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Gorilla des Monats

bernie 
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Virtual Console Vol. 39

Darauf haben wir gewartet - endlich ist eine absolute Perle die niemals im Westen erschien auf der Virtual Console eingetroffen: Treasures Sin and Punishment gehört zum steilsten, was das N64 zu bieten hatte und ist bisher nur einem kleinen Kreis glücklicher Spieler außerhalb Japans bekannt. Prominenter ist da dann Gradius 3 - der Shooter neigt zum Ruckeln, Spaß macht er aber trotzdem. Und auch das dritte Spiel in dieser Woche - Legend of Hero Tonma weiß zu überzeugen - so mögen wir unsere Virtual Console-Updates!

 
Sin and Punishment

sinSystem: N64 Japan (2000)
Originaltitel: Tsumi to Batsu: Hoshi no Keishousha

Entwickler: Treasure
Preis:
1200 Wii-Punkte (entspricht 12,-€)

Der kleine japanische Entwickler Treasure hat bis heute einen legendären Ruf - Grund dafür sind nicht nur die diversen 16-Bit-Perlen und einige steile Titel aus jüngeren Tagen, gerade Spiele wie Sin and Punishment sind es, die den Kult-Ruf des kleinen Entwicklerhauses zementieren. Sin and Punishment ist nur in Japan für das N64 erschienen - und das auch noch in einer recht kleinen Auflage. Da auf dem N64 nie ein Importmarkt wie beispielsweise auf der PSone exisiterte kamen auch westliche Spieler kaum damit in Berührung. Aber die, die es Spielen konnten (und wie ich weiland einen ganzen Haufen Geriebenes dafür hinlegten) sorgten für den nötigen Hype - bestes N64-Actionspiel, Meisterwerk, Kulttitel... jeder schwärmte davon, aber kaum jemand hat das gute Stück je gespielt. Und hier spielt die Virtual Console nun ihre Stärken aus: Im Rahmen von Nintendos Hanabi-Aktion erscheint Sin and Punishment nun im Westen - 7 Jahre nach dem N64-Release in Japan. Und wird das Spiel jetzt seinen Lorbeeren gerecht?

Und ob! Klar - einem Spiel wie Sin and Punishment  geht heutzutage ein gewaltiger Hype voraus und natürlich ist es nicht der endgültige Shooter der alle anderen Spiele in denen Leute mit Pistolen herumrennen überflüssig macht - aber es ist ein verdammt gut aussehendes und verdammt furioses Action-Inferno wie man es aus dem Hause Treasure schätzt. Spielerisch ist es grob gesagt eine Mischung aus etwas Starfox 64 und etwas Space Harrier, allerdings bewegen sich Held und Fadenkreuz unabgängig voneinander. Treasure-typisch werdet ihr quasi nonstop in haarsträubende Situationen und dicke Boss-Gefechte geworfen - wir kennen zumindest kein anderes Spiel in dem man auf einem Stück Metall stehend eine ganze Marineflotte zerlegt... Nintendo hat dem Spiel für die VC-Fassung eine Ladung englische Texte verpasst - der Abspann, das Tutorial und die Menüs wurden übersetzt, die Texte im Spiel selbst werden englisch gesprochen und japanisch untertitelt. Klar, Sin and Punishment kostet gleich 2 Euro mehr als der normale N64-Download. Aber das ist es auch wirklich wert.  

sinsin

 

 Gradius 3

gradiusSystem: SNES
Japan (1990) Visual Design: K. Shimoide, Programmer: K. Hashimoto, T. Tokuda, Y. Matsuhana, H. Takahama, Graphic Designer:  T. Miyoshi, H. Morii, M. Suenaga, Sound Editor: K. Muraoka, K. Uehara, H. Ueko, Y. Morimoto

Entwickler: Konami
Preis:
900 Wii-Punkte (entspricht 9,-€)

Ach, was war das damals für ein Aufschrei - das Super Famicom war frisch erschienen, alle Welt freut sich auf Gradius 3 als wegweisendes Action-Inferno und dann der Supergau: Das Spiel leidet unter Ruckeln, Flackern und Slowdowns! Skandal, Weltuntergang, Armageddon - was hat sich Nintendo nur dabei gedacht, den Prozessor der Nobel-Konsole so niedrig zu takten? Schnell wurde die Maschine für flotte Actionspiele abgeschrieben und Sega-Jünger rieben sich die Hände. gute 17 Jahre später ist das alles nicht mehr so wild - das SNES hat seine gnadenlos steilen Action-Titel bekommen, die Entwickler kamen mit dem Prozessor dann doch irgendwann klar und auch Gradius 3 hat sich derweil als weit besser als sein Ruf erwiesen.

Denn sieht man über die technischen Mängel hinweg bleibt ein grafisch tolles, kreatives und wirklich gut spielbarer Shooter in bester Konami-Tradition. Klar, Gradius 3 erfindet das Rad nicht neu, bietet aber gewohnt gutes Baller-Futter mit dicken Bossen, hübschen Szenarien und klassisch guter Konami-Musik. Der Schwierigkeitsgrad ist wieder einmal nicht von schlechten Eltern, besonders wenn man an einer entscheidenden Stelle das zeitliche segnet und dann mit Minimalbewaffnung antreten darf möchte man gerne doch mal das Pad durch die Pampas feuern. Aber hey, deswegen spielt man ja Gradius. Shooter-Fans die mit technischen Mängeln leben können holen sich die bisher nicht in Deutschland (wohl aber den USA) erschienene Ballerei nach Hause und hoffen, dass Nintendo auch bald den Klassiker Parodius nachschiebt!

gradiusgradius

 

Legend of Hero Tonma

tonmaSystem: PC-Engine
Japan (1991)

Entwickler: Irem
Preis:
600 Wii-Punkte (entspricht 6,-€)

Tonma hat es schwer - auch er kommt in einem sehr gelungenen Actionspiel daher, muss sich aber in dieser Woche gegen Sin and Punishment behaupten. Kein leichtes Schicksal. Aber auch das nimmt er mit Fassung, sind seine Nerven dank des stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrads ohnehin schon ordentlich gestählt. Und hey, einfache Irem-Spiele sind ohnehin nicht allzu häufig.

Und das Legend of Hero Tonma aus dem Hause Irem stammt das merkt man spätestens, wenn man eine der zahleichen Extrawaffen die der rothaarige Held gerne mal benutzt einsetzt - es fühlt sich nicht schlecht an, der liebgewonnenen R-Type Spiegel-Laser (der, der immer im 90°-Winkel an Wänden abprallt) auch mal in einem Jump'n Run einzusetzen! Überhaupt gibt sich Tonma wenig blößen. Die Spielbarkeit passt, die Extrawaffen machen Spaß, die Grafik ist hübsch buntig und die Herausforderung ist gegen Ende enorm - eben ein klassischer 8-Bit-Hüpfspaß. Und für 600 Wii-Punkte auch nicht allzu teuer. Das kann man sich wirklich geben. 

tonmatonma3

  

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Text Copyright 2007 Thomas Nickel
Screenshots Copyright Treasure, Konami, Irem
 
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