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Gorilla des Monats

bernie 
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Virtual Console Vol. 53
Es geht bergauf, immerhin gibt es diese Woche schon zwei Virtual Console-Spiele. Ob wir wohl dieses Jahr noch zu den 2997 noch üblichen drei Spielen pro Woche zurückkehren? Hoffen wir es. Diese Woche könnt ihr euch jedenfalls am tollen NES-Action-Adventure StarTropics und am Sega-Geschleime Alien Storm delektieren.

StarTropics

StartropicsSystem: NES
Japan (1990), Director / Script Writer: Genyo Takeda, Chief Programmer: Masato Hatakeyama, Character-Design: Makoto Wada, Musik: Y. Hirai

Entwickler: Nintendo
Preis: 500 Wii-Punkte (entspricht 5,-€)

Seltsame Sache... wenn man sich die Entwickler weiter oben Anschaut sieht man deutlich, dass StarTropics ein japanisches Spiel ist, trotzdem ist es niemals in Japan erschienen, sondern war eine Entwicklung rein für den westlichen Markt. Und tja... da hat Japan in diesem Fall mal wirlich Pech gehabt - denn auch wenn StarTropics mehr oder weniger nach einer weiteren Zelda-Variation (wenn auch nicht so dreist wie die Neutopia-Spiele oder Segas Golden Axe Warrior) aussieht, so bietet es doch so einiges - inhaltlich, grafisch und spielerisch.  

Im Gegensatz zum Fantasy-Schinken Zelda startet StarTropics in unserer realen Welt: Held Mike ist Baseball-Spieler in Seattle und erfährt, dass sein Onkel entführt wurde. Sofort macht er sich auf die Suche und landet schnell in den Tropen. Dort fühlt sich dann tatsächlich alles sehr nach Zelda an - Kämpfe, Dungeons... alles, was man vom Klassiker kennt und schätzt. Neu ist dagegen Mikes Sprungtalent und die etwas ungewöhnliche Steuerung, nach kurzer Zeit hat man die aber verinnerlicht. Kurzum - Action-Adventure-Fans lösen für 500 Wii-Punkte ein Flugticket in die Tropen und freuen sich über ein Umfangreiches Abenteuer. Kenner brauchen sich übrigens keine Sorgen zu machen: Der Brief, der dem Original-NES-Spiel beilag und für die Lösung eines Rätsels benötigt wurde ist hier in digitaler Form enthalten. Bleibt zu hoffen, dass auch die (nie in Europa erschienene) Fortsetzung StarTropics 2 bald ihren Weg auf die Virtual Console findet.

StartropicsStartropcs

 

Alien Storm

Alien StormSystem: Mega Drive
Japan (1991), Game Designer: Valents, Main Programmer: Top, Character-Design: Miyapon, Musik: Psychedelic Chung, Souseki

Entwickler: Sega
Preis: 800 Wii-Punkte (entspricht 8,-€)

Schleimig-grause Aliens machen die Erde unsicher und es liegt an einem Dreierteam Mann-Frau-Roboter in Pseudo-futuristischen Anzügen, der ekligen Brut den Garaus zu machen. Eine recht akurate Beschreibung von Alien Storm wäre "Golden Axe mit Feuerwaffen und Aliens". In den Standard-Levels scheint man wirklich fast nur Hintergründe und Sprites ausgetauscht zu haben, aus dem Sprung wurde ein flotter Sprint und die Figuren bewegen sich generell etwas flotter als bei Segas Fantasy-Keilerei.

Neu sind dagegen die Levels aus der Ego-Perspektive - während das Szenario automatisch an euch vorbeiscrollt nehmt ihr per Fadenkreuz Aliens und Extras ins Visier und vermeidet es, Passanten zu treffen. Alien Storm gewinnt keine Innovationspreise, ist aber ein ordentlich spielbarer Prügler mit angenehm ekligen Gegner. Damals, als das Spiel noch 120 Mark kostete mokierte man sich natürlich zurecht über den etwas dünnen Inhalt und die kurze spieldauer, für 8 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schon besser, gerade zu zweit macht das Alien-Geschleime durchaus Spaß. Daher passt hier tatsächlich die älteste Schreiberlings-Platitüde Deutschlands: "Genrefans greifen bedenkenlos zu." Aber nur dann, wenn sie die besseren Streets of Rage Spiele und das erste Golden Axe bereits durch und immer noch Lust auf Geprügel habe. Und obacht, wie alle Mega Drive Spiele auf der Virtual Console läuft auch Alien Storm nur in müden 50HZ.

 alienstormAlienstorm

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Text Copyright 2008 Thomas Nickel
Screenshots Copyright Nintendo, Sega
 
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