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Fast so toll wie die Verleihung des ersten Preises bei einer Hundeschau, dramatisch besser als Oscar, Bambi und die goldene Himbeere: Die Gorilla-Crew (zumindest der Teil der dran gedacht hat) verleiht aufs Feierlichste persönliche, ganz subjektive Auszeichungen für den Kram, den die einzelnen Mitglieder der Rotte besonders toll fanden. Und schon gehts los! Bettina macht den Anfang. Bettina Herbig
Film: Ganz klar hat mich da Hot Fuzz am besten unterhalten - das britische Landleben wie aus dem Bilderbuch und mittendrin Simon Pegg als Supercop. Dass ich das Ganze nicht im Kino, sondern nach einem England-Import auf dem Beamer gesehen habe, tut dem keinen Abbruch. Comic: Ich war dieses Jahr längere Zeit krank und habe es in der Zeit geschafft, Promethea von Alan Moore komplett am Stück zu lesen. Huiuiui! Musik: Auch wenn sie schon etwas älter ist, aber ich hab sie erst dieses Jahr gekauft: In between Dreams von Jack Johnson. Gepflegte Gitarrenunterhaltung mit Lagerfeuercharme - macht sich gut beim Schreiben. Glotze: Rom hatte da einfach alles, was ich mir von einer guten Serie wünsche: eindringliche Charaktere, packende Story - okay, auch wenn man die in jedem Geschichtsbuch nachlesen könnte, in der Serie ist sie aber allemal spannender. Und außerdem hält ja auch noch Dr. House im TV Sprechstunde.
Buch: Mein Liebling dieses Jahr: Der Schrecksenmeister von Walter Moers. Konzert: Leider hab ich's dieses Jahr nur auf das Games Convention Konzert in Leipzig geschafft, aber das fand ich doch sehr ansprechend. 
Cordelia von Teichman
Film: In der Sneak Preview läuft ja oft Schrott, aber dieser Film war so gut, dass ich ihn mir danach gleich noch zweimal im Kino angesehen habe: Die Rede ist natürlich von Hot Fuzz! Brillant bis ins letzte Detail.
Spiel: Den Nintendo DS hatte ich zwar schon letztes Jahr endlich für mich entdeckt, aber die absolute Tetris DS-Sucht kam erst in diesem Jahr. Diese Wi-Fi-Funktion ist tödlich! CD: Was gab es dieses Jahr für tolle CDs! Ash z.B. überzeugen ja mit jedem Album wieder. Ich bin so froh, dass diese Band so beständig Qualität abliefert! Aber trotzdem mussten sie sich dieses Jahr gegen Arcade Fire und Neon Bible geschlagen geben. Das Album ist einfach bombastisch und die Special Edition toll mit Blödsinn (Daumenkinos!) ausgestattet. Konzert: Es könnte schwerer nicht fallen. Was war das für ein tolles Konzertjahr! Aber aufgrund der völlig unerwarteten und wohl für immer in das Gedächtnis aller Anwesenden eingebrannten Hammerstimmung muss es einfach das Konzert der Wombats im Hamburger Molotow am 20. Januar sein. 
Glotze: Was habe ich mitgefiebert, auf Fingernägeln rumgekaut und auch die ein oder andere Träne verdrückt. Die erste Staffel von Heroes hat mich so sehr in den Bann gezogen, wie es noch keine Serie zuvor geschafft hat. Umso enttäuschter bin ich von der Mittelmäßigkeit der zweiten Staffel. Comic: Ich habe zwar dieses Jahr so einige lesenswerte Comics und Manga entdeckt, aber wirklich beeindruckend war "Vertraute Fremde" von Jiro Taniguchi. Es gibt zwar kaum etwas abgegriffeneres, als zu sagen "regt zum Nachdenken an", aber das hat es bei mir tatsächlich getan. Buch: Da nun dieses Jahr der letzte Band veröffentlich wurde, habe auch ich mich endlich mal an Harry Potter gewagt und alle Bände am Stück gelesen. Und habe zwei sehr, äh, kontaktarme Wochen verlebt. Aber es war großartig!  Thomas Nickel
Film: Viele tolle Filme - Hot Fuzz hat alle Erwartungen erfüllt, mit Ratatouille hat Pixar wieder gezeigt, wer die besten Animationsfilme macht, Stardust war der Beweis, dass Fantasy-Filme auch ohne Herr der Ringe-Einfluss funktionieren und der Westernknochen wurde Ende des Jahres noch aufs wunderbarste vom Todeszug nach Yuma gekitzelt. Besonders fasziniert haben mich dieses Jahr aber alte amerikanische "Idea of England"-Filme wie Mrs. Miniver oder Goodbye Mr. Chips. Und da einem gerade bei letzterem das Herz aufgeht wie ein Krebbl ist der auch mein Film des Jahres. CD: Rückblickend fällt mir auf, dass ich in diesem Jahr eigentlich kaum CDs gekauft habe... Von denen die ich erwarb gefiel More Adventurous