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Gorilla des Monats

bernie 
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Street Fighter Alpha Anthology
cover System: PlayStation 2 

Japan (1995-2006), Produzent: Iyono Pon u.A., Planner: Noritaka Funamizu u.A,.Charakter-Design: Akira Yasuda u.A.
Originaltitel: Street Fighter Zero: Fighters Generation 

Erschienen bei: Capcom
Entwickler: Capcom

Preis: ca. 30 Euro Street Fighter Alpha Anthology bei Amazon.de 

Auf dieses Spiel habe ich seit Jahren gewartet - Automaten-perfekte Umsetzungen aller Street Fighter Alpha-(in Japan Zero)-Episoden,  praktisch frei von Ladezeiten auf einer komfortablen DVD vereint. Das ich das noch erleben darf...
Streng genommen hat Capcom fünf Spiele auf der DVD vereint - Street Fighter Alpha, Street Fighter Alpha 2,  Street Fighter Alpha 2 Gold, Street Fighter Alpha 3  und Super Gem Fighter Mini Mix (in Japan Pocket Fighter). Das klingt jetzt nach Update, Mania, tatsächlich sind aber vier der fünf Spiele grundverschieden, lediglich Street Fighter Alpha 2 Gold ist eher eine Art Directors Cut von Street Fighter Alpha. Daher werden wir auch jeden Titel separat vorstellen.
 
 
bananen 
 
 
alphaartStreet Fighter Alpha
(1995) 
 
Nach Super Street Fighter 2  hatten die Fans der Serie doch etwas genug - trotz neuer Figuren  hatte sich Street Fighter 2 nicht allzu sehr weiterentwickelt seit der ersten Version des Klassikers, der schärfste Konkurrent SNK konnte mit brillianten Prüglern wie King of Fighters und Samurai Shodown ordentlich Fans abwerben und selbst das spieleisch durchwachsene Mortal Kombat sägte eifrig am Genre-Thron. 
 
Also mußte etwas neues her: Anstatt den lange erwarteten dritten Teil zu präsentieren zauberte Capcom ein Prequel aus dem Hut. Das Kämpferfeld wurde radikal verändert: Von Street Fighter 2 waren nur noch Ryu, Ken, Chun Li und Sagat mit von der Partie, dafür wurde neue Figuren wie Rose und Charlie eingeführt, mit Guy und Sodom Figuren aus der Final Fight-Reihe integriert und Birdie und Adon aus dem ersten Street Fighter reaktiviert.  Die Grafik unterzog einer Frischzellenkur: Die Kämpfer wuchsen ein ordentliches Stück in die Höhe und kamen im gefälligen Anime-Stil daher. Neu waren auch die Alpha-Counter: Die sind vom Timing her zwar nicht ganz einfach auszuführen, eignen sich aber ideal um blindlings losdrechende Gegner elegant in ihre Schranken zu weisen.

Trotzdem macht das Spiel einen etwas unfertigen Eindruck; die nur zehn regulären Kämpfer mußten sich teilweise ein paar der in manchen Fällen erschreckend lieblosen Hintergründe teilen. Aber trotz dieser Mangel ist bereits die erste Alpha-Episode eine Spielspaß-Bombe. Die Steuerung war wunderbar flüssig und die in drei Stufen verfügbaren Super-Specials brachten noch eine extra-Portion Taktik ins Spiel. Und warum soll m an Street Fighter Alpha heute noch spielen? Nun, in gewisser weise ist die erste Episode auch die "reinste". Die zehn Figuren sind perfekt aufeinander abgestimmt, die hektischen  Custom-Combos von Teil 2 und auf die verschiedenen -ism-Varianten von Alpha 3 gibt es hier noch nicht. eine besonderheit aller Alpha-Teile ist übrigens das Dramatic Battle: Man tritt mit Ryu und Ken gegen Fiesling Bison an und erledigt ihn im Teamwork! Und wie für alle Street Fighter-Episoden gilt: Man kann sie zwar mit nem Pad steuern, echte Kontrolle und damit den optimalem Spaß hat man nur mit einem ordentlichen Arcade-Stick.  

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Krachige Super-Specials und toll gezeichnete Sprites zeichnen Street Fighter Alpha aus. Leider sind viele der Backgrounds schwächer als diese beiden hier.

 
 
NANE!
 
