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Gorilla des Monats

bernie 
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Lego Batman

Cover largeSystem: Xbox 360, Playstation 3, Playstation 2, PSP, Windows PC, Nintendo Wii, Nintendo DS

Uk/USA (2008), Directer: Jon Burton, Head of Production: Paul Flanagan, Head of Art: James Cunliffe, Lead Cutscene Animator: Bill Martin, David Brown, Music: Danny Elfman

Entwickler: Travellers Tales
Erschienen bei: Warner Bros. Interactive Entertainment
Preis: ca. 35 € LEGO Batman (Wii) bei Amazon.de

Es scheint schick in letzter Zeit geworden zu sein, dass filmische Blockbuster wie Star Wars, Indiana Jones oder nun auch Batman von Lego in Bausteinformat umgesetzt werden – und dass damit auch ein Spielchen von Travellers Tales einhergeht. Mit Lego Batman nun ein weiteres Mal. Doch schon der Lego-Indy musste mit dem Vorwurf kämpfen, doch eigentlich Lego Star Wars zu sein, nur eben mit dem abenteuerlustigen Akademiker in der Hauptrolle. Doch ist auch Lego Batman nur der dritte Aufguss eines bekannten Prinzips?

Irgendwie ja, denn Spielprinzip, Steuerung und Engine sind komplett von den Vorgängern übernommen worden. Wieder ist das Spiel in drei Kapitel zu – hier – je fünf Leveln unterteilt, die man zunächst im Storymodus zu bewältigen hat, bevor man im freien Spiel Zugang zu allen Minikits und den Extras bekommt. Auch die Optik von Aktionsfeldern oder Ähnlichem, das Sammeln von Minikits und roten Legoklötzen wurde im Gegensatz zu Lego Indiana Jones von der Sternenkriegeversion übernommen.

Batmobil und Batbike

Andererseits aber auch irgendwie nein, denn Travellers Tales hat sich doch noch ein paar kleine Neuerungen einfallen lassen. Die augenfälligste zuerst: man spielt nicht – und hier ein ganz großes Gott sei’s gedankt! – die Filme nach. Man stelle sich nur vor Batman und Robin im Legogewand… Schauder! Lego Batman orientiert sich was Optik und Story angeht an den Comics. Dazu blasen einem Danny Elfmans Klassiker um die Ohren. Und die Story ist schnell erzählt: der Joker hat einen Ausbruch von Gotham’s verrückten Schwerstkriminellen aus Arkham Asylum organisiert und nun tollt man marodierender Weise durch Gotham und macht, was man als Riddler, Two Face, Pinguin, Catwoman oder Joker eben so macht: der Riddler und Two Face wollen Gothams Goldreserven stehlen, Pinguin seine arktischen Heerscharen über die Stadt herfallen lassen und der Joker will Batman ganz generell das Leben schwer machen und Gotham soll sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes tot lachen. Und Batman? Der soll die ganze verrückte Bande wieder so schnell als möglich hinter Schloss und Riegel bringen. Hat man nun ein Kapitel als Batman und Robin im Heldenmodus komplett, kann man von der Bathöhle aus nach Arkham wechseln, um nun das Ganze noch mal als Bösewicht spielen – und zwar im Storymodus und nicht im freien Spiel. Der chiropterophile Gamer freut sich über ein paar Stündchen mehr Kurzweil.

Joker macht Theater

Aber mehr ist es leider nicht geworden. Leicht stellt sich das Dejà-vu ein, das genau gleiche Spiel doch schon mal mit Luke, Obi Wan oder Indy und Konsorten gespielt zu haben. Und dann sind noch ein paar kleine Verschlimmbesserungen zu beklagen. Schon Lego Indiana Jones wartete mit einem weitaus geringeren Schwierigkeitsgrad was Geschicklichkeit anging als Lego Star Wars auf. Und auch Batman schwingt und flattert durch ein Spiel, das wohl darauf ausgelegt wurde, dass auch unerfahrene/mit geringerer Frustrationstoleranz ausgestattete Spieler die einzelnen Kapitel zügig durchspielen können. Auch das Wechseln in Batmans und Robins Spezialanzüge, mit denen man zum Beispiel kurze Strecken gleiten oder an magnetischen Wände hochlaufen kann, wird im freien Spiel, wenn man ohnehin zwischen gut 10 Charakteren plus je 4 Batman und Robin-Spezialanzügen auswählen kann, wird rasch zu nervigem hin und her Geklickere. Dazu kommen noch die zu sammelnden Legomünzen in geradezu inflationären Ausmaßen. Schnell hat man auch im Storymodus genügend zusammen, um alle Extras, Figuren und Informationen über Batman (auch eine kleine Neuerung) kaufen zu können. Auch purpurne Münzen, die man in den Vorgängern nur für besonders Geschickte Aktionen bekam, sind schon allein in der Bathöhle oder in Arkham mehrfach durch ein bisschen Suchen zu bekommen. Man muss sich nicht mehr anstrengen. Schade darum. Glücklicherweise ist hier jedoch die deutsche Übersetzung weitaus besser geraten. Körperliche Schmerzen à la „Öffnen der Arche“ – wer Lego Indiana Jones auf Deutsch gespielt hat, weiß wovon wir reden – muss keiner mehr ertragen.

Kurz um: ein nettes kleines Spielchen, dass gut 6-8 Stunden zu unterhalten weiß. Eine Gewisse Affinität zu Gothams dunklem Ritter sollte man allerdings schon mitbringen.

Text Copyright Bettina Herbig 2008
Bilder Copyright Warner Bros. Interactive Entertainment/Travellers Tales

 

 
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