von Rilo Kiley besonders gut. Trotzdem: Nächstes Jahr muss ich da wieder aktiver werden. Spiel: Das ist nicht leicht. Ich hatte mit drei Spielen in diesem Jahr wirklich abartig viel Spaß - Ubisofts ehrgeiziges Assassins Creed hat es mir angetan, genauso wie Segas Virtua Fighter 5 mich dank Online-Modus auf Xbox 360 fesselte. Und dann war da natürlich noch Super Mario Galaxy, das mit unbeschreiblichem Spielwitz, perfekter Steuerung und einem der besten Scores des Jahres für Furore sorgte. Wer jetzt der Beste war, das vermag ich nicht zu sagen, ich gehe immer noch regelmäßig mit Mario auf Sterne-Jagd (inzwischen hab ich 95 beisammen), genauso regelmäßig trainiere ich aber auch mit Virtua Fighter-Eileen mein Affen-Kung-Fu. Daher erkläre ich ein unentschieden zwischen und Virtua Fighter 5 Super Mario Galaxy.
Comic: Das Jahr war ungemein hochkarätig - Alan Moore war mit dem Black Dossier der League of Extraordinary Gentlemen am Start, der vierte Band von Bryan Lee O'Malleys Scott Pilgrim war exzellent gelungen, viel Spaß hatte ich auch mit diversen Comics des neue DC-Imprints Minx wie Mike Careys Re-Gifters besonders viel Spaß. Trotzdem geht die Krone an den alten Warren Ellis mit Crecy .
Glotze: Das Jahr stand im Namen des Doktors. Die Frage ist nur, welcher Doktor - House oder Who? Während ich mit den House-Boxen über mehrere Wochen beschäftigt war und immer mal wieder entspannt 'ne Folge angesehen habe, waren es bei Doctor Who immer lange Sessions - kaum war eine Folge vorbei, musste noch die nächste angesehen werden. Daher geht der Preis nach England - Doctor Who ist der Beste. Und nächsten Jahr läuft er auch in Deutschland an, lasst euch das nicht entgehen! Buch: Auf dem Heimweg vom Sega-HQ in München drückte man mir Der goldene Kompass von Phillip Pullman in die Hand - damit ich wenigstens weiß, worum es in der Filmumsetzung geht. Zwei Stunden Zug später war das Buch bereits zur Hälfte verschlungen, kurz darauf wurden die beiden nachfolgenden Bände der Trilogie angeschafft.
Jochen Ecke
Buch: Ich habe für meinen Uni-Abschluss zu viele Romane lesen müssen, um überhaupt noch Zeit für ansprechende Freizeitlektüre zu haben. Zwei dünne Bändchen vom entspannteren Jahresende möchte ich aber trotzdem herausheben: Martin Amis' House of Meetings, ein zorniger, kurzer Roman über das Leben im russischen Gulag in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Amis' Prosa war wohl nie besser, rhythmischer, leidenschaftlicher als hier; so gut, dass man sich gezwungen sieht, manche Passagen laut zu rezitieren. Und dann war da noch Jonathan Lethems You Don't Love Me Yet: eine ebenso stilistisch beneidenswerte, melancholische Komödie über die Frage, wem ein guter Song gehört und wo er überhaupt herkommt. Nebenbei: die Sexszenen hier sind ähnlich grandios wie die in Wrights Atonement. Konzert: Ähm... Gogol Bordello, gegen Jahresende, in München? Es war eine Orgie; außerdem hatten sie diesen unschlagbar schmierigen Geigen-Opa dabei, der so anzüglich mit den Augen rollte. Dann waren da noch: ein Sänger, der sich mit Rotwein übergießt und eine ganze Nummer lang mit einem Blecheimer auf dem Kopf umherspaziert. Generelle Zerstörung von Bühnenequipment und schlimme Travestie-Nummern sowie nuttige Tänzerinnen. Das dürfte auch im nächsten Jahr unschlagbar bleiben. Film: Sunshine war eines der intensivsten Kinoerlebnisse, das ich je hatte. Und spätestens seit Regisseur Danny Boyle und Autor Alex Garland auf dem Audiokommentar der DVD die Joseph Conrad-Bombe haben platzen lassen (Heart of Darkness, anyone?), hat der Film für mich noch eine faszinierende Dimension hinzugewonnen. Wer jetzt immer noch glaubt, Sunshine schwenke in Akt drei in einen lächerlichen Slasher um, der soll seine Denkknochen untersuchen lassen. Und dann war da noch Joe Wrights Atonement: der Film mit den besten Händchenhalte-Closeups des Jahres, und einfach ein großartig-schwelgerisches Melodram, noch besser als sein ohnehin schon zum Dahinschmelzen schöner Pride and Prejudice aus dem Vorjahr. In der Klassikerabteilung bin ich für die Entdeckung der Filme Jean Renoirs dankbar, insbesondere für den wundervollen The River (1951).
