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Gorilla des Monats

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Chrono Trigger
ctSystem: Nintendo DS
Japan
(1995 / 2008), Supervisor: Yuji Horii, Hironobu Sakaguchi, Director:  Takashi Tokita, Yoshinori Kitase, Akihiko Matsui, Scenario Designer: Yuji Horii, Story Plan: Masato Kato, Character Design: Akira Toriyama, Composer: Yasunori Mitsuda, Nobuo Uematsu

Entwickler: Square Enix
Erschienen bei: Square Enix
Preis: ca. 40 € Chrono Trigger bei Amazon.de  

UNSER INTERVIEW MIT KOMPONIST YASUNORI MITSUDA FINDET IHR HIER.

Plötzlich steht Crono vor Gericht. Gerade war er noch der große Held und hat seine Freundin Marle nach einer nicht ganz freiwilligen Zeitreise aus großer Gefahr gerettet und auf einmal steht er vor dem Kadi. Die Anklage: Entführung. Aber wir haben uns im Spiel nichts zu schulden kommen lassen... zumindest glauben wir das. Und dann das: Plötzlich wird jede unserer Aktionen aus den ersten zehn Spielminuten gegen uns ausgelegt. Wir haben Marle beim Einkauf gedrängelt? Böser Crono! Wir haben ein rumliegendes Sandwich verputzt das eigentlich einem alten Mann gehörte? Oh, oh, gar nicht gut! Nach einem Sturz haben wir zuerst Marles Halskette aufgehoben bevor wir ihr selbst zur Hand gegangen sind? Na wenn das mal nicht für einen gierigen Entführer spricht! Und prompt haben wir eine wichtige Lektion gelernt: Bei Chrono Trigger hat das, was man tut – oder nicht tut – Konsequenzen!

Gut, Anfangs sind die klein – Crono wird nach seinem Prozess eingelocht, egal was passiert – aber je weiter das Spiel voranschreitet, desto größer werden die Auswirkungen unseres Tuns. Den Cronos erste Zeitreise ist nicht die letzte: Durch einen Zufall entdecken der stumme Held und seine sympathischen Freunde, dass tausend Jahre in der Zukunft die Welt von einem Wesen namens Lavos zerstört wird. Lavos Wurzeln liegen aber in grauer Vorzeit... und so beginnt ein episches Abenteuer das Euch durch zahlreiche Epochen führt: Ihr helft einem Steinzeit-Stamm gegen seine reptilienhaften Unterdrücker, entscheidet den mittelalterlichen Krieg gegen einen fiesen Zauberer zu Gunsten eures Heimatlandes, lernt über den Ursprung der Magie und durchkämmt post-apokalyptische Ruinen.

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Dreizehn Jahre ist die damals einzigartige Koproduktion von Final Fantasy-Erfinder Squaresoft und Dragon Quest-Macher Enix jetzt alt, und immer noch ist der vermeintliche RPG-Opa aktuellen Rollenspielen in so mancher Hinsicht überlegen. Was Hironobu Sakaguchi, Yuji Horii, Akira Toriyama, Yasunori Mitsuda und Masato Kato damals geleistet haben ist rückblickend fast noch beeindruckender als damals schon: Klar, moderne Produktionen sehen besser aus, sind umfangreicher und komplexer – aber Chrono Trigger legt eine spielerische Leichtigkeit an den Tag, die bis heute Ihresgleichen sucht. Zufallskämpfe sind ebenso Fehlanzeige wie kryptisch-komplizierte Spielsysteme – oberste Maxime bei der Entwicklung war Frustvermeidung und Zugänglichkeit. Und so verteidigt das Zeitreise-Abenteuer auch heute noch seinen Ruf als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten.

Dreizehn Jahre hat es dann auch letzten Endes auch gedauert, bis Chrono Trigger den Weg nach Europa fand: Im Februar 2009 erscheint das Spiel für DS offiziell in den hiesigen Läden, in den USA ist das Modul bereits mit leicht überarbeiteter Übersetzung zu haben. Aber das Alter des Spiels sollte für niemanden ein Grund sein, es zu ignorieren – schon als es vor vielen Jahren auf dem SNES erschien war Chrono Trigger ein grafisches Wunderwerk. Selten sah man detailliertere Szenarien oder liebevoller animierte Sprites – heimlicher Star war und ist aber der famose Soundtrack von Yasunori Mitsuda: Chrono Trigger war sein erstes großes Werk und gilt bis heute als einer der besten Spiele-Scores aller Zeiten. Und um die optimale Musik-Qualität zu gewährleisten legte Meister Mitsuda persönlich noch einmal Hand an und übertrug seine famosen Kompositionen auf den DS.

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Und um diese Leistung zu würdigen war Square Enix bei der Arbeit an diesem Remake sorgfältig wie selten zuvor: Die Engine wurde von Grund auf neu auf den DS zugeschnitten, die Erweiterungen wie Touchscreen-Steuerung und Kampf-Kontrollen auf dem unteren Bildschirm sind samt und sonders angenehm unaufdringlich und zudem noch völlig optional. Grafisch lässt sich praktisch kein Unterschied zum famosen SNES-Original feststellen, alles ist so, wie man es von früher in Erinnerung hat. Bis auf eine Ausnahme: Zugunsten der Videos der PSone-Konvertierung wurde das Original-Modul-Intro leider, leider gekappt. Sehr schade, mit seiner großartigen Musik und den stimmigen Schnitten hätte es sich gut auf dem DS gemacht.

Das Ergebnis: Ein perfekt spielbares und nach wie vor herausragend präsentiertes RPG-Abenteuer das sich heute so frisch anfühlt wie damals 1995 und auch heute noch so uneingeschränkt empfohlen werden kann wie vor dreizehn Jahren. Aber vergesst nicht: Alles was Ihr hier tut hat Konsequenzen!

Text Copyright Thomas Nickel 2008
Bilder Copyright Square Enix

 

 
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