 
 
alpha2Street Fighter Alpha 2
(1996) 
 
Mit dem zweiten Alpha-Teil gelingt Capcom der große Wurf - alle Kritikpunkte der Fans am ersten Teil wurden behoben. Das Kämpferfeld ist weitaus größer: 18 regulär Anwählbare Kampfkünstler und ein paar weitere im Gold-Update bieten garantiert für jeden Geschmack die richtige Figur. Dazu hat jeder der Helden und Schurken eine eigene Stage. Überhaupt die Stages... bis heute spielen die Alpha 2-Szenarien ganz, ganz oben in der 2D-Liga mit. Die  Szenarien strotzen nur so vor Charme und Details - Ken tritt bei der Geburtstagsparty seiner Freundin Elize auf einer großen Yacht an, im Hintergrund tummelt sich jede Menge Capcom-Prominenz: Da stehen die Forgotten Worlds-Söldner neben Strider Hiryu, Darkstalkers-Felicia räkelt sich im Pool... Briten-Schläger Birdie erwartet euch dagegen im heimeligen Männerklo, Sakura tritt notgedrungen eben im Hinterhof des Elternhauses an während ihr kleiner Bruder die Konsole malträtiert. Bessere Stages bietet kaum ein Prügler.

 Neben den versteckten Kämpfern des ersten Teils die hier regulär spielbar sind hat Capcom wieder Veteranen zurück gebracht: Dhalsim und Zangief kennt man aus Street Fighter 2, der greise Gen ist ein weiterer Altstar aus dem ersten Teil, Rolento ein Zwischengegner aus Final Fight  und Sakura ist eine völlig neue Figur: Die energische Schülerin hat Ryu sehr zu dessen Leidwesen zu ihrem Meister auserkoren und tritt mit interessanten Variationen von Feuerball und Dragon-Punch an.  Originell, sympathisch und spielerisch absolut hochwertig.  

Die stärkste spielerische Neuerung war das Custom-Combo-System: Ist die Special-Leiste voll aufgeladen gebt ihr die entsprechende Button-Kombination ein und könnt nun jede Art von Attacke zu riesigen Combos aneinanderreihen. Die regulären Super-Specials stehen natürlich auch noch zur Verfügung. Die Gold-Variante entspricht im großen und ganzen dem regulären Alpha 2, allerdings sind zwei neuie Figuren mit von der Partie: Cammy tritt in ihrem Shadoloo-Outfit an, Evil-Ryu ist eine böse Variation des Ur-Shoto-Kämpfers. Auch wenn so mancher das anders sehen wird, ich halte Street Fighter Alpha 2 für den Höhepunkt der Serie. Klar, Teil 3 hat mehr Kämpfer, mehr Backgrounds und mehr Super- und Kombo-Variationen, so perfekt ausgefeilt und liebevoll präsentiert wie Teil 2 ist es aber zumindest meiner Meinung nach nicht ganz. Ein absolutes Meisterwerk und eine der Sternstunden von Capcom.
 
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Ryu und Sakura zeigen ihre Shoryuken-Künste im Garten der Familie Kusagano, Kenn und Cammy keilen sich auf Elizas Geburtstagsfeier - spielerisch und grafisch ist Street Fighter Alpha 2 meisterhaft.
 
 
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alpha3Street Fighter Alpha3
(1998) 
 
 Fehlt noch jemand? In Alpha 3 hat Capcom das Kämpfer Line-Up des regulären Street Fighter 2 fast komplett in die Alpha-Seire übertragen: E. Honda, Blanka, Vega... bis auf Army-Schläger Guile (der dann in den Heimumsetzungen verfügbar war) sind sie alle mit von der Partie. Und damit nicht genug, auch dismal wurden wieder neue Recken zum Turnier eingeschrieben. Mit Cody kommt ein weiterer Final Fight-Veteran ins Spiel - allerdings tritt er nicht wie erwartet in Jeans und T-Shirt an, er kämpft mit Ketten im Sträflingsanzug. Auch die anderen Kämpfer sind eher ungewöhnlich: Rainbow Mika ist eine blonde Wrestlerin, Karin eine reiche Schulkameradin von Sakura, Juni und Juli sind lediglich abgespeckte Versionen von Cammy. Ganz so gelungen wie die Neuzugänge von Alpha 2 sind die neuen Kämpfer also nicht, interessant sind sie aber dennoch.
 
Neu ist das -ism-system: Ihr wählt zwischen X-ism, V-ism und A-ism. Der X-ism entspricht in etwa dem System von Super Street Fighter 2 - Airblocks gibt es nicht und ihr habt nur einen Super-Level, dafür richten die Attacken größeren Schaden an. Bei V-ism könnt ihr Custom-Kombos benutzen und kämpft recht flott, richtet aber weniger Schaden an. A-ism entspricht dem System der ersten beiden Alpha-Spiele (ohne die Custom-Kombos) und ist das ausgewogenste System. Durch die zahlreichen Systeme und neuen Figuren leidet die Balance etwas, wirklich dramatisch wirkt sich das aber nicht aus.
 
