerkmale, die sich durch eure Arbeit entwickelt haben, denn auch Einfluss auf die Interpretation im Film, so dass man sich beispielsweise gedacht hat, dass sich Bobs Sarkasmus auch dort gut machen würde?

Oliver Rohrbeck:
Der Sarkasmus ist drin, aber die Frage ist, ob er auch bei Bob vorhanden ist. Der Film ist aber auf jeden Fall auch sehr humorvoll. Er ist wirklich gut gemacht, aber noch lange kein Klassiker. Die Kassetten sind ja inzwischen schon zeitlose Klassiker - sie können jederzeit spielen, und laufen jetzt auch schon seit knapp 30 Jahren. Insofern sind es immer noch zwei unterschiedliche Stoffe.

Peter Clausen:
Wie siehst du denn den Charakter des Justus in der Relation zum klassischen Detektiv? Klassische Detektive haben ja ganz bestimmte Charaktereigenschaften. Sie sind exzentrisch, können ohne ihre Helfer schwer in einem normalen sozialen Umfeld funktionieren und lieben Rätsel, haben jedoch am Verbrechen an sich herzlich wenig Interesse.

Oliver Rohrbeck: Und du findest Justus dann zu realistisch, weil er sich auf dem Schrottplatz auskennt, seiner Tante Mathilda hilft und viel zu hilfsbereit ist?

Peter Clausen:
Ganz und gar nicht. Ich finde sogar, dass er ziemlich gut ins altmodische Detektivschema passt. Justus ist mit Sicherheit kein Menschenhasser wie Sherlock Holmes, tatsächlich ist er sogar ein ziemlich netter Mensch...

Oliver Rohrbeck:
Das erinnert mich an die Hörspiele mit der "Denkmaschine", Professor van Dusen. Der ist ja eigentlich auch ein wenig kauzig, aber auch richtig nett.

Peter Clausen: Glaubst du denn, dass Justus ohne seine Freunde in der normalen Welt funktionieren würde?

Oliver Rohrbeck: Nein. Ohne die Freunde würde er nicht funktionieren. Es gab ja mal die Überlegung, dass wir die Serie entsprechend unseres Alters verändern könnten. Dann hätten ich wohl ein Detektivbüro, und die beiden Anderen würden ihm ab und zu in ihrer Freizeit helfen. Der eine wäre dann wahrscheinlich ein erfolgloser Sportler, der inzwischen trinkt, und der andere arbeitet bei der Zeitung, hat aber eigentlich gar keine Zeit seinen Freunden zu helfen. Als Erwachsene müssen sie ja auch Geld verdienen, das würde nicht funktionieren. Wenn, dann funktionieren sie wirklich nur als Dreierbande.

Peter Clausen:
Glaubst du denn, dass ein Zeitsprung zumindest dramatisches Potenzial hätte? Man müsste sie ja nicht zu weit altern lassen, aber im Studentenalter könnte ich sie mir durchaus noch vorstellen.

Oliver Rohrbeck:
Ich glaube nicht.

Peter Clausen:
Ich würde es aber schon interessant finden zu sehen, wie sich die Charaktere verändern...

Oliver Rohrbeck:
Ich auch. Aber es würde nicht funktionieren. Ich will auch nicht wissen wie Tim und Struppi aussehen, wenn sie 20 Jahre älter sind.

Peter Clausen:
Naja, wie Struppi dann aussieht, das kann ich mir schon vorstellen...

Oliver Rohrbeck: Ja, stimmt. Als Gerippe [lacht]. Aber bei uns würden die Figuren als Erwachsene nicht funktionieren. Dann müssten sich auch die Fälle ändern. Es müsste blutigere Fälle geben, und dann würde sich die Frage stellen wie die Drei damit umgehen. Sie können ja nicht ewig bei alten Damen nach versteckten Geheimnissen suchen.

Peter Clausen:
Allerdings gibt es da auch heutzutage einen gewissen Irrglauben, dass erwachsene Detektive entsprechend "erwachsene", ernsthafte Fälle lösen müssen. Was immer das heißt. Dann geht es plötzlich um die Täterpsychologie, Sex, Gewalt, etc. Aber die Frage ist: Muss das wirklich sein? Sherlock Holmes oder Hercule Poirot haben ja auch Fälle gelöst, die strukturell und inhaltlich den Fällen der Drei Fragezeichen sehr ähnlich sind. Sicher gab es auch dort den gelegentlichen Mord, aber das Verbrechen war nie der Fokus der Geschichte.