Comic: Hier gilt ähnliches wie bei der Musik: es war ein eher mäßiges Comic-Jahr (deutsche Reprints von Produkten früherer Jahre einmal ausgeschlossen). Gleichzeitig ist der Vergleich mit einem Jahrgang wie 2006 natürlich unfair: jedes Jahr ohne ein Seven Soldiers of Victory kann natürlich nur fad erscheinen. Grant Morrisons und Frank Quitelys All-Star Superman war wundervoll; die unglaublich reduzierte, aber gleichzeitig sehr dichte Erzählweise kann nur Ergebnis von sehr, sehr harter Arbeit sein. Jetzt schon ein Klassiker. Warren Ellis' Newuniversal erwies sich als erstaunlich dicht und voll aufregender Ideen. Leider habe ich das Black Dossier noch nicht gelesen: wahrscheinlich würde es auf dem Siegertreppchen landen. Vielleicht wird ja 2008 interessanter... CD: Ein insgesamt eher maues Musikjahr, fand ich. Wunderbar war "You and Others" von Vega 4, in all seiner selbstbemitleidenden, hymnisch jammernden Gloria. Die erste Hälfte des Klaxons-Albums "Myths of the Near Future" war ebenfalls gut; die zweite Hälfte weniger. Und selbst wenn es mich als Hype-Opfer brandmarkt: die zweiten Alben von Maximo Park und Bloc Party waren BESSER als ihre Vorgänger. Ich würde sogar behaupten: weitaus besser. Die öffentliche Meinung über diese Produkte kann dabei von mir aus bleiben wo der Pfeffer wächst. 
Anna-Selina Sander
Film: Ich bin in Jubelschreie ausgebrochen, als Hot Fuzz angekündigt wurde, habe jeden noch so kleinen Trailer gefressen und griff sogar zu halblegalen Methoden, um ihn möglichst schnell zu sehen. Meine Helden Edgar und Simon haben mich nicht enttäuscht, daher stand mein Film des Jahres schon im Frühjahr fest. Buch: Keine Neuerscheinung öffnete mir dieses Jahr die Augen, sondern ein etwas älterer Titel. Lange Zeit nachdem ich mich entschloss, einfach kein Lieblingsbuch zu haben und sie stattdessen einfach alle zu lieben, kreuzte Walter Moers' Die Stadt der Träumenden Bücher meinen Weg, und der liebe Hildegunst von Mythenmetz katapultierte sich in mein Herz und wird da wohl auch erstmal bleiben.
Konzert: Auch hier bin ich nicht für Überraschungen gut, außer vielleicht bei der Frage, welches der vier Ash-Lives in diesem Jahr mein liebstes war. Ich entscheide mich für das auf dem Reeperbahnfestival mit vollen 90 Minuten Länge inklusive ganz kurzem Der-Band-Hallo-Sagen am Bühneneingang bei Arschkälte und Regen. Yay! TV: Ich habe dieses Jahr einen Kreuzzug ausgerufen, den Kreuzzug der Spaced - Infizierung meines kompletten Freundeskreises. Und das mit Erfolg! Kurzzeitig hatte meine Band den Namen Skip To The End angenommen (was dann leider auch sofort passiert ist, also war das keine so gute Idee) und wir haben alle wunderbare Stunden mit unseren Alter Egos Tim, Daisy, Brian, Mike und Twist verbracht und sehen sie mittlerweile als die Helden unserer Generation an. Comic 2007: Kurz vor Schluss packte mich angesichts der Trailer für The Dark Night der Batman-Fandom mit seiner ganzen Wucht und ich startete in die Welt der Comics mit Batman - Das erste Jahr von Frank Miller. CD: Falls es noch Leute gibt, die noch nicht um meinen Sinn des Lebens wissen: Auch für die CD des Jahres entschied ich mich bereits im Sommer und eigentlich auch schon ungehört vor dem Release. Schmählich von der renommierten deutschen Musikpresse im Jahresrückblick ignoriert, in den größten Elektrowarenhäusern im Weihnachtsgeschäft nicht geführt, die Band und das Album haben es nicht leicht dieser Tage. Ich plädiere hiermit noch einmal LAUTSTARK für die Großartigkeit von Twilight of the Innocents von Ash, der tollsten Band der Welt. Nein, da müssen auch die ärzte zurückstecken. Sorry, Jungs.
