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Gorilla des Monats

bernie 
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How I Met Your Mother

how i met your motherUSA (2005 - ????)

Umfang: 2 Seasons á 22 Folgen, Season 3 läuft gerade in USA
Buch:
Carter Bays, Craig Thomas, Chris Harris uvm., Regie: Pamela Fryman, Rob Greenberg, Musik: John Swihart, Darsteller: Josh Radnor, Jason Segel, Cobie Smulders, Alyson Hannigan, Bob Saget

Erschienen bei: Twentieth Century Fox Television

Pro Sieben hat sich mit seinem Sitcom-Einkauf in den letzten zwei Jahren ja nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert. Scrubs und Malcom Mittendrin laufen seit Ewigkeiten in Endlosschleife, und die neuen Serien wie Freddie Prinze Jr. 's Selbstbeweihräucherung Freddie und das Friends-Spin-Off Joey entpuppen sich auch nicht wirklich als die Publikumsmagneten, die man sich erhofft hatte.
Doch mit dem neuesten Fischzug könnte sich das ändern, der Sender hat sich die gefeierte und preisgekrönte (3 Emmys so far) romantische Sitcom How I met your Mother eingekauft, die voraussichtlich ab Sommer 2008 ausgestrahlt werden soll. Anlässlich dessen Stellen wir das ganze hier mal vor.

„ It’s gonna be LEGENDARY! Suit up! “

Das Jahr 2030: zwei Teenager sitzen gelangweilt auf einem Sofa und müssen der Geschichte ihres Vaters Ted (Josh Radner) zuhören, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Die Kids müssen ziemlich viel Geduld aufbringen, denn Ted hat viel Zeit und holt sehr weit aus. So führt ein gewaltiger Flashback zurück ins Jahr 2005, und Ted erzählt bis ins kleinste Detail von der guten alten Zeit als Mid-Twenty-Something.Er fängt gerade an als Architekt durchzustarten, und lebt mit seinem besten Freund Marshall (Jason Segel), aufstrebender Jurastudent, und dessen Dauerfreundin Lily (Alison Hannigan), ihres Zeichens resolute Kindergärtnerin, in einer rumpeligen WG im typischen Sitcom-Style mitten in New York. Ted genießt das Singleleben, mit ausgedehnten Kneipentouren, zwanglosen Dates und jeder Menge Partys.

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„ You dumped a Porn-Star??? “

Doch eines Tages ist es soweit: Marshall und Lily verloben sich nach zehn Jahren Beziehung, und Ted bekommt gewaltige Torschlußpanik. Das sprichwörtliche Taxilicht auf seinem Kopf geht an, plötzlich ist er bereit zum Sesshaftwerden, Hausbauen, Kinderausbrüten, Bäumepflanzen, etcetera, etcetera. Besonders Teds anderem besten Freund Barney ( Neil Patrick Harris), einem Frauenaufreißer und Anzugträger aus Prinzip, geht diese Entwicklung gewaltig gegen den Strich, und er versucht, Ted diese blöde Idee mit einer gewaltigen Aufreißtour durch New Yorks Bars auszureden.

„We go build an igloo in Central Park! It’s gonna be LEGENDARY! Suit Up!!”

Ausgerechnet bei dieser Gelegenheit lernt Ted Robin (Cobie Smulders) kennen, News-Reporterin für die fluffigen Niedlichkeitsbeiträge am Ende der Abendnachrichten. Sie hat einen Stall voller Hunde, kann Ghostbusters auswendig mitsprechen, hasst Oliven – und ist somit Teds absolute Traumfrau.
Zwar ist Robin ihrerseits sehr angetan von Teds Avancen, und die Chemie zwischen beiden stimmt auch, allerdings platzt Ted bereits beim ersten, sehr romantischen Date mit einem „ich bin in dich verliebt!!“ heraus und versaut alles. Denn Robin hat keinerlei Interesse an dauerhaften Beziehungen und Heirat, daher bleiben die beiden vorerst nur Freunde.

