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Na also, es geht doch. Nach der Gurkenparade im letzten Update nimmt sich Nintendo ein Herz und veröffentlicht nun zwei richtig gute Spiele: Mario Golf ist trotz Comic-Grafik eine exzellent spielbare Golf-Simulation, Wonder Boy in Monster World ist die erste Episode der Reihe die mit Adventure-Elementen aufwarten konnte und auch heute noch eine flotte Runde wert. Mario Golf System: N64 Japan (1999), Director: Haruki Kodera, Lead Game Designer: Hiroyuki Takahashi, Shugo Takahashi, Lead Programmer: Haruki Kodera, Toru Takamatsu, Course Designer: Kaoru Shimada, Yusuke Sugimoto, Music Composition: Motoi Sakuraba
Entwickler: Camelot Preis: 1000 Wii-Punkte (entspricht 10,-€) Mit Mario Golf begann Nintendos Vorzeigeheld seine Sportkarriere (Mario Tennis für Virtual Boy lassen wir mal unter den Tisch fallen). Und dabei war er in guten Händen, niemand geringeres als Camelot (die bevor sie sich mit Sega zerstritten die drei herausragenden Shining Force 3-Episoden entwickelten) brachte dem Klempner den Umgang mit dem Schläger bei. Und das hat sich gelohnt, auch heute spielt sich Mario Golf einfach hervorragend, die kleinen, aber feinen Extras wie Power-Shots geben dem Spiel genau die richtige Würze. Leider haperts aber ein wenig an der Balance, später freigespielte Figuren sind weit stärker als das Anfangs-Line-Up, in Multiplayer-Matches sind sie daher eher nutzlos.
Ebenfalls schade: Das N64-Original verfügte über GameBoy-Connectivity - damit konnte man vier Bonus-Figuren freispielen. Das geht hier leider nicht, die letzten vier Slots bleiben leer, egal wie gut ihr seid. Aber naja, drehen wir dem Spiel keinen Strick draus. Mario Golf ist endlich mal ein Virtual Console-Golf das wir euch empfehlen können. Klar, es nutzt nicht die Möglichkeiten der WiiMote, überzeugt aber spielerisch trotzdem auf der ganzen Linie. Und habt ihr bisher keine Affinität zur Sportart, vielleicht ist Mario Golf der Titel, mit dem ihr sie entwickelt.  
Wonder Boy in Monster Land System: Master System Japan (1988)
Entwickler: Sega / Westone Preis: 500 Wii-Punkte (entspricht 10,-€) Wonder Boy in Monster Land hat mit seinem Vorgänger fast nichts mehr zu tun. War der Ur-Wonder-Boy noch ein flottes Arcade Jump'n'Run halten hier jetzt erstmals Adventure-Elemente Einzug in die Reihe. Der blonde Held erkundet unter (leichtem) Zeitdruck verzweigte, aber hier noch lineare Levels, die wichtigste Neuerung: Monster verlieren wenn man sie schlägt Geld, das in bessere Ausrüstung oder einfach ein kleines Bierchen investiert wird. Hier ist ohne jeden Zweifel der Ursprung der Monster World-Serie zu finden - einzelne Level-Passagen und Musikstücke des 8-Bit-Klassikers finden sich auch wieder im durch und durch hervorragenden Wonder Boy in Monster World.
Der Schwierigkeitsgrad ist hier teilweise richtig hoch, aber stets machbar, die urkomischen Ladenbesitzer sprühen vor bizarrem Charme, und trotz tatsächlich ist die Virtual Console-Fassung jetzt DIE Gelegenheit, diesen Klassiker in Englisch zu spielen, aus unverständlichen Gründen fehlt auf der ansonsten absolut vorbildlichen Monster World Complete Collection die englische Master System-Version von Monster Land. Die fünf Euro die euch dieser 8-Bit-Klassiker kostet sind gut angelegt, besonders wenn ihr euch für einen der Nachfolger erwärmen konntet. 
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