Spiel: Ich muss stolz verkünden, ganz alleine den Weg aus World of Warcraft hinausgefunden zu haben, allerdings ist mein Spiel des Jahres auch eher absehbar, da es sich gleichzeitig um mein All-time favourite Videospiel Final Fantasy VI handelt, diesmal aber in der ganz entzückenden Gameboy-Version mit einer wirklich gelungenen deutschen Übersetzung! Alle, die es noch nicht kennen, verdamme ich hiermit zu vierzig Stunden Mindestspiel. 
 Darina Goldin Film: Traurig, gruselig, spannend und unglaublich zart - Guillermo del Toro ist mit Pans Labyrinth nicht nur der Film des Jahres gelungen, sondern ein Werk, das definitiv in den Kanon eingehen wird. Überhaupt nicht witzig fand ich übrigens Hot Fuzz und Knocked Up - so unterschiedlich können die Geschmäcker sein. Comic: Nana! Der Manga läuft zwar nicht erst seit 2007, aber das macht ihn nicht weniger treffend oder wahr. Hoffentlich ist bald April (denn da erscheint der 18. Band)! Buch: Das ist wohl keine Frage, kein Buch war für mich dieses Jahr so wichtig wie Harry Potter 7. Ja, die Gerüchte, ich hätte mich in meiner neuen Wohnung, in der sich zu dem Zeitpunkt bis auf ein Bett und eine Lampe nichts befand, eingeschlossen, um ihn zu lesen, sind wahr. Konzert: Rilo Kiley im Lido. Ein absolut einmaliges Erlebnis, alles andere kann sich weit, weit hintendran anstellen. 2008 verspricht mit bereits sieben gekauften Konzertkarten übrigens musikalisch sehr spannend zu werden.
CD: Rilo Kileys Under the Black Light hat zwar einige gute Tracks, aber insgesamt reicht es nicht mal für Platz 1 der Jahrescharts. Dover hingegen klingen auf Follow the City Lights zwar mehr wie die Sounds, aber die Musik ist und bleibt spitze.  Peter Clausen Spiel: Ganz klar: Super Mario Galaxy. Zahlreiche andere Spiele, vom grandios altmodischen Contra IV über das spannend erzählte Phoenix Wright 3 bis hin zum erfreulich frischen The Legend of Zelda: The Phantom Hourglass haben mich erstklassig unterhalten, aber nur der Klempner und seine surrealen Weltraumeskapaden konnten mich über Wochen hinweg atemlos an den Bildschirm fesseln und mit permanent vorbildlichem Spieldesign verwöhnen. Frustration? Fehlanzeige? Langeweile? Pustekuchen! Mario Galaxy ist nicht nur eines der besten Spiele dieses Jahres, sondern aller Zeiten!
Buch: Viel Zeit zum Lesen hatte ich dieses Jahr in meiner Freizeit leider nicht. Ein Buch sticht allerdings trotzdem aus der (kleinen) Masse hervor: Happyslapped by a Jellyfish von Karl Pilkington beweist, dass man, mit Verlaub gesagt, kein Genie sein muss, um interessanten Lesestoff zu Papier zu bringen. Im Gegenteil sogar - die bunte Ansammlung von Reiseberichten, Tagebüchern und absurden Gedankenströmen des Querdenkers aus Manchester könnten kaum unsinniger sein. Lang lebe der unkonventionelle Schwachsinn! Film: 2007 war ohne Zweifel das Jahr der Comedy. Und ähnlich wie beim Gros der Gorillas hat auch bei mir Hot Fuzz mit seiner Mischung aus bizarrer Kleinstadtidylle, liebevoll persiflierten Cop-Klischees und nerdigen Popkulturreferenzen problemlos den Sprung aufs Siegertreppchen geschafft. Die Silber- und Bronzemedaille gehen hingegen nicht nach England, sondern in die Vereinigten Staaten, an das grandiose Team rund um Judd Apatow und seinen Zögling Seth Rogen. Mit Knocked Up und Superbad haben besagte Herren den Humor ihrer viel zu früh verblichenen TV-Serien Freaks & Geeks und Undeclared nämlich problemlos auf die Leinwand übertragen. Amerikanische Mainstreamkomödien mit dreidimensionalen Charakteren, interessanten Plots und überraschenden Gags sieht man viel zu selten, aber Apatow und seine Leute beweisen, dass es möglich ist. Man darf gespannt sein, ob sich dieser Erfolg 2008 mit Filmen wie Pineapple Express fortsetzen lassen.
