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Gorilla des Monats

bernie 
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Virtual Console Vol. 74

Nach dem Aussetzer in der letzten Woche legt die Virtual Console den Turbo ein: Fünf neue Spiele sind am Start! C64-Fans freuen sich über Nebulus und Last Ninja 2, für Neo Geologen sind Fatal Fury 2 und Ninja Combat am Start und Jump'n'Run-Fans freuen sich über Alex Kidd in Miracle World, Segas gelungene 8-Bit-Antwort auf Nintendos Mario. Das wird teuer...

Nebulus

nebulusSystem: C64
UK (1987), Programmer: John M. Phillips

Entwickler: Hewson
Preis:
500 Wii-Punkte (entspricht 5,-€)

Im Grunde setzt Nebulus auf ein ganz simples Gimmick: Anstatt einen Jump'n'Run-Level klassisch von links nach rechts scrollen zu lassen klettert der grüne Nebulus-Held auf einen rotierenden Turm. Damals auf dem C64 sah das einfach nur famos aus und auch heute überzeugt der innovative Look von Nebulus immer noch. Allerdings ist der Dreh-Effekt auch das Präsentations-Highlight der Turm-Hüpferei, die bei vielen anderen prominenten C64-Titeln so kultige Musik ist hier ziemlich knapp und belanglos ausgefallen.

Zudem ist Nebulus ziemlich knackig ausgefallen: Um die Türme zu bewältigen solltet ihr eine ganze Menge Ausdauer und gute Nerven mitbringen, wenn der Controller nicht irgendwann in hohem Bogen aus dem Fenster fliegen soll. Aber die nötige Frust-Resistenz vorausgesetzt werdet ihr mit Nebulus jede Menge Spaß haben. In Sachen Kultfaktor und Qualität bleiben die C64-Veröffentlichungen auf der Virtual Console wirklich herausragend.

NebulusNebulus

 
Last Ninja 2: Back with a Vengeance

ln2System: C64
Japan (1988), Concept, Principle Design: Mark Cale, Additional Design: Tim Best, Programming, Additional Design: John Twiddy, Sprite & Background Graphics: Hugh Riley, Original Music: Matt Gray

Entwickler: System 3
Preis: 500 Wii-Punkte (entspricht 5,-€)

Im Prinzip können wir zu Last Ninja 2 ziemlich genau das gleiche sagen wir damals schon zum ersten Teil. Die Last Ninja Spiele waren damals Grafikmonster und durchaus auch Grafikblender - hinter der herausragenden Musik und der famosen Optik ist ein spielerisch teilweise durchaus durchwachsener Action-Geschicklichkeitsmix der vor allem durch seinen enorm hohen Schwierigkeitsgrad auffällt und durch die Software-Tastatur der Virtual Console noch etwas kniffliger wird.


Das Setting wurde dieses Mal von Japan nach New York verlegt, die Iso-Grafik ist noch aufwendiger als im Vorgänger und wer den ersten Teil mochte, der wird auch mit Teil zwei eine ganze Menge Spaß haben. Wer die C64-Ära miterlebt hat, der kann sich den Download gönnen, jüngeren Spielern wird sich dagegen der Kult-Faktor des Ninja-Abenteuers möglicherweise verschließen. Ein klassischer Fall von "für Fans". Oder um gleich die schlimmste Floskel von allen auszupacken. "Genrefans greifen zu!"

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Alex Kidd in Miracle World

alexSystem: Master System
Japan (1986)

Entwickler: Sega
Preis: 500 Wii-Punkte (entspricht 5,-€)

Das NES hatte damals seinen Mario, das Master System hatte dafür Alex Kidd. Gut, der sieht mit seinen Koteletten und der seltsamen Frisur nicht allzu attraktiv aus und hat es im Gegensatz zu Klempner-Kollege Mario niemals auf ein wirklich gutes Sequel gebracht, aber der hier vorliegende erste Teil der Reihe ist einfach gut. Levels die horizontal und auch mal vertikal scrollen bringen Abwechslung in den Alltag, Elemente wie Fahrzeuge die Alex Kidd in verschiedenen Läden kaufen kann hat das Spiel der Mario-Konkurrenz sogar voraus.


