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bernie 
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Buffy the Vampire Slayer Season 8

BuffyAutor: Joss Whedon , Zeichnungen: Georges Jeanty

Erschienen bei: Dark Horse
Preis: ca. 11 € Buffy: The Long Way Home (US) bei Amazon.de
             14,95 €  Buffy: Die Rückkehr der Jägerin (dt.) bei Amazon.de

Als bei Buffy the Vampire Slayer nach der siebten Staffel Schluss war, hatte Joss Whedon das beste mögliche Ende gefunden: Mit der letzten Buffy-Folge hat er die ganze Mythologie zerstört. Es gab keine auserwählte Jägerin mit der kurzen Lebenserwartung mehr. Die Geschichte, die sich jahrelang darum drehte, wie Buffy durch den Kampf zwischen ihrem Schicksal und ihrem freien Willen zur legendärsten und stärksten Jägerin wurde, war erzählt. Deutlicher zu sagen "The end's not near, it's here," hat nicht mal Queer as Folk UK geschafft.

Doch so ganz hat Joss Whedon sein Baby offensichtlich nie vergessen. Denn wo die Geschichte von Buffy endet (und wer ab hier weiterliest, sollte mit dem Ende der Serie vertraut sein oder keinen Wert auf Spannung legen) beginnt eine neue Welt, in der Tausende von Mädchen plötzlich Superkräfte haben. Fast zwei Jahre nach der Ausstrahlung der letzten Episode ist sie also da: Buffy the Vampire Slayer, Staffel 8. Der Comic.

Sicherlich hätte Buffy Summers selbst auf die Frage von Faith, was sie denn jetzt machen will, nicht gerade mit "1800 Jägerinnen anführen und ausbilden" geantwortet. Doch als lebende Legende kann man sich nicht einfach so aus dem Geschäft zurckziehen. "Jetzt sagt jeder Ma'am zu mir," erklärt sie auf den ersten Seiten und leitet damit das erste Paperback ein, das hauptsächlich dazu dient, die neue Buffy-Welt zu erschaffen. Dass die Menschheit jedoch nicht gerade begeistert ist, wenn unter ihnen plötzlich Superhelden aufauchen, die keine albernen Masken tragen, wissen wir ja schon seit den X-Men (für die Joss Whedon übrigens ebenfalls mal geschrieben hat). Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Militär sich angegriffen fühlt und zum Gegenschlag ausholt. Dabei finden sie bei den Ausgrabungen in dem ehemaligen Sunnydale unerwartete Hilfe... Und dann ist da noch das Oberböse, alles wie es sich gehört.

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Seit "Choices", der letzten im Fernsehen ausgestrahlten Folge, sind ein paar Jahre vergangen. Buffys Welt hat sich unendlich verändert. Es gibt nun organisierte Gruppen, Kommandozentralen mit Bildschirmen, Satelliten, Hexen und Medien, Uniformen. Es gibt einen unsagbar cooler gewordenen Xander. Eine mächtig starke Willow. Dawn mit einem Riesenproblem. Die wenigen Charaktere, die noch fehlen, dürften in den späteren Ausgaben wohl für Überraschungen sorgen. Zudem bieten die vielen Jägerinnen, die weltweit erwacht sind, mehr als genug Material für neue Beziehungen und interessante Nebenhandlungen. Eine davon findet sich bereits im letzte Kapitel dieses Paperbacks, die fast eigenständige und unglaublich rührende Geschichte "The Chain" ist es bereits wert, "Long Way Home" zu besitzen.

Und dann ist da natürlich die Optik. Vorbei sind die Zeiten der schlechten Computergrafiken und himmelhochschreiend schrecklichen Outfits. Geblieben sind Joss Whedons Art, eine Geschichte atemberaubend schnell in Bildern zu erzählen und sein großartiger Wortwitz. Dazu Armeen von Mädchen gegen Armeen von Zombies, irre Magie und einige sehr coole Dämonen. Auf dem Papier ist eben alles möglich, ohne gleich unglaubwürdig zu sein. Georges Jeantys Art, das ganze auf Papier zu bringen ist der Sache angemessen, wobei er zum Glück nicht die Schauspielering Sarah Michelle Gellar, sondern seine eigene Version von Buffy zeichnet. Näher an Portraits sind die wunderschönen Coverillustrationen von Jo Chen, die es nicht umsonst als Poster und Litographien zu kaufen gibt.

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Neben Joss Whedon selbst schreiben auch einige andere Namen für die Serie, die den Fans nicht unbekannt sind. Drew Goddard und Jane Espenson sind zum Beispiel mit an Bord. In Heftform ist Buffy inzwischen weit über den zweiten Paperback (für den Juni angekündigt) hinaus, in Deutschland wurde der erste gerade übersetzt und lauert in Bahnhofskiosken neben diversen Mangas.

Jeder, der die Buffy-Fernsehserie gemocht hat und die Bereitschaft mitbringt, keine Photostory mit Schauspielen zu erwarten, wird den Comic lieben. Auch manch einer, dem die TV-Action zu lau war, sollte der Comic-Version eine Chance geben. Aber auch Menschen, die noch nie etwas von Buffy gehört haben, können hier den Anfang einer spannenden Geschichte erleben - gut, die vielen Seitenhiebe auf früher gehen an ihnen vorbei, aber so ist es eben mit Sequels.

Bleibt dann also zu hoffen, dass Joss bald auch mit den Firefly-Comics weitermacht.

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Interview mit Joss Whedon  

Text Copyright 2008 Darina Goldin
Bilder Copyright Dark Horse

 
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