Yay! Zwei Spiele in einer Woche! Rieche ich da etwa Hoffnung, dass sich er Virtual Console-Ausstoß wieder erhöht? Ich wage kaum daran zu denken... Kommen wir also schnell zu den Spielen. Phantasy Star II ist eine echte RPG-Legende, allerdings ist das gute Stück bereits fast 20 Jahre alt. Eternal Champions war dagegen einer der vielen Prügler, die auch etwas vom großen Street Fighter-Mortal Kombat-Kuchen abhaben wollte. Trotzdem hat die Sega-Klopperei ein paar nette neue Ideen. Phantasy Star II System: Mega Drive Japan (1999), Producer: Yuji Naka, Director: Akinori Nishiyama, Assistant Director: Hirota Saeki, Character Design: Toru Yoshida, Music Composer: Tokuhiko Uwabo Originaltitel: Phantasy Star II: Kare Razaru Toki no Owari Warini Entwickler: Sega Preis: 800 Wii-Punkte (entspricht 8,-€) Zunächst gebe ich offen zu: Beim Thema Phantasy Star, gerade bei den alten 16-Bit-Episoden bin ich in gewisser Weise befangen - verständlich, gehörten die doch zu meinen ersten, prägenden Spiele-Erfahrungen überhaupt. Und gerade mit dem zweiten Teil verbinde ich doch eine gewisse Nostalgie. Also, versuchen wirs erstmal objektiv. Phantasy Star II ist ein klassisches Rollenspiel japanischer Machart. Mit einer Viererparty zieht ihr durch das Algo-System, verhaut jede Menge Monster in rundenbasierten Zufallskämpfen und durchforstet riesige Dungeons. Neben dem gerade für damals sehr originellel Science Fiction-Setting fällt vor allem der hohe Schwierigkeitsgrad auf - die Rate an Zufallsbegegnungen ist sehr hoch, die Monster stecken jede Menge Treffer ein und neue Waffen kosten ordentlich viel Geld - ohne ausführliches Level-Grinden ist der Ofen schnell aus. Zudem sind die Dungeons nicht groß, sie sind riesig, bereits das erste Labyrinth ist ein vierstöckiges Monstrum für das ihr mehrere Anläufe brauchen werdet - kein Wunder, dass dem Mega Drive-Original ein umfangreiches Lösungsbuch beilag. Tja, das sind einige Gründe, warum man das Spiel vielleicht besser als nette Erinnerung behält, als sich heute als Einfach-RPG verwöhnter Spieler in die monsterversuchten Dungeons zu stürzen. Andererseits war Phantasy Star II inhaltlich seiner Zeit weit voraus - gemeine Plotwendungen, tragische Charakterschicksale und ein bis heute sehr umstrittenes Ende... zudem ist Phantasy Star II mal tatsächlich ein Spiel, dem die 50HZ-Bremse nicht die Beine bricht. Aber was schreib ich lange herum - vor einiger Zeit hatten wir einmal eine lange Phantasy Star-Retrospektive - dort steht alles weitere wissenswerte. Oh, und bevor ichs vergesse: Wie viele andere Sega Mega Drive Spiele befindet sich auch Phantasy Star II in der hier schon oft empfohlenen Sega Mega Drive Collection - gemeinsam mit dem interessanten Phantasy Star III und dem fulminanten Phantasy Star IV. Also - habt ihr noch ne PS2 oder ne PSP am start, spart euch den Download und holt euch die Collection. 
Eternal Champions System: Mega Drive USA (1993), Designer and Executive Producer: Michael Latham, Lead Artist and Animator: Albert Co Lead Programmer: John Kuwaye, Technical Director: Christopher Warner Entwickler: Sega Preis: 800 Wii-Punkte (entspricht 8,-€) Auf der Virtual Console wird schon seit längerem ordentlich geprügelt - diverse Street Fighter-Variationen stehen zur Verfügung, selbst ein King of Fighters ist am Start... da muss ein Prügler schon einiges tun, um aus der Masse rauszustechen. Bei Segas Eternal Champions klappt das leider nur halbwegs. Setting, Figuren und Plot gefallen - alle Figuren sind die besten Kämpfer ihrer Zeit und kamen zu früh ums Leben. Doch der Eternal Champion gibt ihnen aber eine zweite Chance: Er veranstaltet ein Turnier, der Gewinner darf ins Leben zurückkehren und sein Schicksal verändern. Und so kommt es zu einem ziemlich interessanten Charakteraufgebot: Vom keulenschwingenden Höhlenmenschen über die Kunoichi in Netzstrümpfen bis hin zum futuristischen Muay-Thai-Ass ist einiges vertreten. Grafisch geht das für Mega Drive entwickelte Eternal Champoins ebenfalls in Ordnung - große Sprites und nette Szenarien gefallen, auch wenn ein paar mehr Animationen nicht verkehrt gewesen wären und manche Szenarien etwas arg pixelig wirken. Spielerisch muss sich Eternal Champions aber leider der japanischen Konkurrenz geschlagen geben. Viele Specias sind zu kompliziert auszuführen, die Gegner wehren sich oft eine Spur zu hart und wenn ihr eine Runde verliert werdet ihr sogar zum vorherigen Gegner zurückgeworfen. Von der 50HZ-Problematik natürlich ganz zu schweigen. So lohnt sich Eternal Champions wirklich nur für harte Genrefans die sich auf für die ungewöhnlicheren und durchaus auch etwas durchwachseneren Genrevertreter interessieren. 
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