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Gorilla des Monats

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Castlevania - Order of Ecclesia
ecclesiaSystem: Nintendo DS

Japan (2008), Producer: Koji IGA Igarashi, Sub Director: A. Minakata, Artwork: Masaki, Chief Design: Hiroto Tamaguchi, Music: Michiru Yamane, Tasuhiro K. Hihashi

Entwickler: Konami
Erschienen bei: Konami
Preis: ca. 40 € Castlevania - Order of Ecclesia bei Amazon.de

 

EIN INTERVIEW MIT CASTLEVANIA-PRODUZENT KOJI IGARASHI FINDET IHR HIER.

Castlevania - Order of Ecclesia ist ein wirklich tolles Spiel, daran besteht mal überhaupt kein Zweifel. Aber ein Problem gibt es da doch – wir haben es nämlich in zumindest ziemlich ähnlicher Form bereits sechs mal gespielt. Seit Symphony of the Night ist die Metroid-RPG-Mischung ja die Gewinnerformel für eine hochwertige Castlevania-Episode. Und eben nach dieser Formel haben Koji Igarashi und seine Mannen (bzw. das Kobe-Team im Fall von Circle of the Moon) im schönen Zweijahrestakt seit Einführung des GameBoy Advance neue Abenteuer auf den Markt geworfen – hochwertig waren die alle, ein paar waren sogar ganz famos... und Order of Ecclesia gehört eindeutig in diese Kathegorie. Aber die Abnutzungserscheinungen werden langsam doch deutlich. Und das, obwohl die neue DS-Episode sich inhaltlich weiter vom Rezept der Prequels entfernt als jeder Vorgänger.

Farbuebergaenge... Gehirn

Klar, die Levelkarte, das Erfahrungspunkte-System und die Grundsätzliche Steuerung sind alle dabei wie gehabt, alles andere wurde aber generalüberholt. Normale Waffen nutzt eure Heldin gar nicht erst, all das wird über das Glyph-System gelöst – einmal absorbiert können ihr Waffen so oft ihr wollt erschaffen, allerdings kostet das stets ein paar Magiepunkte, zum Glück füllen die sich sehr schnell wieder auf. Spielerisch macht das letzten Endes keinen so großen Unterschied, etwas anders als gewohnt fühlt es sich aber allemal an.

Interessanter ist der neue Levelaufbau: Anstatt ein riesiges, zusammenhängendes Schloss unsicher zu machen erforscht ihr zahlreiche mal etwas kleinere, mal etwas größere Level. Die durchquert ihr meist recht linear und erledigt am Ende einen dicken Boss. Auch das ist letzten Endes nur eine kosmetische Änderung – wir hätten uns gefreut, wenn Konami diesen Weg etwas konsequenter verfolgt hätte. Unterwegs findet ihr dabei gefangene Figuren – befreit ihr sie, kehren sie in ihr beschauliches Dörfchen zurück und eröffnen Läden für euch oder versorgen euch mit Subquests. Im Grunde ist Order of Ecclesia fast eine Mischung aus dem klassischen Symphony of the Night und der zweiten NES-Episode Simon´s Quest.

Aber trotz dieser verhaltenen Neuerungen ist Order of Ecclesia letzten Endes mehr bekanntes Castlevania. Und wir wären davon langsam tatsächlich richtig angefressen – wenn es halt nicht so toll wäre. Großartige Musik, fantastische Grafik, eine exzellent animierte Heldin und eine wie immer absolut punktgenaue Steuerung zeigen, wie gut die Konami-Entwickler ihr Handwerk verstehen. In manchen Fällen fast etwas zu gut. Denn die Bosse sind nicht nur wundervoll anzusehen, sie wehren sich auch so heftig wie selten zuvor – ohne die richtige Taktik und auch die richtige Ausdauer seht ihr kein Land gegen die XXL-Endgegner. Ganz ehrlich: Mit ein paar weniger Hitpoints wären die Monster auch noch herausfordernd genug gewesen.

Ob ihr jetzt zugreifen sollt, dass müsst ihr selbst herausfinden – habt ihr alle früheren Episoden schon gespielt, dann werden die Abnutzungserscheinungen natürlich weit deutlicher ausfallen... könnt ihr aber trotz allem nicht genug vom Metroidvania-Spielprinzip kriegen, dann findet ihr mit Order of Ecclesia einen der besten Vertreter überhaupt. Trotzdem, für die nächste Castlevania-Episode würden wir uns dann doch mal etwas anderes wünschen. Warum nicht etwas zurück zu den Ursprüngen – lineare Levels, kein Erfahrungspunkte-System und ein ordentlicher Schwierigkeitsgrad der nicht erst bei den Endgegnern zuschlägt? Wir sind gespannt, wie es jetzt mit der Serie weiter geht, mit Order of Ecclesia hätte das Metroidvania-Prinzip eigentlich seinen perfekten Abschluss gefunden.

Text Copyright Thomas Nickel 2008
Bilder Copyright Konami

 
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