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Diese Woche erscheint mit F-Zero X das sage und schreibe 100. Virtual Console Spiel. Was sagt man dazu! Inzwischen tummeln sich einige veritable Hits, etliche fiese Gurken und auch der ein oder andere Fall von "wäre total toll, wenn es ne PAL-Anpassung hätte" auf dem deutschen Marktplatz. Und weil F-Zero X ja tatsächlich ein gutes Spiel ist hat Nintendo in dieser Woche gekonnt ein Gegengewicht geschaffen und mit J.J. & Jeff eine wunderbare spielerische Nullnummer veröffentlicht - Trash-Fans jubilieren. F-Zero X Japan (1998), Producer: Shigeru Miyamoto, Director: Tadashi Sugiyama, Hideki Konno, Assistant Director: Yasuyuki Oyagi, Chief-Programmer: Keizo Ohta, Art-Director: Takaya Imamura, Graphic Design: Katsuhiko Kanno, Musik: Taro Bando, Hajimi Wakai Entwickler: Nintendo Preis: 1000 Wii-Punkte (entspricht 10,-€) F-Zero X ist schnell. Sehr schnell. Man möchte fast sagen abartig schnell. Das weiland lang erwartete Sequel zum SNES-Starttitel F-Zero verlässt sich nur auf eines, und das ist Geschwindigkeit. Extrawaffen á la Wipeout? Fehlanzeige. Aufwändige Streckenbebauung? Hier nicht. Sämtliche Ressourcen fließen in die flüssige Darstellung der Rennstrecken. Insofern ist die Spielbarkeit tatsächlich ausgezeichnet. Dank 60, in der europäischen Version 50 fps steuern sich die futuristischen Flitzer butterweich über die Strecke und so Manchem dreht sich bei besonders wilden Kurven und Schraubenziehern schonmal der Magen um. Selten hätten wir uns aber auch auf der Virtual Console eine Demo-Funktion mehr gewünscht als hier, denn an F-Zero X scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf die gnadenlose Geschwindigkeit, andere wünschen sich dagegen mehr grafische und spielerische Abwechslung. Mehr als Strecke und Bitmap-Hintergrund ist oft nicht zu sehen. Auch die etwas trashigen Charakter-Designs und der markige Soundtrack sind nicht jedermanns Geschmack. Spielerisch überzeugts dafür aber voll und ganz - besonders die Turbo-Funktion, die gleichzeitig die Schiffsenergie absaugt gibt der Raserei einen angenehm taktischen Einschlag. F-Zero X ist ein durchaus würdiger 100. Titel auf dem Wii-Marktplatz. 
J.J. & Jeff Japan (1987) Originaltitel: Kato-Chan Ken-Chan Entwickler: Hudson Preis: 600 Wii-Punkte (entspricht 6,-€) J.J. & Jeff fällt ohne jeden Zweifel in die allseits beliebte Kategorie "Unikum". Wahlweise auch in die Ablage "Total kaputt". Um das gleich zu sagen: J.J. & Jeff ist in keinster Weise ein gutes Spiel. Die Grafiker waren höchst unambitioniert am Werk, die Steuerung ist schwammig und ungenau und von Spielbalance kann meist keine Rede sein. Im Prinzip also ein billiges, kleines Hüpfspielche, das man direkt links liegen lassen kann, auch wenn das ganze etwas von Segas Wonderboy geklaut wirkt. Trotzdem ist J.J. & Jeff interessant und faszinierend. Dies führen wir auf den Massenkarambolagen-Effekt zurück - man kann einfach nicht wegsehen. Tatsächlich ist J.J. & Jeff die Umsetzung eines Actionspiels um zwei japanische Komiker - Kato-Chan und Ken-Chan. Die laufen durch Straßen und treten Zeitgenossen gerne mal in den Hintern, die öffentlich ihre Notdurft betreiben, gelegentlich gehen sie selbst mal in die Knie und lassen ein Lüftchen fahren. Herumflatternde Vögelchen lassen zudem Haufen auf die Protagonisten fallen. Haufen, bei deren Ausmassen man eher an einen ausgewachsenen Wasserbüffel, als an ein zartes Vöglein denken würde. Die US-Konvertierung ist allerdings aufs seltsamste geschnitten: Die Gesichter der Protagonisten wurden ausgetauscht, Leute die mit hochrotem Kopf pressend im Gebüsch saßen tragen nun eine Wolfsmaske und bei dem Typen der an die Laterne uriniert wurde schnell der Urinstrahl wegzensiert so das wir uns jetzt fragen, was der Knabe da eigentlich tut. Die Haufen sind dafür erhalten geblieben. Als Kuriosität kann man sich J.J. & Jeff geben, die schlechte Spielbarkeit, die langweilige Grafik und die nervtötende Musik ersticken aufkommenden Spielspaß aber gleich im Keim. 
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