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Okay, auch in dieser Woche gibt es nur zwei neue Virtual Console Spiele. Aber wenn eines davon Donkey Kong Country 2: Diddy´s Kong Quest ist, dann sehen wir da gerne drüber hinweg. Neben dem fulminanten Rare-Jump'n Run gibt es dann noch den netten Puzzler Mario & Yoshi, und der Vollständigkeit halber nehmen wir uns noch den Kult-Racer F-Zero zur Brust. Donkey Kong Country 2: Diddy´s Kong Quest
Japan (1995), Producer: Gregg Mayles, Director: Kenji Miki, Game-Design: Gregg Mayles, Head-Programmer: Chris Sutherland, Characters / Animation: Steve Mayles, Musik: David Wise Entwickler: Rare Preis: 800 Wii-Punkte (entspricht 8,-€) Große Überraschung: Diddy´s Kong Quest erscheint aus dem Nichts auf der europäischen Konsole, während unsere Freunde in Japan und den USA noch darauf warten dürfen. Im Prinzip ist der Nachfolger des Kultspiels Donkey Kong Country zwar nichts wirklich neues, durch die tatsächlich noch schönere Grafik und die spielerischen Verbesserungen kann man Diddy´s Kong Quest aber zweifelsohne als besten Teil der Serie ansehen. Mit Dixie Kong kommt eine neue Figur ins Spiel - die blonde Affendame ist zwar nicht so flink wie Diddy, dafür kann sie auch besonders weite Abgründe überwinden und dank Zopf ihren Fall bremsen. Und nein, im echten Leben funktioniert das nicht. Veteranen freuen sich, Neueinsteiger schlucken erst einmal: Der Schwierigkeitsgrad von Diddy´s Kong Quest wurde im Vergleich zum Vorgänger ordentlich nach oben geschraubt. In den mehr als 50 Levels warten eine ordentliche Menge an Herausforderungen auf den Spieler. Unfair wirds zum Glück aber nie. Es ist einfach beeindruckend, was Rare vor über 10 Jahren aus dem SNES an Grafikleistung rausgeholt hat. Und da freut es besonders, dass die PAL-Anpassung so gelungen ist - als europäische Entwicklung läuft Diddy´s Kong Quest mit Vollbild und Originalgeschwindigkeit über die deutschen Bildschirme. Ein echter Musskauf für jeden, der auch nur ein wenig mit dem Jump'n'Run-Genre etwas anfangen kann. Spiele dieser Art sind heute definitiv zu selten. 
Mario & Yoshi
Japan (1991), Producer: Shigeru Miyamoto, Director: Hiroshi Yamauchi Originaltitel: Yoshi no Tamago
Entwickler: Nintendo Preis: 500 Wii-Punkte (entspricht 5,-€) Neben dem großen Diddy´s Kong Quest kann eigentlich jede andere (naja, fast jede...) Virtual Console-Veröffentlichung nur verblassen. Daher ist das zweite neue Spiel in dieser Woche der nette, aber durch und durch unspektakuläre Puzzler Mario & Yoshi. Das Spiel mit dem eher belanglosen Namen (das japanische Yoshi no Tamago - "Yoshis Ei" - ist weitaus passender) ist ein typischer Tetris-Nacheiferer. Steine in Form von gängigen Mario-Figuren - Piranha-Pflanzen, Boos oder Goomba - fallen von oben in einen Behälter, unten können Mario oder Luigi die Reihen vertauschen. Immer wieder einmal fallen auch halbe Eier nach unten, Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Gegner zwischen zwei Eierhälften zu bugsieren - die verschwinden dann und der Spieler kassiert dafür Punkte. Erreichen die Gegner dagegen die oberste Spielfeldkante, ist das Spiel vorbei. Mario & Yoshi ist nicht der beste und originellste Puzzler aller Zeiten, dennoch ist das Spiel eine solide Angelegenheit und gerade im Zweispielermodus wirklich spaßig. Wem der Sinn nach Tetris-artiger Unterhaltung ohne das letzte Quentchen Genialität des Vorbilds steht, darf gerne die 5 Euro investieren. Aber erwartet NES-typisch bitte keine PAL-Anpassung. 
F-Zero
Japan (1990), Producer: Shigeru Miyamoto, Director: Kazunobu Shimizu, Chief Programmer: Yasunari Nishida, Art-Director: Takaya Imamura, Masanao Arimoto, Musik: Naoto Ishida, Yukio Kaneoka, Yumiko Kanki
Entwickler: Nintendo Preis: 800 Wii-Punkte (entspricht 8,-€) Wieder nur zwei Virtual Console-Veröffentlichungen in dieser Woche? Kein Problem, werfen wir noch einmal einen Blick auf einen Klassiker, der bereits seit letztem Jahr im Virtual Console-Shop auf willige Käufer wartet: F-Zero. 1990 war das futuristische Rennspiel ohne jeden Zweifel einer der beeindruckensten SNES-Titel überhaupt - die flachen Strecken mit ihren butterweichen Dreh- und Zoom-Effekten, die tolle Spielbarkeit, die treibende Musik... Damals ein absoluter Pflichtkauf. Und auch heute kann sich F-Zero noch sehen und vor allem auch spielen lassen. Trotzdem müssen wir kritisieren: Als einer der ersten europäischen Virtual Console-Releases muss F-Zero noch ohne jegliche PAL-Optimierung auskommen: Während aktuelle SNES-Titel flotter und in Vollbild laufen, gibt es hier die volle Slowdown-Balken-Packung, was natürlich gerade bei einem flotten Titel wie F-Zero unangenehm auffällt. Daher können das Spiel trotz aller Qualitäten nicht uneingeschränkt empfehlen, wer aber über die PAL-Probleme hinwegsehen kann, kriegt ein großartiges Rennspiel, das auch über 15 Jahre nach seinem Release noch motiviert. 
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