Allerdings gibt es da ein Problem: Bevor ihr gegen einen Boss antretet müsst ihr ihn bei einer Runde Stein-Schere-Papier schlagen - und wenn ihr verliert, dann ist direkt ein Leben futsch. Passiert das am Ende eines knackigen Levels, dann ist Frust vorprogrammiert. Gut, man kann dem Problem begegnen indem man gegen Bares ein Item kauft mit dem man die Gedanken des Gegners lesen kann, ein Ärgerniss ist die Sache trotzdem. Aber sei´s drum. Für einen klar Mario-inspirierten Titel ist Alex Kidd in Miracle World angenehm originell, spielt sich dank Faust-Attacken angenehm anders als die Nintendo-Konkurrenz und ist nach wie vor der beste Teil der Serie. Ein lohnenswerter Download für Hüpf-Nostalgiker.

alexalex

 

Fatal Fury 2

ff21System: Neo Geo
Japan (1993), Producer: Big Boss, Eikichi Kawasaki, Planner: Deru‑Deru, Tsukamichi‑2, Chinta, Programmer: Yamatan‑2' Turbo, Speaker R., Sound: SHIMIZM, Yoko, Jojouha Kitapy, YLF.Communicate, Paciorek, Papaya
Originaltitel: Garou Densetsu 2: Arata-naru Tatakai

Entwickler: SNK
Preis: 900 Wii-Punkte (entspricht 9,-€)

Das zweite Fatal Fury schägt seinen Vorgänger in wirklich jeder Beziehung um Längen. Die Spielbarkeit fühlt sich dramatisch besser an, aus drei spielbaren Figuren wurden acht, die Musik geht prima ins Ohr und die Backgrounds sind auch heute noch eine Augenweide. Zudem hatte in Fatal Fury 2 SNKs Busen-Ikone Mai Shiranui ihren ersten Auftritt. Das Drachenschiff in Hong Kong, Mais strömender Fluss oder Wolfang Krausers famose Oper-Stage kann man ohne Wenn und Aber als Pixelkunst vom Allerfeinsten bezeichnen. Klar, nach dem innovativen ersten Fatal Fury hat sich SNK hier doch ziemlich deutlich von Capcoms Street Fighter 2 inspirieren lassen. Aber was solls - das Spiel rockt, was will man mehr?



Naja, tatsächlich gäbe es da etwas. Denn es gibt da diesen kleinen Titel namens Fatal Fury Special... im Grunde ist das nur ein Update von Fatal Fury 2, aber was für eins! Die drei neuen Figuren und die drei neuen Stages gehören zum besten was man auf dem Neo Geo jemals gesehen hat und generell wurde die Präsentation nochmal schwer nach oben geschraubt. Und tja, das ist eben das, was man an Fatal Fury 2 noch besser machen könnte. Das und natürlich 60HZ. Aber das Thema hatten wir ja schon. Kurzum: Fatal Fury 2 ist ein toll spielbarer Prügler mit feiner Grafik und toller Musik der dank seines knallharten Schwierigkeitsgrads auch Profis lange beschäftigen wird. Wer keine der verschiedenen Fatal Fury-Sammlungen hat, keinen Wert auf 60HZ legt und nicht auf Fatal Fury Special warten will, der mag hier zuschlagen.

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Ninja Combat

ncSystem: Neo Geo
Japan (1991)

Entwickler: ADK
Preis: 900 Wii-Punkte (entspricht 9,-€)

Ninja Combat ist eine rundum belanglose Angelegenheit. Wie viele andere Titel von Entwickler ADK ist auch das Ninja-Geprügel ganz spaßig für eine flotte Runde zwischendurch, kann aber gegen die SNK Inhouse-Titel keinen Stich machen. Wie das kürzlich erschienene Burning Fight ist auch Ninja Combat ein klassischer Brawler der sich zwar durch den Waffen-Einsatz von der Capcom/Sega-Konkurrenz abhebt, aber letzten Endes trotz überlegener Hardware den kürzeren zieht. Steif animierte Sprites, ein irgendwie nicht wirklich hübscher Grafikstil und die generelle Ambitionslosigkeit des Titels ziehen das Gehacke auf klassisches Mittelmaß herab.


Daher spart ihr euch den Download lieber. Die Emulation ist zwar bis auf die 50HZ-Problematik gelungen, für ein paar Wii-Punkte weniger bekommt ihr aber weit bessere Kloppereien auf der Virtual Console. Und wenns nur um den Ninja-Faktor geht, da findet ihr ohnehin noch ganz andere Kaliber im Nintendo Shop-Kanal. Es wäre nett, wenn statt der ganzen Neo Geo B-Titel endlich mal ein paar der anderen Highlights kämen. Last Resort, Wind Jammers.... da würden wir dann nicht "nein" sagen.

ncnc

 

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Text Copyright 2008 Thomas Nickel
Screenshots Copyright SNK,Sega, System 3, Hewson
 
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