CD: Schande über mein Haupt. Auch 2007 war ich wieder ein musikalischer Philister, wie er im Buche steht! Nach einer genauen Bestandsaufnahme beträgt die Anzahl der in den letzten 12 Monaten erworbenen Musik CDs somit genau ... null. So bleibt mir also nichts anderes übrig, als abermals auf die hervorragenden Hörspiel-CDs der britischen Tonschmiede Big Finish hinzuweisen. Besonders die Audio-Abenteuer vom guten Doctor Who gehören, gewöhnungsbedürftiger Änderungen am Konzept zum Trotz, immer noch zu meinen Favoriten. Glotze: Dass der gute Doctor Who zum nunmehr dritten Mal den Titel meiner aktuellen Lieblingsserie erringen würde, war eigentlich abzusehen und auch im nächsten Jahr wird sich an der Dominanz des zeitreisenden Akademikers in meinem DVD-Terminplan wohl herzlich wenig ändern. Trotzdem gab es auch 2007 wieder einige Perlen zu entdecken, die dem guten Doktor problemlos das Wasser reichen konnten. Während im Klassikerbereich vor allem die Bauarbeiter-Dramedy Auf Wiedersehen Pet und die TV-Inkarnation des belgischen Superdetektivs Hercule Poirot zu beeindrucken wussten, konnten im aktuellen Fernsehprogramm Ricky Gervais und Stephen Merchant erneut ihre Genialität unter Beweis stellen. Dass Extras, die Nachfolgeproduktion zum Welterfolg The Office, es gegen Ende tatsächlich noch schaffen würde an dessen Qualität anzuknüpfen war eine mehr als positive Überraschung. Aussagekräftig, moralisch ambivalent, urkomisch und ein wenig sentimental - warum kann Fernsehen nicht immer so gut sein?

Ruben Schmitt
CD: Fear of A Blank Planet von Porcupine Tree – weil nirgends derartig schöne Harmonien mit präziserer Härte gebrochen werden (auf den Plätzen: Live at The Gorge 05/06 von Pearl Jam und Facelift von Alice in Chains). Konzert: Porcupine Tree in Offenbach - weil es sonst wohl kaum jemand hinbekommen könnte, erst ein komplettes Album zu spielen, einen dann mit den gesammelten Perlen des eigenen Schaffens wegzupusten und all das auch noch im Zusammenspiel mit einer überraschend guten Vorband und höflich-sympathischem Auftreten funktionieren zu lassen (auf dem einen Platz: TOOL in Frankfurt). Buch: A Fire upon The Deep von Vernor Vinge – weil fehlende Charakterausgestaltung angesichts solcher grandioser Ideen, auf denen der Plot fußt, nicht mehr ins Gewicht fällt (auf den Plätzen: Olympos von Dan Simmons und Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann).
Comic: Rocketo – Journey to The Hidden Sea Vol. 2 von Frank Espinosa und Marie Taylor – weil es wohl kaum eine andere Reihe schafft, mit ihrer episch ausgestalteten Welt einem selbst im Hochsommer eine Gänsehaut zu verschaffen (auf den Plätzen: The Nightly News von Jonathan Hickman und Annihilation von Keith Giffen & Co.)
Fernsehen: Disneys Kuzcos Königsklasse – weil die Spin-Off-Reihe nicht nur so aussieht wie Ein Königreich für ein Lama, sondern auch Woche für Woche denselben Humor an den Tag legt (auf den Plätzen: Battlestar Galactica – Season 2.0 und Futurama - Bender’s Big Score ).
Film: Sunshine von Danny Boyle – weil es wohl kein anderer Film schafft, das wissenschaftlich Hanebüchene vergessen zu machen und einen auf solch einen rauschhaften Trip ins Innere mitzunehmen (auf den Plätzen: 28 Weeks Later von Juan Carlos Fresnadillo und Ratatouille von Brad Bird).
Videospiel: Excite Truck von Monster Games – weil es schon lange kein Spiel mehr geschafft hat, einen in einen derartigen Rausch zu versetzen, dass die Gesetze der realen Welt nichts mehr zu melden haben – und weil ich bei Super Mario Galaxy erst vier Sterne habe (auf den Plätzen: Halo 3 von Bungie und Mass Effect von Bioware). |