„And this, Kids, is the incredible story, how I met your Aunt Robin.“ – “AUNT ROBIN??”

Robin also, obschon nicht Teds zukünftige Frau, wie, sehr zur Unfreude der Fangemeinde, eindeutig klargestellt wurde, bleibt Teds latenter Dauercrush über die gesamte Serie. Doch ab hier beginnt seine nicht enden wollende Brautschau quer durch New York City. Seine Kinder im Jahr 2030 brauchen sehr viel Geduld, die Serie ist mittlerweile in die dritte Staffel gegangen, und Ted ist immer noch nicht unter der Haube. Die Mutter ist bis jetzt noch nicht einmal aufgetaucht. (…oder doch?) Nebenbei bereiten sich Lily und Marshall auf ihre Hochzeit vor, was noch überraschende Probleme zutage führen soll, und Barney erfreut seine Umwelt mit tollen Ideen wie „Wir fahren zum Flughafen und geben uns als International Businessmen aus, um Frauen aufzureißen.“

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„Wait for it!!“

Soviel zur Rahmenhandlung der erfolgreichen Sitcom aus der Feder von Craig Thomas und Carter Bays, die auch schon für David Letterman und Family Guy als Autoren tätig waren. Die Serie lief im Mai 2005 auf CBS an, mittlerweile wurden drei Staffeln produziert.
Durch den aktuellen Autorenstreik in den USA musste zwar bei letzterer nach 11 Episoden eine Zwangspause eingelegt werden, ab 17. Mai 2008 soll es jedoch mit neuen Abenteuern weitergehen. Regie führte Pamela Fryman, wie vorher schon für die Sitcoms Two and a Half Men und Frasier.

Die ganze Sache wurde „Inspired by our friends and the stupid stuff we did in New York“, so berichten die beiden Autoren, und das ist eigentlich auch die Quintessenz des ganzen: eine Clique hipper Mittzwanziger in New York teilen ihre Sorgen und Nöte, erleben Hochs und Tiefs in Beziehungen, (bzw. in Barneys Fall schlafen sie sich durch halb Manhattan und sind die ganze Zeit „Awesome!“ und „Legendary!“), und landen am Ende doch wieder in ein und derselben Kneipe um die Ecke.


Was macht nun How I met your Mother so besonders, was hebt sie von anderen Serien ab?
Diesen ganzen Cliquenquatsch hatten wir schließlich schon in extenso bei Friends, Kneipenfeeling gab es mehr als genug bei Cheers, und romantische Comedys, die am Ende auf eine riesige Zirkushochzeit hinauslaufen, sind ja nicht nur im US-Fernsehen keine Rarität.
Hier allerdings sorgen das clever konstruierte Charaktergebäude und die oft herrlich verdrehten Plots, und die angenehme Abwesenheit einer verspießten Jeder-schläft-mit-jedem-Notlösung, die am Ende bei Friends gähnende Langeweile garantierte, dafür, dass man die nächste Episode nicht abwarten kann. Früh etablierte Running Gags (die legendäre Slap-Bet, Barneys legendärer Blog, der inflationäre Gebrauch des Wortes Legendary) ziehen sich konsequent durch die Staffeln, die Charaktere sind allesamt in ihrer Schrulligkeit liebevoll ausgearbeitet, und zum Staffelende kommt jeweils alles ganz anders als man denkt.
Ansonsten hoffen wir alle, das Pro7 die Synchronisation nicht allzu sehr versaut und es zu einer vernünftigen Wochen- und Tageszeit laufen lässt, dann kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen.

P.S.: aufgrund der überwältigenden Nachfrage MUSS ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass Jason Segel seine Karriere im Apatow-Stall begonnen hat und demnächst mit dem Kinofilm Forgetting Sarah Marshall zu den alten Freaks & Geeks-Wurzeln zurückkehrt. Ist hiermit geschehen. Sparklesparkle.

 
Text Copyright WP 2008
Bilder Copyright Twentieth Century Fox Television

 
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