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Seite 1 von 3 Colleen Coover ist das beste Beispiel für das rege Comic-Treiben außerhalb der großen amerikanischen Mainstream-Verläge. Die Zeichnerin hat schon viele Bereiche abgedeckt - Small Favors, ihr erstes Werk, ist im Erotik-Genre anzusiedeln, das witzige Banana Sunday richtet sich an alle Altersklassen, und das traurige The Boogeyman zeigt, dass Colleen Coover auch ernste Themen beherrscht.
Trotzdem ist sie immer noch relativ unbekannt - logisch, werden doch vom gemeinen Comic-Leser Autoren, die noch nie an den ach so omnipräsenten Superhelden gearbeitet haben, meist garnicht erst wahrgenommen, erst recht, wenn sie in Nischengenres arbeiten. Trotzdem - oder gerade deswegen - macht sich Colleen gerade im Indie-Bereich gerade schwer einen Namen. Seit ihr Banana Sunday beim kleinen, aber prestigeträchtigen Verlag Oni Press erschienen ist, wird der Name Colleen Coover zunehmend bekannter und präsenter. Aber wer ist Colleen Coover eigentlich? Nun, wir wissen, dass die 37-jährige zusammen mit ihrem Lebensgefähten Paul Tobin seit einer Zeit in Portland lebt. Sie hat eine Vorliebe fürs Lesen, für albern-romantische Bollywod-Filme und schätzt auch mal ein gutes Konsolen-Rollenspiel. Sie würde durchaus gerne auch mal was für die großen Superhelden-Verläge schreiben - am besten eine Figur wie Batgirl. Wenn man sich ihre bisherigen Werke so ansieht, ist das ja auch irgendwie naheliegend. Wie viele Zeichner ihrer Generation ist auch Colleen Coover sehr nah an ihren Lesern dran: Bei Interesse findet man sie nicht nur auf ihrer Seite www.cooverart.com, sie hat auch ein eigenes Livejournal. Neben ihren Comic-Arbeiten illustriert Colleen gerne auch mal für verschiedene Zeitschriften aller Art - Nickelodeon Magazine, Curve, Girlfriends - die Liste ist lang und abwechslungsreich. Zusammen mit ihrem Partner Paul Tobin geht sie auch gerne mal zu den gesellschaftlichen Ereignissen von Portland wie dem wöchentlicen Strip-Jeopardy - und da Colleen bisexuell ist, kann sie dann gleich zusammen mit Paul Tobin die Vorzüge der weiblichen Teilnehmer erörtern. Ist das nicht praktisch? Auf der folgenden Seite nehmen wir Colleens bisherige Arbeiten auszugsweise unter die Lupe, auf der dritten Seite erwartet euch ein ausführliches Interview, das wir mit der sympathischen Künstlerin geführt haben.
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