Grafisch ist Street Fighter Alpha 3 noch einmal ein Fortschritt zu den Vorgängern - die Szenarien sind noch einmal detaillierter, die gedämpfteren Farben geben dem Spiel seinen ganz eigenen Flair, mir persönlich gefällt die Optik von Teil 2 dennoch etwas besser. Im Gegensatz zur Automatenversion wurden der Heimumsetzung noch einmal eine ganze Menge Extra-Modi spendiert, darunter der World-Tour Modus in dem ihr den Kämpfer eurer Wahl trainiert und aufbaut, von diesen Bonus-Modi hat es leider keiner in die Anthologie geschafft, genau wie keiner der neuen Kämpfer der verschiedenen Konsolenumsetzungen mit von der Partie ist - auf Maki, Eagle und Ingrid wird zugunsten der perfekten Automatenkonvertierung verzichtet. Street Fighter Alpha 3 ist eine sehr abwechslungsreiche Prügelei  und ganz nebenbei die Street Fighter-Episode mit dem größten Kämpferaufgebot.
 
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Wrestler unter sich - Der feiste Zangief und die energische Mika treffen sich im Ring, Rückkehrer Blanka versetzt Dan gleich einen ordentlichen Schlag.
 
 
Bananuka
 
 
pocketartSuper Gem Fighter Mini Mix
 (1997)
 
Super Gem Fighter Mini Mix  eignet sich hervorragend zur Erholung vom taktischen Prügelalltag. Die Keilerei mit dem sperrigen Namen (in Japan ist das Spiel unter dem weitaus griffigeren Titel Pocket Fighter bekannt) überrascht mit knuffigen Super-Deformed Sprites - Capcom-Kenner stellen schnell fest, dass es sich um die Sprites der Knobelei Puzzle Fighter handelt. Die komplexe Street Fighter-Steuerung wurde stark eingedampt: Ein Knopf für Schläge, einer für Tritte, ein Special-Knopf und einer für die witzigen Taunts - mehr braucht der Taschenkämpfer von Welt nicht. 
 
Was die Knubbelhelden an Steuerungsvielfalt eingebüßt haben machen sie durch eine volle Garderobe wett. Eines der spielbestimmenden Elemente ist das Costume-Combo. Ja, richtig gelesen - Costume, nicht Custom! Bei langen Schlagfolgen wechseln die Helden öfter mal das Outfit: So hat Darkstalkers-Felicia auf einmal Megamans blauen Helm auf, Sakura wechselt zum Badeanzug und Morrigan packt als Krankenschwester die große Spritze aus. Spielerisch nicht sehr anspruchsvoll, dafür aber enorm witzig.
 
Das wichtigste Element neben den Kostümen sind die Edelsteine. Erfolgreiche Attacken fördern jede Menge der wertvollen Klunker zu Tage - die sammelt ihr auf und euer Level und damit auch die Stärke der Attacken und Vielfalt der Kostüme nimmt zu. In Sachen Spieltiefe kann es die Chaos-Prügelei natürlich nicht mit den ausgewachsenen Street Fighter-Episoden aufnehmen, dafür überzeugt der Titel mit ordentlich Spielwitz und Capcom-typischem Cross-Over: Ryu, Ken, Chun Li und Zangief kennen wir von Street Fighter 2, Sakura hat sich von der Alpha-Serie beurlauben lassen, die Darkstalkers werden von Felicia, Hsien-Ko und Morrigan vertreten, und die Model 3-Automaten Red Earth und Street Fighter 3 haben mit Tessa und Ibuki Repräsentanten geschickt. Eine feine Abrundung einer sehr feinen Spiele-Sammlung.
 
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Abwechslung ist bei Super Gem Fighter Mini Mix trumpf - Felicia wechsekt ins Megaman-Kostüm, Ibuki reitet auf der feuerspeienden Ninja-Kröte und Sakura und Morrigan beharken sich mit ihren Feuerbällen.  
 
 
Banana-Joe
 
 
Donnerknispel, eine solch feine Spiele-Sammlung sieht man nicht alle Tage. Lasst euch nicht täuschen. Das ist keine Kollektion angestaubter Automaten á la Namco, das ist eine Sammlung mit einigen der bis heute feinsten und auch schönsten 2D-Prügler. Hier stimmt fast alles - Umfang, Design, Steuerung... natürlich, ein Guilty Gear sieht heute weitaus moderner aus, in Sachen Art-Design und Spielbarkeit macht den Capcom-Hits dagegen so schnell keiner was vor. Und natürlich kann man anfangen zu nölen - wo ist der Online-Modus, wo sind die Art-Gallerien? Aber mal im ernst - wer braucht sowas noch, wenn er für magere 30 Euro diese geballte Ladung Spielspaß kriegt? Und spätestens wenn der Hyper-Modus freigespielt ist bei dem ihr jede Figur in jedem -ism aus Teil 3 und drei neuen Systemen (unter anderem dem aus Darkstalkers) muß auch der letzte Nörgler anerkennen: Derart gute Spiele gibt es heute einfach viel zu selten.
 
Text Copyright 2006 Thomas Nickel
Spiele, Artwork & Screenshots Copyright Capcom

 
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