Oliver Rohrbeck:
Das war bei Professor van Dusen natürlich auch das Schöne. Da ging es auch nicht nur um Mord, sondern auch um ganz andere Fälle, die mit genialen Logikschachzügen gelöst wurden. Professor van Dusen ist im Prinzip der altgewordene Justus. Rechthaberisch, überdurchschnittlicher IQ - das ist wirklich der alte Justus.

Peter Clausen:
Welche Szenen sind dir in den Hörspielen denn am liebsten? Dramatische Szenen, humorvolle Szenen oder introspektive Szenen, in denen die Charaktere erforscht werden?

Oliver Rohrbeck:
Actionszenen machen Spaß. Humorvolle Szenen machen auch Spaß, sind aber immer schwer zu produzieren. Sie dürfen nicht daraus entstehen, dass es gerade im Studio so witzig war, das versteht am Ende keiner. Humorvolle Szenen müssen richtig sitzen. Die müssen vorher gut geschrieben und später dann gut vorgetragen werden. Was richtig Spaß macht, sind dramatische Szenen, in denen es richtig emotional wird.

Peter Clausen:
Macht es auch Spaß, in so einem Fall die Grenzen auszuloten? Es gab ja ein paar wenige Drei Fragezeichen Hörspiele, beispielsweise "Das leere Grab" oder "Das Erbe des Meisterdiebs", in denen wir mal eine ganz andere Seite von Justus gesehen haben.

Oliver Rohrbeck:
Ja, das finde ich super. Das macht wirklich Spaß.

Peter Clausen:
Werden wir solche Szenen auch in Zukunft wieder sehen?

Oliver Rohrbeck:
Wenn es sich vom Stoff her ergibt, sehr gerne! Wenn es da eine Möglichkeit gibt, werden wir die sofort nutzen. Das muss auch einfach sein, so wird alles viel menschlicher.

Peter Clausen:
Sind die Drei Fragezeichen deiner Meinung nach denn eher eindimensionale Charaktere, oder haben sie versteckte Tiefen?

Oliver Rohrbeck:
Nein, sie sind schon eindimensional. Diese bestimmten Charaktereigenschaften muss man jedes Mal herausstellen. Sie haben sich in den letzten Jahren entwickelt, aber es bleibt eben alles im Rahmen. Dass jemand sich wirklich komplett verändert, wäre einfach nicht möglich.

FilmPeter Clausen: In den neuen Hörspielen darf aber natürlich auch nicht darauf angespielt werden, was sich in den letzten Jahren verändert hat. Seht ihr die aktuellen Folgen als direkte Fortsetzung oder doch eher als eigenständige, parallele Kontinuität?

Oliver Rohrbeck:
Eher eine parallele Kontinuität. Es ist aber auf jeden Fall auch eine Fortsetzung, weil wir uns vorher ja auch schon auf die drei Hauptfiguren von Robert Arthur bezogen haben. Für uns hat sich eigentlich nur die Verpackung geändert.

Peter Clausen:
Aber in euren Köpfen sind die vorherigen Abenteuer der drei Detektive immer noch präsent?

Oliver Rohrbeck:
Ja, natürlich! Die sind doch nicht wegzudenken. Die kann man nicht negieren.

Peter Clausen:
Noch eine Frage zum Abschluss: Bei den Drei Fragezeichen Hörspielen habe ich oft das Gefühl, dass euch eine Art freundschaftlicher Antagonismus verbindet. Fast so, als würdet ihr es genießen, euch gegenseitig an die Wand zu spielen und den jeweils anderen aus dem Konzept zu bringen. Liege ich mit dieser Theorie richtig?

Oliver Rohrbeck: Man reizt sich gern. Wir kennen uns ja ziemlich gut. An die Wand spielen wollen wir uns zwar nicht, aber mit Wissen übereinander zu spielen und persönliche Punkte zu finden? Das tun wir schon. Auf jeden Fall.

 Peter Clausen: Vielen Dank für dieses Interview!

 

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Text Copyright Peter Clausen 2007
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