|

System: PSP Japan (2007), Original Concept: Hironobu Sakaguchi, Image Design: Yoshitaka Amano, Musik: Nobuo Uematsu Entwickler: Square Enix Erschienen bei: Square Enix Preis: ca. 30 € Final Fantasy II bei Amazon.de Und weiter gehts - als wäre das recht halbherzige Remake des ersten Final Fantasy noch nicht genug, muss auch der zweite Teil nochmal dran glauben. Und wir fragen uns ernsthaft: Warum? Klar, es ist das erste Final Fantasy mit tatsächlich definierten Charakteren, Cid hat hier seinen ersten Auftritt und die Handlung ist dramatisch besser als das magere Plot-Gerüst des Erstlings. Doch das mutige, leider aber auch recht verkorkste Kampf- und Levelsystem schafften es in den früheren Versionen (und derer gab es einige) jedesmal recht souverän, den Spielspaß aus dem später durchaus nett präsentierten RPG herauszusaugen. Daher zuerst einmal die gute Nachricht: Durch weiteres Feintuning haben die Entwickler es endlich geschafft, dass das im Prinzip recht sinnige (Attacken werden durch stetiges Angreifen stärker, wer im Kampf Schaden erleidet, steigert auf lange sich seine Lebensenergie...) System endlich auch spielerisch funktioniert und nicht mehr darauf hinausläuft, dass der Spieler Kämpfe künstlich in die Länge zieht und die ganze Zeit seine eigenen Leute angreift, um nach Ende des Kampfes die begehrten Status-Boni einzusacken. Leider gibt es auch schlechte Nachrichten: Der übrige Mehrwert dieser Neuauflage ist ebenso klein wie der der Anniversary Edition des ersten Final Fantasy - neu gezeichnete High-Res-Sprites, neue Hintergründe - das wars.  
Inhaltlich ist Final Fantasy II nur unwesentlich interessanter als der Vorgänger - klar, die Handlung ist schon weit ausgefeilter als im ersten Teil und die Gast-Charaktere bringen etwas Abwechslung in den Spielablauf. Aber spielerisch ist das ganze heute einfach nicht mehr wirklich spannend. Ein Lob für die Musik können wir uns aber auch hier wieder nicht verkneifen - Nobuo Uematsu hat ein paar ganz exzellente Tracks geschrieben, die Arrange-Versionen (die denen der PSone-Fassung entsprechen) klingen einfach toll. Aber wie schon bei Teil 1 ist es einfach schade, wieviel Potenzial hier wieder verschenkt wurde. Hätte Square Enix dem Kampfsystem die Echtzeit-Elemente der späteren Episoden verpasst und neben der Auflösung auch die Animationen von Helden und Monster erweitert, hätte das Spiel weit weniger den unangenehmen Beigeschmack der schnellen Abzocke. So ist es wiederum nur ein Fall für Hardcore-Fans, die wirklich jedes Final Fantasy-Spiel im Regal haben müssen. Verwandte Artikel: Review: Final Fantasy Anniversary Edition Review: Final Fantasy VI Advance Review: Final Fantasy XII Review: Final Fantasy III Review: Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII Review: Final Fantasy V Advance Interview: Nobuo Uematsu Interview: Hiromichi Tanaka Interview: Hiroshi Minagawa Text Copyright Thomas Nickel 2007 Bilder Copyright Square Enix |