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Gorilla des Monats

bernie 
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Virtual Console Vol. 67
Und wieder mal haben wir eine Ein-Spiel-Woche, aber zumindest ist der aktuelle Neurelease auf der Virtual Console eine relativ substanzielle Angelegenheit: Phantasy Star III hat in der Rollenspieler-Gemeinschaft nicht das beste Ansehen, trotzdem ist es unserer Meinung nach wirklich besser als sein Ruf. Nur gibt es dummerweise schon zu viele Sammlungen auf denen das generationsüberspannende Abenteuer bereits angeboten wird... 

 
Phantasy Star III: Generations of Doom

Phantasy Star 3System: Mega Drive
Japan (1990), Produktion: Tsukapon, Writer/Director: Hirota Saeki, Yang Watt, Charakter-Design: Toyo Ozaki, Musik: Izuho Takeuchi

Entwickler: Sega
Preis: 800 Wii-Punkte (entspricht 8,-€)

Ein neues Rollenspiel für die Virtual Console ist eigentlich immer ein Grund zur Freude - auch wenn es das vermeintliche schwarze Schaf einer Serie ist. Denn Phantasy Star III kam 1990/91 bei den Fans der Vorgänger nicht allzu gut an - das extrem zurückgefahrene Science Fiction-Element, die Story deren ohnehin nur leichter Zusammenhang mit dem Plot der beiden Vorgängern erst sehr spät im Spiel offenbart wird und die in vielen Punkten vergleichsweise biedere Präsentation gerade in den Kämpfen konnten damals nicht die hohen Erwartungen erfüllen, zudem wurden aus den riesigen Labyrinthen des Vorgängers kleine Mickerdungeons ohne großartige Verlauf-Gefahr. Die Menüführung in den Kämpfen ist zwar im Grunde die gleiche wie in Teil 2, wurde aber von der Bedienung her etwas umständlicher gemacht und die Monsteranimationen waren schon damals teilweise lachhaft. 

Aber auch wenn das jetzt alles sehr negativ klingt, so hat Phantasy Star III doch seine unbestreitbaren Qualitäten. So ist die Story für sich genommen tatsächlich garnicht mal schlecht, die Musik gefällt mit einigen sehr schönen Kompositionen und das Charakterdesign hat einen sehr schönen 80er-Jahre Charme. Zudem werden durch da Generations-System (bei dem der Held eine aus zwei Heiratskandidatinnen wählt und mit dieser dann einen Sohn zeugt der dem man dann weiter spielt)  vier verschiedene Story-Abläufe und damit auch vier verschiedene Endsequenzen möglich. Gut, die wenigsten werden das Spiel vier mal durchspielen, zumal man dank nur zweier Save-Slots nicht vor allen Heirats-Entscheidungen speichern kann. Aber kurzum: Phantasy Star III ist schwächer als seine Vorgänger und sein Nachfolger, schlecht ist es aber trotzdem nicht. Mehr darüber steht in unserer Phantasy Star Retrospektive.

 

Trotzdem gibt es ein Problem: Momentan haben selbst nicht-japanische Spieler die Möglichkeit, das Spiel auf drei seperaten Sammlungen gemeinsam mit anderen Teilen der Serie zu erwerben: Game Boy Advance-Besitzer suchen die bereits vor einiger Zeit erschienene Phantasy Star Collection mit den ersten drei Teilen, wer eine PS2 oder eine PSP hat kriegt für 20 Euro in der Software-Pyramide die Sega Mega Drive Collection mit den Teilen 2-4 und der Komplettist importiert für etwa 30 Euro die erst vor kurzem vorgestellte Phantasy Star Complete Collection für PS2. Da werden die 800 Wii-Punkte für den 1:1 umgesetzten Virtual Console-Release in 50 HZ auf einmal wieder weniger attraktiv, oder?

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Text Copyright 2008 Thomas Nickel
Screenshots Copyright Sega

 

 
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