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Gorilla des Monats

bernie 
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Final Fantasy Fables: Chocobo Tales
chocoboSystem: Nintendo DS

Japan (2006), Producer: Yuki Yokoyama, Director: Kouji Yamamoto, Main Planner: Yoshiki Ura, Character-Design: Toshiyuki Itahana,  Art-Director: Naoki Kubo, Musik: Nobuo Uematsu, Additional Arrangments: Yuzo Takahashi
Originaltitel: Chocobo to Mahou no Ehon

Entwickler:
Square Enix
Erschienen bei:
Square Enix / Koch Media
Preis:
34,95 € Final Fantasy Fables: Chocobo Tales bei Amazon.de

Ist das mal jemandem aufgefallen? Die Final Fantasy-Serie schickt sich gerade an, zum neuen Mega-Man zu werden - seit letztem Oktober sind Sage und Schreibe acht Titel die sich im Final Fantasy-Universum verorten lassen in Europa, Japan und den USA erschienen - Final Fantasy XII, Final Fantasy III (DS), Final Fantasy V Advance, Final Fantasy VI Advance, Dirge of Cerberus - Final Fantasy VII, Final Fantasy Anniversary Edition, Final Fantasy XII - Revenant Wings und jetzt eben auch Final Fantasy Fables: Chocobo Tales. Von der gefühlten Zillion weiterer  angekündigter Remakes und Spin-Offs macht das auch den Squenix-treuen Fan etwas mulmig. Ist das eine Übersättigung? Naja, schwer zu sagen -  auch wenn sich das ganze etwas nach Fan-Melkerei anfühlt sind die Spiele ja doch immer recht brauchbar, meistens sogar extrem gut. Und wenn sie so charmant daherkommen wie die Chocobo Tales, dann drücken wir sogar noch schneller ein Auge zu.

Schon auf der PSone hat der kleine Chocobo vier eigene Spiele bekommen - Chocobos Mysterious Dungeon - zwei Spiele mit zufallsgenerierten Labyrinthen Marke Izuna, Chocobo Racing und Chocobo Stallion. Die waren allerdings alle von eher durchwachsener Qualität und haben spielerisch auch nichts mit dem neuen Chocobo Tales zu tun. Inhaltlich dagegen schon, zumindest ein wenig. Der nette gelbe Chocobo lebt zusammen mit anderen Chocobos, der weißen Magierin Shirma und dem schwarzen Magier Croma auf einer lauschigen Farm - die Figuren kennen Veteranen teilweise schon aus früheren Chocobo-Spielen. Natürlich bleibts nicht lange lauschig - Croma schleppt eines Tages ein verfluchtes Buch an das alle Chocobos einsaugt und irgendetwas moderat grimmiges im Schilde führt. Und natürlich liegt es jetzt am gelben Helden-Chocobo, die Sache wieder gerade zu biegen.

ChocoboChocobo

Dafür muss er aber nicht durch die Welt ziehen, Monster hauen und Erfahrungspunkte sammeln wie es bei normalen Final Fantasy-Spielen so üblich ist, stattdessen erforscht der gelbe Laufvogel die Farm und die Umgebung und hält dabei Ausschau nach herausgerissenen Buchseiten. Die kann er betreten und darin dann so manches unterhaltsame Minispiel absolvieren und dadurch Chocobo um Chocobo befreien. Gelegentlich trifft er doch auch auf echte Gegner. Aber die werden nicht mit brutaler Gewalt niedergestreckt sondern zu einem kleinen Kartenduell herausgefordert. Das ist alles jetzt weder furchtbar originell, noch allzu anspruchsvoll - aber es macht Spaß, und das ist ja das wichtigste.

Ob man nun eine Adamantoise per Stylus zum Ziel lenken muss oder Trampolinlinien zieht um eine Figurn möglichst weit nach oben zu katapultieren, der Spielwitz ist allemal vorhanden und die sympathische Grafik die in den Minispielen im gefälligen Scherenschnitt-Look daherkommt hält den Spieler weiterhin bei der Stange. Überhaupt gefällt die grafische Präsentation der Chocobo Tales. Die Entwickler bauen auf die gleiche Engine die bereits das schicke Final Fantasy III antreibt, bieten dabei aber weitaus buntere Farben und scheinen generell technisch gegenüber den Klassiker-Remake ein wenig aufgerüstet zu haben. Die Steuerung lässt sich komplett mit dem Stylus bewältigen und ist sehr schnell verinnerlicht - Chocobo Tales soll weniger die Hardcore-Fans, als die jüngeren Spieler ansprechen. Und das tut es ausgesprochen gut.

ChocoboChocobo

Das soll aber natürlich nicht heißen, dass ältere Final Fantasy-Fans nicht auf ihre Kosten kommen, im Gegenteil, die witzigen Dialoge und die kuriosen Szenarien der Minispiele - oft Final Fantasy-Variationen bekannter Märchen und Geschichten - sind immer wieder für einen Lacher oder zumindest ein verhaltenes Grinsen gut, die hervorragende Musik die fast ausschließlich auf Remixe bekannter 8- und 16-Bit-Tracks von Großmeister Nobuo Uematsu setzt, tut ein übriges, um auch älteren Spieler mit Serien-Affinität an den Handheld zu fesseln.

Wie schon gesagt - Final Fantasy Fables: Chocobo Tales ist kein epochales Handheld-RPG sondern ein flotter, kleiner, sympathisch präsentierter Zeitvertreib für Zwischendurch mit vielen bekannten Figuren, Monstern und Musikstücken. Es ist nicht so gut gelungen wie das hervorragende Dragon Quest Spin-Off Rocket Slime, trotzdem sollten nicht nur erklärte Final Fantasy-Anhänger mal einen Blick auf das witzige Handheld-Abenteuer werfen - das Spiel ist einfach zu nett, witzig und sympathisch, als das man es komplett ignorieren könnte. Steht euch der Sinn nach flott präsentierten Minispielen und Kartenkämpfen könntet ihr euch schneller mit dem gelben Geflügel anfreunden, als euch lieb ist.

Text Copyright 2007 Thomas Nickel
Screenshots Copyright Square Enix

 
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